Monat: Juli 2018

Crashtest Security – die Cyber Security Innovation “Made in Munich”

Jung, Innovativ und mehrfach ausgezeichnet: Crashtest Security geht im WERK1 automatisiert auf die Suche nach Sicherheitslücken – zwischendurch darf es natürlich auch „bayrisch – zünftig“ sein.

Das Thema Cyber Security beschäftigt Entwickler, Betreiber und User von Web Anwendungen wie kaum ein anderes, und das nicht erst seit in Kraft treten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. Die große Frage lautet: Wie können Unternehmen möglichst schon im Entwicklungsstadium potentielle Sicherheitslücken schließen, um eigene Daten und die ihrer User gegen Hackerangriffe und Missbrauch von außen zu schützen? Dieser Schritt in der Anwendungsentwicklung erfordert bislang viel manuellen Aufwand und ist dementsprechend komplex, zeitaufwändig und letztendlich teuer.

Das Münchner Startup Crashtest Security hat eine bessere Lösung: Einen automatisierten Crashtest für Web-Anwendungen jeder Art. Die Software scannt Anwendungen bereits zu einem festgelegten Zeitpunkt im Entwicklungsprozess bzw. im späteren Live-Betrieb und gibt dem Entwickler so zeitnah Hinweise auf signifikante Sicherheitslücken in der Anwendung. Der Effekt: Maximale Datensicherheit für Entwickler bei minimalem Zeitaufwand und deutlich reduzierten Kosten noch während der Entwicklung, bevor eine Anwendung den Live-Status erreicht. Es braucht wenig Fantasie, um sich die Zahl potentieller Kunden für das Startup vorzustellen.

KEINE LUST AUF NINE-TO-FIVE

Seit Januar 2018 sind Felix, Janosch, René und Daniel Residents im WERK1. Drei Nerds, ein BWLer und die ersten festen Mitarbeiter. Felix ist für Vertrieb, Marketing und Finanzen zuständig. Die Programmierer Janosch, René und Daniel haben an der TU München schon während des Studiums gemeinsam Software entwickelt und noch vor dem Abschluss die erste GbR gegründet. Schnell merkten sie, wie komplex das Thema „Sicherheitstest“ in der Software-Entwicklung noch immer ist und so nutzen sie die Chance auf das erste eigene Startup-Unternehmen. Felix hat bereits bei seinen ersten Praktika und Anstellungen gemerkt, dass für ihn ein klassisches Nine-to-Five-Angestelltendasein nicht in Frage kommt. Wer gründet kann selbst bestimmen mit wem, woran, wie viel und wann er arbeitet – ein großer Vorteil, den alle vier zu schätzen wissen. Außerdem stehen Gründer mit hundert Prozent hinter dem eigenen Produkt und dafür schiebt man notfalls gerne mal Nachtschichten oder steht früh auf.

OPTIMALE BEDINGUNGEN IM WERK1

In München/Bayern fanden die vier Crashtestler optimale Startbedingungen vor: Im Februar 2017 bekamen sie für ein Jahr das EXIST-Stipendium und im Anschluss einen Platz im WERK1. Die erste WERK1-Halbjahresbilanz fällt sehr positiv aus. Sie haben Investoren gewonnen und noch dazu den 2. Preis beim CEBIT Innovation Award 2018 abgeräumt. Ihre Test-Präsentation auf der Messe in Hannover überzeugte die Jury nicht nur virtuell, sondern auch durch einen Praxis-Test vor Ort: Mit einem Quick-Scan erstellte das Team automatisiert PDF-Berichte (Vulnerability-Reports), mit denen die Besucher Sicherheitslücken in ihren Anwendungen und den Mehrwert der Crashtest-Secruity-Software direkt vor Augen geführt bekamen.

Euer „One Sentence Pitch“?

Wir automatisieren den bislang sehr aufwändigen, hauptsächlich manuellen und damit teuren Sicherheitstest für Webanwendungen.

Wer braucht’s?

Jeder, der Webseiten/-anwendungen entwickelt

Wie hoch schätzt Ihr den WERK1-Faktor?

Sehr hoch – Die Kombination von Netzwerk und Förderung ist einfach unschlagbar, und damit meinen wir nicht nur die günstigen Büroräume in der Münchner Innenstadt. Der Community Aspekt hier vor Ort, der Austausch mit den anderen Startups und den Coworkern, das Netzwerken innerhalb der Branche und die Veranstaltungen hier vor Ort sind einfach ideal.

WERK! - Resident - Crashtest Security - logo

Startup: Crashtest Security
Webseite:https://crashtest-security.com/
Kontakt: info@crashtest-security.com

InsurTech Cashwalk im WERK1: Ein Pitch-Event der Superlative

Vom mobilen Gesundheits-Check am Arbeitsplatz bis hin zum Full-Service-Partner für Drohnendienstleistungen. Auf dem ersten InsurTech Cashwalk im WERK1 buhlten 27 internationale Startups um die Gunst von mehr als 60 handverlesenen Investoren. Am Ende zeichnete die Jury drei Gewinner aus.

Der InsurTech Hub München hat gemeinsam mit dem LMU Entrepreneurship Center zum  Cashwalk geladen und die Startups, sie kamen zahlreich. Über 50 hatten sich im Vorfeld beworben, am Ende durfte sich rund die Hälfte von ihnen einem Publikum potentieller Investoren präsentieren. Die Herausforderung: Jedes Startup hatte gerade mal drei Minuten Zeit, um ein Problem, die Lösung und das Produkt vorzustellen.

Für uns ist das Besondere, dass es ein Pitchen im Staccato-Modus ist. Der Cashwalk ist eine ganz nette Anspielung auf den Catwalk, sozusagen ein Schaulaufen der Startups. Dieses Format haben wir sehr gezielt gewählt, dass man als Zuhörer, das sind ja vor allem Investoren, die Möglichkeit hat, in kürzester Zeit eine große Anzahl an Startups zu sehen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

Wer dann auch noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen wollte, musste im Anschluss an den Pitch die passenden Antworten für die Jury parat haben. Die kritischen Fragen der zehn Jury-Mitglieder zielten vor allem darauf ab, die Gründer noch ein bisschen aus der Reserve zu locken und ihre Ideen genauestens zu prüfen.

Neben dem Blick auf Geschäftsmodell, Gründer und bisherige Traction bzw. Piloten interessiert mich vor allem auch, welche wirklich differenzierenden Capabilities das Unternehmen aufbaut und wie sich diese – beispielsweise mit einem Versicherer als Kooperationspartner – skalieren lassen und konkreter Impact generiert werden kann.

Dr. Volker Büttner, Head of Group Innovation im Generali-Headoffice in Mailand (Juror)

Mir ist vor allem auch wichtig zu sehen, wie das Team zusammengesetzt ist und welches Feuer sie mitbringen, also sind sie wirklich überzeugt von ihrer Idee?

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1 (Juror)

Am Ende zählte also nicht nur das Businesspotential, sondern auch die Begeisterung, die natürlich auch bei den Investoren spürbar sein musste, um zu überzeugen. Die gewünschte Investitionssumme der Startups reichte von 40.000, bis hin zu 2 Millionen Euro. Ambroise Fargère von +Simple ist für den InsurTech Cashwalk extra aus Frankreich angereist.

Ich habe erst vor vier Wochen in meiner Firma angefangen. Daher war der Pitch heute eine ganz schöne Herausforderung. Aber es ist super hier zu sein, Leute kennenzulernen und vor allem sich mit potentiellen Partnern zu connecten.

Ambroise Fargère / +Simple

Wir sind hier um interessante neue Startups aus dem InsurTech-Bereich kennenzulernen, weil das ein wichtiger Markt ist und sich die Branche im Umbruch befindet. Das Interessante bei diesem Event ist, dass zum einen sehr viele Startups aus einem Themenbereich da sind und zum anderen, dass auch die Investoren-Szene vertreten ist. Man kann sich also auch austauschen.

Stephan Mohrhardt / Ancore Finance Group

Interessante und außergewöhnliche Ideen gab es auf diesem exklusiven Pitch-Tag auf jeden Fall genug. Hier ein kleiner Auszug:

BODY-LABS: DER GESUNDHEITS-CHECK AM ARBEITSPLATZ

Ob Kontrolle von Herz, Blut, oder Atmung. Die Vision von Body-Labs ist es, mithilfe eines mobilen Labors Mitarbeitern in nur 15 Minuten einen ganzheitlichen Einblick in ihre wichtigsten Gesundheitswerte zu geben. Alles ganz bequem am Arbeitsplatz. Für Unternehmer könnte das in Zukunft eine interessante Möglichkeit sein, gezielt und
individuell in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren.

IDANA: DIE DIGITALE ANAMNESE

Mit einem digitalen Fragebogen will das Startup wichtige Informationen bereits vor dem Arztgespräch erfassen. Die Fragebögen sind speziell auf die Beschwerden des Patienten zugeschnitten und können via Smartphone oder Tablet im Wartezimmer, oder bereits von zu Hause beantwortet werden. Der Arzt erhält die Daten verschlüsselt und kann sich so
vorab ein genaueres Bild von seinem Patienten machen.

DYNAMIC COMPONENTS: FRÜHERKENNUNG DER PROZESSRISIKEN VON FAHRSTÜHLEN

Das Startup aus München hat eine Soft- und Hardware zur vorausschauenden Wartung für Aufzüge und Fahrtreppen entwickelt. So sollen zum Beispiel Daten an Aufzügen oder Rolltreppen erfasst und daraus Trendanalysen abgebildet werden. Ziel ist es, die Wartungskosten für dem Kunden zu senken und Ausfälle zu vermeiden, die in Krankenhäusern sogar über Leben und Tot entscheiden können.

Am Ende dieses spannenden Pitch-Tages zeichnete Andy Goldstein vom Entrepeneurship Center der LMU München die Sieger aus. Platz 1 belegte Black Rock Insurance aus Großbritannien, gefolgt von Dynamic Components und FairFleet aus München. Die Geschenktüte für die Gewinner, eher symbolisch. Den viel größeren Wert hatte sicherlich die ein oder andere Visitenkarte eines Investors.

Demo Day im WERK1: Neun Startups präsentieren ihre Vision für eine moderne Versicherungswirtschaft

9 Start-ups. Rund 60 Mentoren. 13 Versicherungspartner. 8 Wochen. Man könnte es fast als ein kleines Boot-Camp der Startup-Szene bezeichnen, was sich in den letzten Wochen hier in den Räumen des WERK1 abgespielt hat. Das Ergebnis: Neun innovative Lösungen, welche die Zukunft der digitalen Versicherungsindustrie vorantreiben könnten. Mit den Live-Präsentationen der internationalen Teams endet erfolgreich der dritte Batch des W1>> InsurTech Accelerator.

Sie haben in den letzten acht Wochen ihr Herzblut investiert. Für die meisten Teilnehmer des Batch hieß das aber auch: Wenig Schlaf, dafür viel Kaffee. Doch Tage wie dieser sind die Belohnung für die harte und intensive Arbeitszeit, denn das Interesse an ihren Projekten war groß. Der Eventspace: Voll gefüllt mit knapp 200 begeisterten Startup-Kollegen, Investoren, Versicherern und Neugierigen.

W1>> INSURTECH ACCELERATOR BATCH 3

Die Besonderheit bei diesem Batch: Er ist fast doppelt so groß wie die Vorgänger. 75 Startups haben sich für das Programm in diesem Jahr beworben. Neun internationale Teams, darunter sogar eines aus Australien und zwei aus Indien wurden am Ende ausgewählt.

„Die Anforderungen an diesen Batch waren größer, von Anfang bis zum Ende. Allein der Recruitingprozess war aufwändiger und internationaler als je zuvor. Mittlerweile hat sich unser Konzept aus München herumgesprochen. Das ist ein schönes Signal, was wir da für eine weltweite Anziehungskraft entfaltet haben.“

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

In jedes Startup wurden rund 50.000 € in Form von Infrastruktur, Mentoring der Extraklasse und direkten Anknüpfungspunkten zu mehr als einem Dutzend weltweit agierender Versicherungsgesellschaften investiert. Mit diesem „Rundum-sorglos-Paket“ wurden in kürzester Zeit aus Ideen skalierbare Geschäftsmodelle.

Nach Interviews auf der Bühne mit den W1>>Teammitgliedern und einer kurzen Ansprache von Tom Van den Brulle, Leiter globaler Innovation bei der Münchner Rück, wurde es für die Startups ernst. Jedes Team hatte genau fünf Minuten Zeit, um das eigene Projekt den anwesenden Experten vorzustellen. Hier ein paar Beispiele der Präsentationen:

JEDER KANN UND DARF PITCHEN

Ayan Srivastava präsentierte mit einem Video die App Kruzr, die das Smartphone zum Fahrassistenten werden lässt. Die Kruzr Sprachassistenz könnte ein hilfreicher Co-Pilot werden, indem sie z.B. auch bei erhöhter Geschwindigkeit oder schlechten Wetterbedingungen warnt, nach längerer Fahrzeit Pausenvorschläge macht, oder einfach die eingehenden Nachrichten verwaltet. Ziel ist es, so die Zahl der Autounfälle signifikant zu reduzieren.

Weiter ging es mit der intelligenten Gesundheitsplattform Docyet, die nicht nur mit den Patienten sprechen kann, sondern auch mithilfe von künstlicher Intelligenz für ihre Probleme passenden Lösungen parat hat. Petra und Samuel von Freya setzten sich mit dem Thema Fruchtbarkeit des Menschen und einer möglichen Versicherungsleistung auseinander und Marguerite von MedPayRx erklärte, wie die Blockchain Technologie in Zukunft Patienten beim Onlineeinkauf von Medikamenten unterstützen kann. Am Ende der Präsentationen bekamen alle feierlich ein Zertifikat überreicht. Für Gilberto aus Sydney eine schöne Erinnerung an eine aufregende und intensive Zeit.

„Since the first day I came for demo day, I felt like: this is the place. It was a really intense time, but I always wanted to get the most out of it! It was a huge opportunity to speak directly with a collection of insurance companies and it has really opened a lot of doors for us.“

Gilberto Spencer CEO & Gründer von Claimspace

ie harte Arbeit hat sich gelohnt. Alle neun Startups haben ihre Präsentationen auf der Bühne souverän und professionell gemeistert. Programm-Koordinator Daniel Nowack zeigt sich nach den Pitches sehr zufrieden, ja fast schon ein bisschen sentimental.

„Es war eine unglaublich dynamische Kohorte, mit der es sehr viel Spaß gemacht hat zusammenzuarbeiten. Jeder konnte von jedem lernen. An einem Tag wie heute zu sehen, wie sich Startups selbstbewusst präsentieren, die vorher sehr unsicher waren, ist ein riesen Geschenk!“

EIN ERFOLG FÜR DIE VERSICHERER

Der W1>> InsurTech Accelerator verbindet die Welt der Startups mit der Welt der großen Versicherungen und dabei profitieren nicht nur die Gründer. Auf dem Demo-Day verriet uns Johannes Wagner:


„Für uns Versicherer ist es ein stetiger Wettkampf um Premium-Innovationen. Wir müssen an die Top-Themen weltweit rankommen. W1>>InsurTech ist dafür ein Sammelbecken. Hier haben wir Zugang zu Premium-Innovationen, nicht aus dem Silicon Valley, sondern direkt aus München!“

Johannes Wagner, Vorstand InsureTech HUB München / Leiter Start-up Corporation Versicherungskammer Bayern

Neben Interviews, Reden und Pitches blieb an dem Abend aber natürlich auch noch genügend Zeit um zu Feiern und ein bisschen zu networken. An kleinen Ständen konnte sich jedes Startup nochmal im WERK1 Café interessierten Besuchern vorstellen und bei einem gemütlichen Drink, die Ideen der Startups noch genauer zu diskutieren. Unser Abend endet an dem Stand von Freya und mit den schönen Worten von Gründerin Petra:

„It was a unique program. We love it here in Munich. WERK1 has a super friendly atmosphere, we feel like home!“