Monat: Januar 2019

„Valley of the Boom“ Premierenscreening im WERK1 mit anschließendem Panel

© National Geographic / Sebastian Gabriel

Am Sonntag, den 20. Januar, um 21 Uhr startet das globale Serien-Event „Valley of the Boom“ auf National Geographic. In einem höchst unterhaltsamen Mix aus Dokumentar- und Spielszenen zeichnet die sechsteilige Mini-Serie den Urknall der Digitalisierung nach, das Silicon Valley der 90er Jahre. Bereits vier Tage zuvor lud National Geographiczur exklusiven Deutschland-Premiere der ersten beiden Folgen im WERK1 ein. Über das Thema „Gründen damals und heute – Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung“ wurde im anschließenden Panel diskutiert.

DIE ZEIT DER DOTCOM-BLASE ZUM ANFASSEN

Leidenschaftliche, von ihrer Idee ganz versessene Gründer, abgeklärte, erfolgshungrige Investoren, aggressive Vertreter der Marktmächte oder auch abgedrehte Hochstapler – im „Valley of the Boom“ spielen sie alle ihre ganz eigene Rolle. Vom anfänglichen Hype, über das Platzen der DotCom-Blase, bis hin zur spekulationsbereinigten Wiederauferstehung dieser jüngsten großen Technologie-Revolution portraitiert die Serie deren Protagonisten. Sowohl in Form von echten Interviews, als auch in lebhaft nachgespielten Szenen.

In 2 x 45 Minuten bekam das Publikum bei der Premiere einen sehr guten Eindruck von der Dynamik – sowohl der Serie, als auch der tatsächlichen Ereignisse. Für die vier weiteren Folgen müssen sich Fans die Ausstrahlung bei National Geographic abwarten.

NAH AN DER WAHRHEIT? DISKUSSION IM EXPERTEN-PANEL

Direkt im Anschluss erzählten die vier Panel-Teilnehmer von ihren ganz persönlichen Erlebnissen aus den Anfängen des Internets:

  • Constantin Schwaab (Unternehmer und Gründer von Plain Energy, Kinoheld und Wirelane)
  • Jean-Paul Schmetz (Chief Scientist Burda Forward, Gründer & COO Cliqz)
  • Axel Gundolf (Director TV der FOX NETWORKS GROUP GERMANY)
  • Dr. Florian Mann (CEO WERK1 & Mitgründer von FERTILA)

Moderiert wurde die Diskussion von der Markenstrategin und Organisationstrainerin Anais Bock.

© National Geographic / Sebastian Gabriel

Jean-Paul Schmetz war damals im Auftrag der Burda Digital GmbH als Investment-Scout tätig und kennt daher jeden der Protagonisten. Sowohl er, als auch Constantin Schwaab, der 2008 im Silicon Valley nach Businesspartnern suchte, benannten das einzigartige, hochverdichtete Ecosystem im Valley als Schlüsselfaktor seines Erfolgs. Gleichzeitig begünstigten die amerikanische Gesetzgebung und der riesige, amerikanische Binnenmarkt die Bedingungen für dort ansässige Startups. Doch auch in Deutschland würde die Gründerkultur mittlerweile sehr stark gefördert. Aufholbedarf sehen alle Panelisten allerdings im Bereich der Gründermentalität: Liberalismus, Toleranz, Agilität, Netzwerk und „Groß-Denken“. Hier hinke Deutschland noch signifikant hinterher und vergrabe sich lieber in Excel-Listen, anstatt auch jenes ganz entscheidende Startup-Mindset selbstbewusst zu kultivieren.

GRÜNDEN IM 21. JAHRHUNDERT UND IM WERK1

An dieser Stelle kommt das WERK1 ins Spiel. Denn als Ecosystem sind Startup-Hubs wie das WERK1, in denen sich Gründer vernetzen, austauschen und gegenseitig unterstützen können, beinahe unverzichtbar. Hier entstehen und wachsen Ideen. Die Idee zu dieser Veranstaltung zum Beispiel! Denn das Team von National Geographic ist im WERK3 ansässig. Da war eine Kooperation mit dem WERK1 im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend. Und wer weiß, welch fruchtbare Gespräche erst im Anschluss an Screenings und Panel bei Feinkost-Burgern und Hotdogs geführt wurden …!

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Curiosity.ai im WERK1 – Die Mission: Das Wissen aus Firmendokumenten befreien

Einen kompletten Tag pro Arbeitswoche – so viel Zeit vergeudet ein Mitarbeiter laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey durchschnittlich mit der Suche nach Informationen, bevor er seine eigentlichen Aufgaben angehen kann. Die WERK1-ResidentsLeon Zucchini und Rafael Fernandes stießen in ihrem Arbeitsalltag selbst auf dieses Problem und entwickelten daraufhin eine Lösung. Ihr Startup Curiosity.ai hilft Unternehmen dabei, das über Jahre angehäufte Wissen aus unstrukturierten Dokumenten wie E-Mails, Präsentationen, und Co. herauszulösen und damit bisher ungenutzte Potentiale auszuschöpfen.

WAS BIETET CURIOSITY.AI?

Leon erklärt: „Stellt euch das Internet einmal ohne Google vor. In den meisten Unternehmen sieht der Arbeitsalltag genau so aus. Du bist umgeben von Protokollen, Präsentationen, Textfeldern in Datenbanken, aber du kannst nichts finden, wenn du nicht den genauen Begriff kennst, unter dem dein Kollege vor 20 Jahren das Dokument abgespeichert hat.“ Nach hilfreichen Inhalten suchen kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch frustrierend. Die KI-Technik der beiden hilft dabei das zu verhindern, sowie Doppelarbeit zu vermeiden und versteckte Zusammenhänge aufzuzeigen.

Das funktioniert, indem die KI-Software die Informationen aus allen Dokumenten des Unternehmens extrahiert und zu einem so genannten Knowledge-Graph zusammenfügt, der das komplette Firmenwissen abbildet. Auf Basis dieser Technologie können Mitarbeiter auf das Wissen zugreifen: Über Kognitive Suchfunktionen, automatisches Tagging und Dokumentenanalyse. Das Besondere an dem System erklärt Co-Founder Rafael: „Keine künstliche Intelligenz ist von Anfang an perfekt, Fehler sind normal. Denn die unstrukturierte Sprache, die in Firmen vorherrscht, ist extrem komplex. Unser Ansatz war es, ein System zu entwickeln, das sich immer weiter verbessert, indem es von den Nutzern lernt. Sie sind schließlich die Experten! Und durch sie wird es mit der Zeit immer intelligenter.“

HINTERGRÜNDE UND ENTWICKLUNG DES STARTUPS

Vor sechs Monaten begann die Startup-Reise – erst in Leons Wohnzimmer. Ein wichtiger Meilenstein sei der Umzug ins WERK1 gewesen. „Das war ein großer Fortschritt. Es haben sich schon in den ersten Tagen interessante Gespräche und Kontakte zu anderen Startups und Investoren ergeben. Und man hat uns von Anfang an freundlich aufgenommen.“ Hinzu kämen die Vorteile des Standorts München: Gute Anbindungen, Kapital und eine hohe Lebensqualität. „Nicht umsonst wird München immer wieder zu den lebenswertesten Städten gewählt. Das haben wir auch bei den ersten Jobausschreibungen gemerkt“, erzählt Leon. „Die Bewerbungen kamen aus 20 verschiedenen Ländern.“

WHAT’S NEXT? –  EIN AUSBLICK

Das gute Feedback auf die Stellenausschreibungen trifft sich gut für Leon und Rafael. „Wir benötigen natürlich sehr speziell ausgebildete Mitarbeiter. Und wir brauchen sie sehr bald. Denn Curiosity wächst stetig: Erste Kunden sind im Boot und erste Produktversionen gehen live.“ Trotz vollem Terminplan ist es wichtig für Rafael und Leon, sich in die WERK1-Community einzubringen und ihr etwas zurückzugeben. Leon: „Wir haben schon viele Ideen, die man gemeinsam umsetzen könnte. Bis hierhin aber erst einmal vielen Dank an euch vom WERK1, ihr macht einen wirklich tollen Job!“

WERK1 - Resident - curiosity.ai - Logo

Startup: Curiosity.ai
Webseite: www.curiosity.ai
Kontakt: hello@curiosity.ai