Monat: Oktober 2019

Das war der ProChile Innovation Summit München im WERK1

Die traumhaft gelegene Metropole am Rande des größten Gebirges des Kontinents ist ein wahrer Hidden Champ in Sachen starke Gründerszene. Nicht nur die Jungen Wilden zeigen sich hier von ihrer erfolgreichsten Seite. Die alt-eingesessenen Größen der Wirtschaft ergeben zusammen die Hauptstadt des nationalen Aktienindex. Dieses imposante Intro könnte fast ebenso für München stehen. Gemeint ist aber Santiago de Chile. Der ProChile Innovation Summit war als einziges europäisches Event der Art also scheinbar mit gutem Grund in der Isarmetropole anzutreffen.

Exportförderung mit Bayrischer Unterstützung

Um die eigene Wirtschaft noch stärker an der Exportfront aufzustellen, hat Chile mit seinen 56 internationalen Exportförderungsbüros eine lange Historie diplomatischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit vorzuweisen. Seit Beginn des Jahres steht auch München wieder auf der langen Liste der interessanten Märkte. In der Eröffnungsrede des ProChile Direktors, Jorge O’Ryan, wurde klar, dass es ihm ein persönliches Anliegen ist, die kurzfristige Abwesenheit einer örtlichen Dependance rückgängig zu machen. Nachdem der ehemalige Botschafter Chiles sein neues Amt bekleidet hatte, wurde ihm klar, dass München mit seinen exzellenten B2B Möglichkeiten nicht nur unbedingt auf die Liste der Handelsvertretungen gehört, sondern sich auch gleich bestens als europäischer Veranstaltungsort für das wichtigste Networking-Event der Behörde eignet. Es gehört nicht zwangsläufig zur 45-jährigen DNA von ProChile, den Fokus auf die Startups des Landes zu richten. Zu lang die Liste an vergangenen Exportschlagern. Aber eine solide Entrepreneur-Szene ist die wichtigste Säule des Social Economic Development Chiles und somit auch für Jorge O’Ryan.

Zweitägiger Gipfel im WERK1

Nachdem für den Asiatischen und Amerikanischen Kontinent bereits Events in Peking und Miami stattgefunden haben, wollte ProChile mit dem Innovation Summit nun sowohl die bayrische, als auch die eigene Gründerszene mit der Münchner Politik und Wirtschaft vernetzen. Entsprechend las sich die Gästeliste der Speaker, ranghohe Diplomaten, Politiker und Investoren. Zwei Tage lang wurden im WERK1 Workshops, Panel, Keynotes und Social Events abgehalten. Gesondert geladene Gäste hatten darüber hinaus die Gelegenheit, dem Microsoft Headquarter Germany und dem BMW Werk mit einer privaten Tour einen Besuch abzustatten. Abschluss für den zweiten Tag bildete eine zweistündige Venture Capital & Pitch Session. Auch wenn die 48-stündige Veranstaltung für alle Teilnehmer ein straffes Programm bedeutete, kamen die nötigen Networking-Gespräche in geselliger Atmosphäre im WERK1 nicht zu kurz.

Die „homebase“ der Startups

Dass der erste ProChile Innovation Summit auf europäischem Boden am Startup-freundlichsten Ort Münchens stattfand, war quasi die logische Konsequenz. Das WERK1 hat dabei nicht nur das passende Ökosystem aus Gründerspirit und Vernetzung zur Wirtschaft und Wirtschaftspolitik des Landes geliefert, sondern auch die gewohnte Gastfreundschaft. Clemens Baumgärtner als Referent für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München (und Wiesn Chef, soviel Zeit muss sein) bezog sich bei seiner Eröffnungsrede genauso gerne auf die Gastgeberattribute Bayerns und München im Speziellen. So ist für ihn völlig klar, dass Chile mit der Landeshauptstadt nicht nur einen starken Handelspartner zu erwarten hat, sondern auch den richtigen Ort, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Stadt hat mit seinen 17 Universitäten zum Einen eine extrem starke akademische Gründerszene, zum Anderen aber auch die entsprechenden Unternehmen von relevanter Größe und Marktplatzierung, die für ein vitales B2B-Umfeld wichtig sind. Jedes noch so gute Geschäftsmodell braucht am Ende eben auch zahlungswillige Kunden.

Die Münchner Mischung macht’s!

Am Schluss war Baumgärtner noch wichtig zu erwähnen, dass die „Münchner Mischung“ nichts ist, was die Stadt in die Wiege gelegt bekam. Die ausgewogene Verteilung unterschiedlicher Wirtschafts- und Unternehmensstrukturen liegt München besonders am Herzen. Nur wenn KMU’s, Konzerne und Kleinstunternehmen sich gleichermaßen das Feld teilen wie die unterschiedlichen Branchen und Sektoren, kann eine Stadt stabil durch Krisenzeiten gehen. Das Jahr 2008 habe einfach gezeigt, wie wichtig eine vielfältige Wirtschaft sei, wie wir sie in München haben. Insofern sei völlig klar, welche Stellung auch die Münchner Startup-Kultur habe. Nur dort wo Neues wächst, könne Altes auch gedeihen.

Entrepreneurship international vernetzen

Nicht weniger zufrieden zeigte sich auch WERK1 CEO Dr. Florian Mann während des ProChile Innovation Summit. Für ihn stelle sich sowieso gar nicht erst die Frage, welche Stellung München als Startup-Spot habe. Immerhin haben wir zwei Eliteuniversitäten, eine extrem hohe Talent-Dichte, Headquarter aus IT, Automotive, Aerospace, Beratung und vieles mehr. Auch wenn hier nur ein Drittel der VC’s anzutreffen sei, also im Vergleich zu Berlin und Co. recht wenig, habe die Stadt schlicht ein innovatives Ökosystem. Umso schöner, wenn in einem solchen Umfeld das WERK1 als Brand funktioniere und sich internationales Entrepreneurship bei uns vernetzen wolle. Für Florian Mann steht auf jeden Fall noch im November die nächste Reise nach Santiago auf dem Plan. Dort wird er als Gastjuror in einer nationalen Pitch Session einen Platz im WERK1 zu vergeben haben. Wir dürfen also gespannt bleiben, was uns der landestypische Gründergeist aus der Ferne noch so ins WERK1 bringt…

Im WERK1 zum “europäischen Tech-Champion”: Frank Thelen investiert Millionen in Smartlane

Zum Ende ihrer Zeit im WERK1 ist das Team von Smartlane der eigenen Vision einer vollständigen Digitalisierung der Logistik-Branche einen großen Schritt näher gekommen!

Startup-Investor Frank Thelen und sein Freigeist-Team halten Smartlane für einen “europäischen Tech-Champion”, was ihnen das bisher größte Einzelinvestment wert war. Das Team rund um die Gründerin Monja Mühling möchte jetzt das eigene Wachstum beschleunigen und eine internationale Marke aufbauen.

Doch die Münchener Unternehmerin entschied sich für den Bonner Gründer und Investor Frank Thelen und seinen Wagniskapitalfonds Freigeist Capital, der nun mit einem hohen einstelligen Millionenbetrag in die 2015 gegründete Firma investiert, wie das Handelsblatt exklusiv erfuhr.

In kein anderes Unternehmen hat Thelen, bekannt durch das TV-Duell „Höhle der Löwen“, bislang mehr investiert. Aus gutem Grund, wie er findet. „Smartlane hat das Potenzial, ein europäischer Tech-Champion zu werden“, sagt er.

Handelsblatt Online am 6. Oktober 2019

Update: 7. Oktober 2019


Wenn Erfahrung, Unternehmergeist, die richtige Idee und das nötige Knowhow aus den Bereichen IT, Logistik und Verkehr zusammenkommen, ist der Rahmen für ein erfolgreiches digitales Startup-Projekt abgesteckt – so auch im Fall von Smartlane. Zusammen mit ein wenig Starthilfe aus dem WERK1, wird daraus eine gemeinsame Erfolgsgeschichte.

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Seit Mitte 2015 entwickelt das Gründerteam eine Lösung für automatisiertes, digitales Liefermanagement. Die zugrundeliegende Technologie basiert auf dem vereinten Wissen von mehr als 20 Jahren Forschung an der Schnittstelle zwischen IT und Verkehr an der TU München. Smartlane nutzt Big-Data-Technologien zur Integration von hochdynamischen unternehmensinternen und externen Daten. Routen können somit in Echtzeit – im Hinblick auf die Ressourcenauslastung der Flotte, Benzinkosten, das Verkehrsaufkommen uvm. optimiert und Fahrer gezielt gesteuert werden. Das Ziel des Teams ist es, mit der intelligentesten und benutzerfreundlichsten Software den Standard für die moderne Liefer- und Dienstleistungslogistik zu etablieren. Das Ergebnis ist simpel und beeindruckt die Kunden zugleich: Zuverlässig hohe Servicequalität, Umsatzsteigerung, Kostenreduktion und Entlastung der Mitarbeiter.

Die Vision von Smartlane: Die vollständige Automatisierung der Logistik-Branche.
Florian Schimandl, Mitgründer und Geschäftsführer von Smartlane:

Smartlane vereint mit seiner SaaS-Lösung maximale Automatisierung, herausragende Intelligenz und modernste Usability in nur einem Produkt. Mit unserer cloudbasierten Software bieten wir mittelständischen Unternehmen im Bereich Lieferlogistik den einfachsten Einstieg in die Digitalisierung. Unseren Kunden ist es möglich, den Trend der On-Demand-Logistik nicht als unüberwindbare Herausforderung, sondern als große und vor allem auch nachhaltige Chance zu begreifen und gewinnbringend zu nutzen.

GUT GEWACHSEN IM WERK1

Mit Einzug in das WERK1 im Januar 2016, stand Smartlane auch das Finanzierungscoaching zur Verfügung – ausgeführt durch BayStartUP. Mit Erfolg: Ende 2016 konnte das Startup eine erfolgreiche erste Finanzierungsrunde durch ein Family Office vorweisen. Nach Umwandlung der UG in eine GmbH wurde auch das Team größer – die ersten Mitarbeiter in den Bereichen Marketing/PR und Design/Branding wurden eingestellt und ein größerer Büroraum im WERK1 wurde bezogen. Neben dem Team ist natürlich auch die Software mitgewachsen und Mitte des Jahres 2017 wurde die erste Version von Smartlane auf den Markt gebracht. Auch das mit Erfolg. Denn mittlerweile ist Smartlane deutschlandweit vertreten, Partner von DER KURIER (der Expresssparte von GLS) und auch bei der Deutschen Bahn zur Optimierung der Touren von Lastenrädern mit involviert. Um weiter den Vertrieb und die Entwicklung auszubauen – und somit wachsen zu können – steht nun eine zweite Finanzierungsrunde bevor, die erneut durch BayStartUP begleitet wird.

SMARTLANE UND DAS WERK1

Smartlane ist für uns im WERK1 ein tolles Beispiel, wie wir ambitionierten Gründern bei der Verwirklichung ihrer Vision unterstützen möchten: Attraktive und erschwingliche Büroräume in jeder Größe und die Möglichkeit, auch kurzfristig mehr Platz für wachsende Unternehmen zu bieten, Zugang zu unserer Community und effektives Coaching, um Schwierigkeiten in der Anfangsphase einer Gründung zu überwinden. Doch fragen wir die Gründer von Smartlane selbst:

Warum habt Ihr Eure Büroräume im WERK1 und würdet Ihr anderen Startups aus dem digitalen Bereich diesen Schritt empfehlen?

Florian Schimandl – CEO Smartland

Florian von Smartlane: Definitiv. Das Werk1 und die dazugehörige Infrastruktur können wir durchweg empfehlen. Sei es das regelmäßig stattfindende leckere Werksfrühstück, das Angebot von Workshops und Events, die Atmosphäre im Allgemeinen, … das WERK1 bietet unserer Meinung nach für Startups eine super Plattform, um sich auszutauschen. Auch wenn die Themenbereiche der einzelnen Startups im WERK1 breit gefächert sind, müssen wir trotzdem immer wieder feststellen, dass die Probleme doch größtenteils die gleichen sind und ein Austausch untereinander daher sehr wertvoll ist. Neben dem Austausch bietet das WERK1 zudem die Möglichkeit zu wachsen – auch wieder für Startups ein sehr wichtiger Aspekt. Daher können wir der Aussage „das WERK1 ist der wohl Startup-freundlichste Ort in München“ nur zustimmen.

Startup: Smartlane
Webseite: https://www.smartlane.de/
Kontakt: https://www.smartlane.de/kontakt/