Monat: Februar 2020

Eine Welt ohne Schranken – das Startup Peter Park digitalisiert das Parkraummanagement

Genug Parkplätze für alle und das auch im Zentrum von Großstädten? Keine Warteschlangen beim Automaten, keine verzweifelten Suchen nach freien Parkplätzen nach der Arbeit? – Was sich erst einmal utopisch anhört, ist bereits Realität. Die Gründer des WERK1-Startups Peter Park erkannten, wie die Branche des Parkraummanagements durch Digitalisierung eine optimale und stressfreie Parkflächennutzung erzielen kann.

Mit der Cloud-basierten B2B-Plattform für Betreiber ermöglicht der Software Dienstleister Peter Park einfaches Verwalten und die effiziente Nutzung von Parkflächen und Parkhäusern. Die Idee dahinter: Parkflächen können mit der Peter Park Software digitalisiert werden – beim Ein- und Ausfahren werden die Kennzeichen gescannt und die Parkdauer automatisch ermittelt. Der Parkende kann entweder per App oder am Automaten nach Angabe des Kennzeichens ganz bequem die Parkgebühr bezahlen. In der Branche werden Parkräume oft als statisch verstanden. Bei Peter Park begreift man Parkplätze als flexibel nutzbare Flächen, die mithilfe digitaler Abbildungen zu Tag und Nachtzeiten unterschiedlich genutzt werden können – ein bisschen wie Airbnb für Parkplätze also.

Die Vision eines derartigen Software-Services für Betreiber ist einmalig in Deutschland. „Die Software-zentrierte Herangehensweise hat deutliche Vorteile“, zeigt Florian Schaule, CTO bei Peter Park. „Sie ist flexibel und skalierbar, lohnt sich also für große Parkhäuser genauso wie für kleinere Parkflächen, bei welchen sich die Installation teurer Hardware-Systeme, die zudem regelmäßig gewartet werden müssen, nicht rentieren.“ Das Software-System funktioniert über eine vollautomatisierte Cloud – damit entfallen die Anschaffungs- und Wartungskosten von Servern, teure Updates und zeitaufwändigen Backups.

Startup vs. Festanstellung im Konzern

Die Gründer kennen sich bereits seit ihrer Arbeit für ein Projekt im Bereich Mobility App Development und entdeckten in der aktuellen Parkplatz-Situation einen Pain Point. Anfang 2019 entwickelten sie ihre Idee zum Produkt. Das System hat sich inzwischen bereits bundesweit in 50 Städten bewährt, von Garmisch bis Hamburg.

COO Patrick Bartler schätzt die Flexibilität und die Freiheit im Startup, etwas Eigenes zu entwickeln und aufzubauen. „Das Interessante am Gründen ist, dass man sich einerseits wahnsinnig reinhängen kann, aber auch ziemlich viele Freiheiten durch die eigene Priorisierung hat und dadurch sehr effizient arbeitet“, schilderte CEO Maximilian Schlereth. In Konzernen wird man oft mit dem Fakt konfrontiert, dass Probleme immer nur von einer Sichtweise betrachtet werden. Bei einem Startup hingegen hat man die Möglichkeit, „Probleme aus einer komplett neuen Perspektive anzugehen“, so Maximilian.

Peter Park und das WERK1

Seit einigen Monaten ist Peter Park nun Teil der WERK1 Family – doch wie sind sie eigentlich auf das WERK1 aufmerksam geworden? Für Maximilian, Florian und Patrick war das wichtigste Kriterium, einen Officespace mit einer guten Startup-Nachbarschaft zu finden: „Wir wollten wohin, wo es mehr nach Startup riecht“, so Patrick. Im WERK1 bekommen sie genau das: „Der Austausch mit der WERK1 Community, der direkte Zugang zu den Teams sowie die Chance, Beziehungen auf einer persönlichen Ebene aufzubauen“ waren für Maximilian Grund genug, die Office-Zelte von Peter Park im WERK1 aufzuschlagen. Auch von anderen Startups hatten sie bereits von der Möglichkeit gehört, hier eine starke Community aufzubauen, in der man sich gegenseitig unterstützt und von der Erfahrung anderer Startups profitiert. Als Start-Hilfe unterstützt das System von WERK1 mit Mentoring und Events. Die Community, die Location, die Räume sind einfach genial!“ kommentiert Maximilian. „Wo kriegt man in München schon sowas?“

Recruiting für Startups: Vernetzt euch!

Jedes Startup kommt früher oder später an den Punkt, an dem Recruiting eine immer wichtiger werdende Rolle spielt. Vor allem als Startup ist es eine Herausforderung, junge, hochqualifizierte Talente zu begeistern. Die bisherigen Anstellungen bei Peter Park funktionierten hauptsächlich über ihr eigenes Netzwerk und Abwerbungen aus den Kaderschmieden der deutschen Wirtschaft. Vor allem Leute, die direkt mit den Gründern zusammenarbeiten wollen, an einem Startup mitwirken oder den direkten Effekt und Erfolg sehen wollen, sind die besten Kandidaten. Der Standortvorteil Münchens ist sowohl in Hinblick auf die Anwerbung hochqualifizierter Talente als auch in Hinblick auf die Kundengewinnung herausragend. Die Möglichkeit des persönlichen Kontakts zwischen Gründer und potenziellen Mitarbeitern oder Talenten ist schneller realisierbar. Ebenso wichtig wie das Netzwerk ist auch die Sichtbarkeit des Startups, da zwar das positive Startup-Image vorliegt, aber der Bekanntheitsgrad, wie z.B. bei einem alteingesessenen Dax Konzern, gerade am Anfang nicht so hoch ist. „Aus diesem Grund muss die Sichtbarkeit von jungen, ambitionierten Startups gefördert werden, um geeignete Mitarbeiter anzuziehen“, so Peter Park. Das sehen wir ebenso.

Wir von WERK1 freuen uns darauf, Peter Park in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu begleiten!

Peter Park Logo

Startup: peter park
Kontakt: info@peter-park.de
Webseite: www.peter-park.de

“Wir müssen reden” – Logopädie-App-Entwickler neolexon überzeugt 45 Krankenkassen

Update: 3. Februar 2020 |

neolexon Artikulations-App: Mehr als jede dritte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland erstattet seit 1. Februar die App von Neolexon. 

Die ersten Wörter sind besondere Momente, für Kinder und ihre Eltern. Aber nicht jedes Kind spricht gleich problemfrei, bei 1,12 Millionen Kindern in Deutschland ist die Sprach- entwicklung beeinträchtigt. Meistens hakt es an der Aussprache. Wird eine Artikulations- störung beim Kind frühzeitig erkannt und sprachtherapeutisch betreut, lässt sich diese gut behandeln. 

Entscheidend für einen Behandlungserfolg ist regelmäßiges Üben. Herkömmliche Übungs- aufgaben und -blätter sind für Kinder meist wenig motivierend. Die neolexon Artikulations-App setzt auf Gamification. Zusammen mit der Spielfigur feilen Kinder in fünf abwechslungsreichen Spielmodulen an ihrer Aussprache. Die Übungsaufgaben werden vorher von einem Sprachtherapeuten eingestellt und je nach Therapieerfolg angepasst. Somit kann die Aussprache zielgenau therapiert werden. Das Ziel: Die App soll den Kindern Spaß machen, ihre Lust an der Sprachtherapie steigern und die Therapie schneller zum Erfolg führen. 

Die App wurde von Sprachtherapeutinnen und Wissenschaftlern der neolexon UG entwi- ckelt. Die neolexon UG ist eine Ausgründung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nachdem das Münchner Startup in den vergangenen Monaten bereits die ersten Kranken- kassen für eine Kostenübernahme der neolexon Artikulations-App gewinnen konnte, verkündet es nun einen weiteren großen Erfolg: Zum 1. Februar unterstützen auf einen Schlag 45 Betriebs- krankenkassen das neue Versorgungsangebot. Für Versicherte, die sich in einer logopädi- schen Behandlung befinden, übernehmen somit aktuell bundesweit 46 gesetzliche und 3 private Krankenkassen die Kosten. 

Die neolexon Artikulations-App ist die erste Sprachtherapie-App in Deutschland, die als Medizinprodukt eingetragen ist. Sie wird bereits von zahlreichen Logopäden in ganz Deutschland als Er- gänzung zur Therapie angeboten. Sowohl der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. sowie der Deutsche Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie e.V. berichten positiv über die Innovationen der neolexon UG, die bereits zahlreiche Auszeichnungen auf Bundes- und Landesebene erhalten hat.


Neolexon im WERK1

Wir müssen reden. Wir alle. Sprechen ist unsere Verbindung zur Welt. Doch für viele Menschen ist das „leichter gesagt als getan“. Wie wichtig das für unseren Alltag ist, merkt man besonders, wenn zum Beispiel durch einen Schlaganfall die Fähigkeit zu Sprechen verloren geht und man sich mühsam in die Welt der akustischen Kommunikation zurückkämpfen muss. Das WERK1-Startup Neolexon hilft dabei – mit der modernsten Logopädie-App auf dem Markt.

Üben – der Schlüssel zum Therapie-Erfolg – Eigentlich

10 Stunden Sprachtherapie pro Woche empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Neurologie. Die Realität sieht anders aus: In der Therapie üben Patienten in der Regel gerade einmal eine Stunde pro Woche. Viel zu wenig und aktuelle Angebote sind wenig auf Alltagssituationen zugeschnitten. Da muss eine Lösung her, fand Hanna Jakob. Als sie während ihres Sprachtherapie-Studiums in einer Klinik als Sprachtherapeutin arbeitete, war oft nicht einmal Zeit für diese so wichtige Übungssession, weil die Patienten erst einmal den Schluckreflex trainieren mussten. Auch die bereits vorhandenen, therapiebegleitenden Apps waren nicht benutzerfreundlich und damit wenig hilfreich. Auf Basis aktueller Forschungsergebnisse gründete Hanna 2017 deshalb zusammen mit ihrer Sprachtherapeuten-Kollegin Mona Späth Neolexon.

Neolexon – Smartes Sprachtraining

Das digitale Logopädie-Therapiesystem Neolexon umfasst sowohl eine App für Therapeuten, als auch eine zum Eigentraining für Patienten und ist als Medizinprodukt zertifiziert. Basis ist eine einzigartige Datenbank, mit rund 10.000 Übungsbegriffen mit zugehörigen Bildern und Aussprache-Videoclips. Daraus können Logopäden ein individuelles Set an Begriffen erstellen, die sich sowohl unter therapeutischen Aspekten, als auch hinsichtlich ihrer Alltagsrelevanz für den jeweiligen Patienten am besten eignen. Mit diesem wissenschaftlich fundierten, höchst flexiblen System hebt sich Neolexon deutlich von anderen Sprachtraining-Apps ab. Darüber hinaus sind  viele Motivationselemente eingereiht, damit das Üben auch zuhause Spaß macht und effektiv ist. Im April 2019 folgte die Version neolexon Artikulations-App für Kinder mit Artikulationsstörungen. Ideen zu weiteren Anwendungsfeldern gehen den beiden Gründerinnen so schnell nicht aus – auch dank ihrer nach wie vor engen Bindung zum Institut für Phonetik und Sprachverarbeitung der LMU München.

Neolexon zum Fliegen bringen

Jetzt gilt es allerdings, das bestehende, System an den Mann und die Frau zu bringen. Aufgrund unterschiedlichster Interessensgruppen wie Therapeuten, Patienten, Angehörigen, Kliniken und Krankenkassen, muss Neolexon auf vielerlei Ebenen agieren. Letztere sind dabei das wichtigste und gleichzeitig aufwendigste Projekt. Einen ersten großen Milestone hat Neolexon bereits hinter sich: Die Aufnahme der neolexon Artikulations-App in das Programm der Techniker Krankenkasse.

Ins WERK1 gekommen, um (so lange wie möglich) zu bleiben

Nach mehreren Förderprogrammen wie EXIST und FLÜGGE steht das insgesamt vierköpfige Gründerteam mit ihrem Startup nun auf eigenen Beinen. Nach der ersten Phase an der Uni konnten sie, wie Hanna noch immer sichtlich erleichtert erzählt, „sehr kurzfristig“ ins WERK1 umziehen. Die Kombination aus eigenem Büro plus Austausch mit anderen Startups – entweder im WERK1-Alltag oder auf diversen Inhouse-Events wie z.B. dem „AfterWERK“ – bildet für sie das ideale Wachstumsumfeld. Und wenn dementsprechend der Platzbedarf bei Neolexon in nächster Zeit wächst, findet sich im WERK1 auf jeden Fall eine Lösung. Da ist sich Hanna sicher. So schnell wollen sie und ihr Team hier definitiv nicht weg! Im Gegenzug tragen sie als eines der wenigen Medi-Startups fleißig zur Diversität in der WERK1-Community bei.

Neolexon - Logo

Startup: Neolexon
Kontakt: info@neolexon.de
Webseite: www.neolexon.de