Autor: Julia Katharina Tomski

Cliniserve im WERK1 – mit Digitalisierung den Pflege-Notstand beheben

„Das Schönste an unserer Arbeit: Die Pflegekräfte sind einfach unheimlich dankbar. Endlich setzt sich mal jemand mit ihren Problemen auseinander.“ Bevor Jaakko Nurkka, einer der Gründer hinter den digitalen Pflege-Organisations-Tools von Cliniserve, zu seinem letzten Termin des Tages losstartet, treffen wir ihn im WERK1-Café zum Interview. Jaakkos Tage sind meistens lang. Denn Cliniserve hat sich einer Mammut-Aufgabe verschrieben: Märkte mit komplexen und veralteten Strukturen, bei gleichzeitig enormem Volumen anzugehen – die Gesundheitssysteme weltweit.

Mit Digitalisierung das „Pflege-Problem“ angehen

Etwa 100.000 Pflegekräfte fehlten zurzeit in deutschen Kliniken. Und die Arbeit derer, die „den Gesundheitsladen am Laufen halten“, falle mitunter chaotisch aus, erzählt uns Jaakko. Er wisse das aus eigener Erfahrung. Vor der Gründung des Startups Anfang 2018 absolvierten er und seine beiden Co-Founder, Quirin Körner und Julian Nast-Kolb, mehrere Praktika in Kliniken und Pflegeheimen und erfuhren so aus erster Hand, welcher Belastung Pflegekräfte im regulären Schichtbetrieb ausgesetzt sind. „Ein großes Problem ist die rein binäre Kommunikation: Der Patient klingelt oder klingelt nicht. Ob er nur etwas zu trinken braucht oder Atemnot hat, weiß die Pflegekraft vorher nicht, muss aber trotzdem immer laufen“, sagt Jaakko. Genau hier setze Cliniserve an. Genauer gesagt die App. Der Patient kann sie über einen QR-Code am Bett – natürlich datenschutzkonform – auf sein eigenes Smartphone laden und über intuitive Buttons konkret kommunizieren, was er in der jeweiligen Situation brauche. Das Pflegeteam organisiert die Aufgaben dann über ihr eigenes Cliniserve Smartphone, delegiert nach Qualifikationsstufen und spart die wichtigste Ressource in der Pflege: Zeit!

Pflege & Digitalisierung: Echtes Neuland!

In der Praxis organisieren deutsche Krankenhäuser die meisten Abläufe noch via Stift und Papier. Das Team von Cliniserve kann bei der Digitalisierung der Pflege also auf grüne Wiese blicken – weitestgehend ungestört, aber auch ohne nennenswerte Unterstützung. Eine jüngere Generation von Pflegekräften fordere aber zunehmend digitale Prozesse bei der Arbeit. Und wenn der aktuelle Pflegenotstand zumindest ein Gutes habe, dann ist es die Tatsache, dass diese Bedürfnisse der Pflegekräfte nun gehört würden. Gute Aussichten für Cliniserve!

Mehrwert auch ohne IT-Integration

Wir sind gerade in der guten Situation, dass unsere Kunden mit ihren Problemen auf uns zukommen, erklärt Jaakko weiter. Cliniserve entwickle daher das System weiter mit Funktionen, die über die Vereinfachung der Patientenkommunikation weit hinausgehen. Mit einer Einschränkung: „Die hauseigene Klinik-IT ist meistens zu komplex, als dass wir schnell ein integriertes System aufsetzen könnten. Wir stellen daher sowohl Soft- als auch Hardware und bieten Integration nur als langfristigen Mehrwert an.“ Langfristig soll Cliniserve – so die Vision der drei Gründer – aber tatsächlich das vollintegrierte Betriebssystem der Pflege werden. Und damit die Arbeit in der Pflege grundlegend verändern.

Hilfe beim Wachsen

Mit dieser Vision konnte gerade die erste Runde zur Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen werden. Heißt: Vollzeit-Verstärkung für Jaakko, Julian, Quirin und ihre aktuell drei weiteren Mitarbeiter. Sowohl die damit notwendige Erweiterung der Büroräume im Oktober 2019, als auch ein weiterer Umzug innerhalb des WERK1 Anfang 2020 ist damit gesichert und terminlich festgezurrt. „Das Team vom WERK1 ist da immer sehr, sehr bemüht“, betont Jaakko zufrieden.

Bestätigt: Der ‘Startup-freundlichste’ Ort in München

Und überhaupt – die anfängliche Skepsis der Cliniserve-Gründer, ob das hier nicht alles ein wenig zu „startup-hip“ werden könnte, sei schnell vergessen gewesen: „Im WERK1 herrscht eine angenehme Mischung aus Ruhe zum Arbeiten und vielen Gelegenheiten, um Rat zu Suchen und zu Networken.“ Dazu zählen Jaakko und sein Team auch Branchen-Events, wie den Health Accelerator von Roche, über den Cliniserve selbst zum WERK1 kam. Events wie die Recruiting-Messe oder einfach ein unkompliziertes Mittagessen mit anderen Gründern. „Seinem Anspruch, der ‘Startup-freundlichste’ Ort in München zu sein, wird das WERK1 aus unserer Sicht mehr als gerecht“, lobt der Gründer. Und muss dann aber wirklich los zu seinem Termin…

Bleibt uns noch die Zeit, um für das interessante Gespräch zu danken. Und für einen Wunsch: Möge die Businessidee von Cliniserve genau den positiven Impact auf die Gesellschaft haben, für den die Crew so brennt. Sodass wir alle in einigen Jahren mit gutem Gefühl alt werden können. Weil wir wissen, dass wir im Notfall in der Pflege gut aufgehoben sind.

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Startup: Cliniserve
Kontakt:  info@cliniserve.de
Webseite: www.cliniserve.de

Gastronomie-Erlebnisse neu denken – ORDA im WERK1

Chris, Janis und Peter studieren zusammen, haben Mittagspause – und Hunger! Im überfüllten Mittagslokal können sie einen begehrten Tische ergattern. Doch die einzige Kellnerin ist mit dem mittäglichen Ansturm etwas überfordert. Die Pausenuhr tickt: Eine Schlange von anderen Gästen, welche ihr Essen zum Mitnehmen bestellen möchten, wartet mit knurrenden Mägen. Warum ist es eigentlich nicht möglich, die Bestellung über eine App aufzugeben? Wäre doch viel einfacher! Und die Zeit bis zum fertigen Essen könnte produktiv genutzt werden. Irgendwann kommt die Kellnerin und auch das Essen. Mist,… kann man hier eigentlich mit Karte bezahlen? Nein. „Auch das könnte man doch ganz easy per App organisieren“, denken sich die drei. Die Idee zu ORDA ist geboren – das war 2017.

Gastronomen und Kunden sollen profitieren

Das ist die Mission von ORDA: Um diese zu erfüllen, übernimmt die App die Schritte, die sich beim Restaurantbesuch digitalisieren und damit vereinfachen bzw. beschleunigen lassen: Bestellung und Bezahlung. Für den Gast hat ORDA die Vorteile schnell über das Smartphone zu bestellen, bargeldlos zu bezahlen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Gastronomen können so zum einen ihre Wirtschaftlichkeit signifikant steigern, zum Beispiel durch optimierte Auslastung und größere Durchschnittswarenkörbe. Zum anderen können sie dank Entlastung des Servicepersonals dem Gast mehr Aufmerksamkeit schenken.

Immer NOCH ein bisschen „smoother“

Digitale Bestell- und Bezahlsysteme sind hier und dort bereits im Einsatz. Da man ORDA aber bereits auf seinem eigenen Smartphone hat, macht das die ganze Sache für den Nutzer schon einmal deutlich unkomplizierter. Für ORDA liegt die größte Challenge darin, einen B2C2B Markt aufzubauen und den Nutzen sowohl für den Anwender als auch für Gastronomen zu maximieren, ohne dabei Kompromisse eingehen zu müssen. Das Ziel ist es, dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, seine Zeit zu nutzen und die Mittagspause so gut wie möglich zu genießen.

ORDA fühlt sich „pudelwohl“

Seit ORDA 2017 mit dem ersten Restaurant live ging, konnte das mittlerweile 13-köpfige Team nach einer erfolgreichen Investitionsrunde den Schwerpunkt auf den Aufbau eines starken Teams und auf die enge Zusammenarbeit mit Anwendern und Partnern legen. Hier, im WERK1 fühlt sich das Startup seit Anfang 2019 „pudelwohl“. Gerne nutzen sie die Möglichkeiten zum Networking wie das AfterWERK oder das monatliche Werksfrühstück. Gleichzeitig beflügele sie das Gefühl, „Teil von etwas Größerem zu sein“, lässt uns Head of Marketing, Carmen de la Iglesia, wissen, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. So wie draußen mit dem Werksviertel ein ganz besonderer Stadtteil Münchens gestaltet wird, könne ORDA im WERK1 aktiv die Zukunft des Business Hubs mitgestalten. Und nicht nur die!

Aus dem WERK1 nach ganz Europa

Bis 2028 – so die Vision – will ORDA europaweit Pionier und Vorreiter der digitalen Bestellung und Bezahlung in der Gastronomie sein. Schon innerhalb dieses Jahres soll sich das ORDA Team verdoppeln. Wir vom WERK1 wünschen weiterhin viel Erfolg! Und freuen uns jetzt schon, wenn das Gastronomie-Erlebnis 3.0 in Zukunft auch im Werksviertel Einzug hält. Für eine noch entspanntere Lunch-Pause.

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Startup: ORDA
Kontakt: kontakt@orda-app.com
Webseite: www.orda-app.com

“Wir müssen reden” – Logopädie-App-Entwickler Neolexon im WERK1

Wir müssen reden. Wir alle. Sprechen ist unsere Verbindung zur Welt. Doch für viele Menschen ist das „leichter gesagt als getan“. Wie wichtig das für unseren Alltag ist, merkt man besonders, wenn zum Beispiel durch einen Schlaganfall die Fähigkeit zu Sprechen verloren geht und man sich mühsam in die Welt der akustischen Kommunikation zurückkämpfen muss. Das WERK1-Startup Neolexon hilft dabei – mit der modernsten Logopädie-App auf dem Markt.

Üben – der Schlüssel zum Therapie-Erfolg – Eigentlich

10 Stunden Sprachtherapie pro Woche empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Neurologie. Die Realität sieht anders aus: In der Therapie üben Patienten in der Regel gerade einmal eine Stunde pro Woche. Viel zu wenig und aktuelle Angebote sind wenig auf Alltagssituationen zugeschnitten. Da muss eine Lösung her, fand Hanna Jakob. Als sie während ihres Sprachtherapie-Studiums in einer Klinik als Sprachtherapeutin arbeitete, war oft nicht einmal Zeit für diese so wichtige Übungssession, weil die Patienten erst einmal den Schluckreflex trainieren mussten. Auch die bereits vorhandenen, therapiebegleitenden Apps waren nicht benutzerfreundlich und damit wenig hilfreich. Auf Basis aktueller Forschungsergebnisse gründete Hanna 2017 deshalb zusammen mit ihrer Sprachtherapeuten-Kollegin Mona Späth Neolexon.

Neolexon – Smartes Sprachtraining

Das digitale Logopädie-Therapiesystem Neolexon umfasst sowohl eine App für Therapeuten, als auch eine zum Eigentraining für Patienten und ist als Medizinprodukt zertifiziert. Basis ist eine einzigartige Datenbank, mit rund 10.000 Übungsbegriffen mit zugehörigen Bildern und Aussprache-Videoclips. Daraus können Logopäden ein individuelles Set an Begriffen erstellen, die sich sowohl unter therapeutischen Aspekten, als auch hinsichtlich ihrer Alltagsrelevanz für den jeweiligen Patienten am besten eignen. Mit diesem wissenschaftlich fundierten, höchst flexiblen System hebt sich Neolexon deutlich von anderen Sprachtraining-Apps ab. Darüber hinaus sind  viele Motivationselemente eingereiht, damit das Üben auch zuhause Spaß macht und effektiv ist. Im April 2019 folgte die Version neolino für Kinder mit Artikulationsstörungen. Ideen zu weiteren Anwendungsfeldern gehen den beiden Gründerinnen so schnell nicht aus – auch dank ihrer nach wie vor engen Bindung zum Institut für Phonetik und Sprachverarbeitung der LMU München.

Neolexon zum Fliegen bringen

Jetzt gilt es allerdings, das bestehende, System an den Mann und die Frau zu bringen. Aufgrund unterschiedlichster Interessensgruppen wie Therapeuten, Patienten, Angehörigen, Kliniken und Krankenkassen, muss Neolexon auf vielerlei Ebenen agieren. Letztere sind dabei das wichtigste und gleichzeitig aufwendigste Projekt. Einen ersten großen Milestone hat Neolexon bereits hinter sich: Die Aufnahme von neolino in das Programm der Techniker Krankenkasse.

Ins WERK1 gekommen, um (so lange wie möglich) zu bleiben

Nach mehreren Förderprogrammen wie EXIST und FLÜGGE steht das insgesamt vierköpfige Gründerteam mit ihrem Startup nun auf eigenen Beinen. Nach der ersten Phase an der Uni konnten sie, wie Hanna noch immer sichtlich erleichtert erzählt, „sehr kurzfristig“ ins WERK1 umziehen. Die Kombination aus eigenem Büro plus Austausch mit anderen Startups – entweder im WERK1-Alltag oder auf diversen Inhouse-Events wie z.B. dem „AfterWERK“ – bildet für sie das ideale Wachstumsumfeld. Und wenn dementsprechend der Platzbedarf bei Neolexon in nächster Zeit wächst, findet sich im WERK1 auf jeden Fall eine Lösung. Da ist sich Hanna sicher. So schnell wollen sie und ihr Team hier definitiv nicht weg! Im Gegenzug tragen sie als eines der wenigen Medi-Startups fleißig zur Diversität in der WERK1-Community bei.

Neolexon - Logo

Startup: Neolexon
Kontakt: info@neolexon.de
Webseite: www.neolexon.de

Limehome – Ein WERK1 Startup revolutioniert die Hotellerie

Wer hin und wieder geschäftlich unterwegs ist, kennt das Problem: Unterschreitet die Einwohnerzahl der bereisten Stadt die 700.000, siehts in der Hotellandschaft schnell düster aus. Was es gibt, ist teuer und unter qualitativen wie ästhetischen Gesichtspunkten häufig nicht überzeugend. Das WERK1-Startup Limehome löst dieses Problem.

ERSATZ-ZUHAUSE STATT HOTEL

Limehome bietet Geschäftsreisenden und Touristen voll ausgestattete Appartements als Wohlfühl-Alternative zum unpersönlichen Hotel. Dank eines eigens entwickelten, geschmackvollen und hochwertigen Designkonzepts, fühlt sich jeder Gast wie Zuhause. Derzeit finden sich Limehome Apartments an 14 Standorten in Deutschland. Allen voran in sogenannten „B-Städten“ wie Aachen, das mit einer Million Übernachtungen eine durchaus nennenswerte Nachfrage aufweist, die für große Hotelketten als Standort dennoch als unrentabel gilt. Diese Märkte würden überwiegen von in die Jahre gekommene Familienhotels á la „Goldener Hirsch“ bedient, wie sie die beiden Limehome-Gründer Lars Stäbe und Josef Vollmayr recht treffend bezeichnen.

HOTELBUSINESS NEU GEDACHT

Als ehemalige McKinsey-Berater wussten sie ganz genau, wo sie beim klassischen Hotel-Geschäftsmodell den Rotstift ansetzen müssen, um eine vielversprechende Nische zu erschließen. Alles, was nicht unmittelbar vor Ort geschehen muss, wird zentral vom Münchener Office aus gesteuert. Das elektronische Zugangssystem, mit dem der Gast jederzeit selbstständig einchecken kann, ersetzt den Kostenfaktor Servicepersonal. Die Reinigung übernimmt ein lokaler Dienstleister. Dabei koordiniert eine „State of the Art“-IT sämtliche internen und externen Schnittstellen. Und zu guter Letzt gewährleistet ein ausgeklügeltes, agiles Pricing eine Auslastung weit über dem Branchendurchschnitt. „Statt der für Februar üblichen 53 Prozent, liegen wir aktuell bei 78 Prozent“, erklärt Josef.

Dank dieses hocheffizienten Geschäftsmodells sei man auch bei der Immobilienakquise viel flexibler. Limehome brauche nicht 150-Betten-Einheiten, um profitabel zu sein. Stattdessen würden ganz normale, in B-Städten häufig leerstehende Gewerbeeinheiten genutzt, um die ideale Anzahl von 10 bis 20 Appartements unterzubringen.

WERK1 – HIER ENTSTEHEN ECHTE UNTERNEHMEN

Die Idee zu Limehome hatten die Gründer bereits während ihrer Zeit bei McKinsey. Nach einem ersten Testlauf Anfang 2018 und einer erfolgreichen Seed-Runde im Herbst, starteten sie dann voll durch. Bis heute konnten sie über 2.000 Übernachtungen vermitteln – und stoßen mit mehr als 20 Mitarbeitern schon jetzt an die Grenzen ihrer WERK1-Bürofläche. Doch die wird genutzt, solange es geht! Noch vor der offiziellen Gründung haben sich Lars und Josef auf einen Office-Space im WERK1 beworben. Obgleich schon in der konkreten Umsetzungsphase befindlich, mögen und schätzen Lars, Josef und ihr Team die starke Community im WERK1 sehr. Ganz anders als im Coworking-Space in der Innenstadt, in dem sie zuerst kurz ansässig waren, herrscht hier im WERK1 genau die Anpack-Atmosphäre, die so ein ambitioniertes Startup brauche. Schließlich will man die Anzahl der Standorte und Mitarbeiter in 2019 geschmeidig verdoppeln. In diesem Sinne spiegelt die WERK1-Nachbarschaft hervorragend den Dauerzustand bei Limehome wider: Viele, viele Baustellen … und eine spannende Zukunft!

KARRIERE BEI LIMEHOME?

Wollt Ihr diese Zukunft mitgestalten? Werft einen Blick in das Limehome-Karriereportal!  

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Startup: Limehome
Webseite: https://www.limehome.de/
Kontakt:info@limehome.de

ArtMasters im WERK1 – Vom Unternehmensberater zum Gastgeber von kreativen Events

Im WERK1 sind sie der „bunte Vogel“ unter den Startups, im realen Leben bringen Alexander Eloe und Oliver Breiter mit ihrem Team Farbe in den Alltag vieler Menschen, die Feierabend, Teamevent und Co. mal ganz anders gestalten wollen: Mit sogenannten „Paint Partys“. Die ArtMasters sind wohl das einzige Startup im WERK1, das sich mit Mal- und Kreativtechniken bestens auskennt. Und dass, obwohl die Gründer selbst gar keinen künstlerischen Hintergrund haben. Wo liegt die Motivation zur Gründung eines Startups und was ist das Erfolgsrezept von ArtMasters? Diese und andere Fragen haben wir Mitgründer Alex bei einer Tasse Kaffee im WERK1-Café gefragt.

Kreative Erlebnisse für jeden

Die Idee ist schnell erklärt: Die ArtMasters Oliver und Alex schmeißen mit Hilfe ihres Teams aus begabten und ausgebildeten Künstlern abwechslungsreiche Kreativ-Partys in außergewöhnlichen Locations. Ihre Mission ist dabei zum einen kreative Erlebnisse zu schaffen und zum anderen unterschiedliche Charaktere in ungezwungener Atmosphäre zusammenzubringen. Unter professioneller Anleitung können die Teilnehmer ein vorgegebenes Motiv ihrer Wahl nachzeichnen, oder ihre ganz eigene Version kreieren. Der künstlerischen Freiheit sind im Rahmen des ArtMasters-Events keine Grenzen gesetzt – Vorkenntnisse sind auch nicht notwendig.

Vom Unternehmensberater zum Gründer von ArtMasters

Aber wie kommt man überhaupt auf die Idee, von der Unternehmensberatung aus ein eigenes Startup zu gründen und dann noch mit kreativem Hintergrund? Die beiden ehemaligen Unternehmensberater schnappten den ersten Impuls im Rahmen einer gemeinsamen Geschäftsreise in die USA auf. „Die Amerikaner sind ja schon ein bisschen… crazy“, lacht Alex, der sich am Anfang übrigens gar nicht so sicher war, ob diese Art von Freizeitvergnügen in Deutschland überhaupt Anklang fände. Was allerdings „aus einer Laune heraus“ und als „eventuelle Alternative zur Unternehmensberatung“ entstanden ist, wurde innerhalb von knackigen drei Monaten in die Tat umgesetzt. Mittlerweile arbeiten die beiden Unternehmer in Vollzeit mit einem festen Team an ihrem Startup: Rund 70 Künstler und ca. 10 Teammitglieder, die die Geschäftsführer bei allen Punkten rund um Event-Planung, Technik, Marketing und Co. unterstützen.

Qualität & Zufriedenheit sind die Schlüssel zum Erfolg

Bei der Auswahl der Künstler, nimmt man es bei den ArtMasters ganz genau. Denn Talent alleine reicht nicht aus. Alex und Oliver legen großen Wert auf spannende Persönlichkeiten mit passenden Social Skills – sie müssen Geduld haben, mit einem Talent für Entertainment und gleichzeitig hilfsbereite Lehrer sein. Die ArtMasters-Crew nimmt sich also Zeit, um neue Bewerber über ihre Fähigkeiten mit Pinsel und Leinwand hinaus zu checken. So kommen sie auf ein buntes Potpourri aus professionellen Malern mit eigener Galerie, eifrigen Kunststudenten und begabten Hobby-Zeichnern – die für viel Abwechslung bei Events sorgen.

Was die ArtMasters können, können andere noch lange nicht: Neben den klassischen Nachmal-Motiven, erweitern die anspruchsvollen Gründer ihre Palette stetig um originelle Angebote. Seit kurzem können handwerksaffine Teilnehmer zum Beispiel auch „Foto Transfer“-Events buchen: Hier wird das eigene Lieblingsfoto in Handarbeit auf Objekte wie einen Holzklotz übertragen. Außerdem können die Teilnehmer sich mit Kohle und Pastellfarben auf unterschiedlichen Leinwandgrößen austoben. Genau durch diese Abwechslung und die Auswahl qualitativ hochwertiger Utensilien, wie großer Leinwand, guten Farben etc., wollen sich die ArtMasters von der Konkurrenz auf dem Markt klar abgrenzen.

ArtMasters fühlen sich wohl im WERK1

Das Marketing ist für langfristiges Wachstum enorm wichtig: Und nicht nur in dem Punkt gilt es gerade für Startups, das Wissen aus den verschiedenen Bereichen zu bündeln. Und genau das ist es, was die ArtMasters am WERK1 als Standort so mögen, sagt uns Alex. „Wir nutzen die Academy Angebote vom WERK1 sehr gerne – das ist schon ein großer Vorteil.“ Auch das flexible Coworker-Netzwerk schätzen die ArtMasters sehr. Die Möglichkeit sich auszutauschen, wenn für einen Bereich das Verständnis fehlt. „Das ist schon ganz praktisch, wenn man zum Beispiel Unterstützung beim Thema Programmierung braucht.“ Nur mehr Platz müssten sie so langsam haben – denn bei dem Kreativ-Startup stehen alle Zeichen auf Wachstum.

Mit Vollgas in die Zukunft

Von der Zukunft haben die zuversichtlichen Gründer genaue Vorstellungen: Sie wollen ihr Produkt und die Marke auch über die deutschen Grenzen hinweg bekannt machen. Den ersten Schritt haben sie bereits getan: Nach Ungarn, sollen jetzt auch Österreich und die Schweiz dem ArtMaster-Kunstfieber verfallen.

Aber der Standort München bringt für sie als Startup auch Probleme mit sich: „Es ist schon schwer, in München passende Leute zu finden. Die großen Konzerne saugen viel auf.“ Und dann wäre da ja auch noch die Thematik der Finanzen. Bis dato finanziert sich ArtMasters durch einen Privatinvestor und durch eigene Mittel. Ob sich das in nächster Zeit mit Hilfe eines weiteren Investors ändert, wird sich herausstellen. Was aber feststeht: Das Team will auf seinem Expansionskurs weiter Vollgas geben.

WERK1 - Resident - ART MASTERS - Logo

Startup: ArtMasters
Webseite: https://www.artmasters.co/
Kontakt: info@artmasters.co

Coworking im WERK1 – Früher Kartoffelwerkstatt, heute Kreativquartier mit Sinn für Gemeinschaft

Der Laptop wird da aufgeklappt, wo man sich wohlfühlt. Einen festen Arbeitsplatz gibt es nicht, aber das stört hier im WERK1 Coworking Space niemanden. Im Gegenteil: Zu einem flexiblen Job gehört eben auch ein flexibles Büro und damit auch wechselnde Kollegen. So wie Steffi, David und Martin. Drei der mehr als 130 Coworker im WERK1 kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt. Ihren Büroalltag bestreiten sie allerdings gemeinsam – wir möchten Sie Euch vorstellen.

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Über der kleinen Kaffeeküche hängt ein gerahmtes Bild voll mit Sprüchen. Einer davon: „Open your mind, arms and heart to new things and people.“ Eine schöne Aufforderung der amerikanischen Grafikerin Rachael Beresh, die wir für unseren Coworking-Space im WERK1 aufgegriffen haben.

STEFFI RESCH – FREIBERUFLICHE ÜBERSETZERIN

„Als ich hier neu war, wurde ich gleich von einer größeren Gruppe Coworkern mit zum Mittagessen genommen. Das war toll. Ohne jeden Mehraufwand, nur durch das tägliche Dasein, kann man sich schon ein Netzwerk aufbauen“, schwärmt Steffi Resch. Die 34-jährige Fachübersetzerin und Konferenzdolmetscherin hat über zwei Jahre von zu Hause aus gearbeitet. Mittlerweile schätzt die Freiberuflerin die Struktur, die sie durch das Arbeiten im Coworking Space bekommt und vor allem „die Ruhe hier oben“. Der „Silent Space“ befindet sich unterm Dach des WERK1 Gebäudes. Von hier aus erledigt Steffi ihre Aufträge. Zum Beispiel Übersetzungsarbeiten für das Europäische Parlament.

DAVID MAUS – WEBENTWICKLER & GRÜNDER

Auch David Maus ist bereits in seine Arbeit vertieft. Seit zwei Jahren kommt er täglich ins WERK1. Der selbstständige Webentwickler und Gründer betreibt von hier aus sein Startup. Ein Publishing System für digitale Magazine namens Webmag (www.webmag.io). Die Idee: Mithilfe eines einfachen Content Management Systems können, ohne gestalterische und technische Kenntnisse, digitale Magazine erstellt werden. Es ist das urbane und industrielle, was David an seinem Arbeitsplatz im WERK1 so gerne mag. Ein bisschen was von dem ehemaligen Charme der alten Pfanni-Werke ist eben doch noch erhalten geblieben. „Vor allem mag ich aber auch die Vielfalt der Coworker hier. Mit anderen Branchen zu diskutieren fördert die eigene Kreativität.“ Deshalb versucht der 34-Jährige aus Konstanz auch bei möglichst vielen Events und Workshops dabei zu sein, die im WERK1 angeboten werden. Gut netzwerken lässt es sich zum Beispiel beim Werksfrühstück oder bei einem Feierabenddrink beim „AfterWERK“.

Aktuell gibt es knapp 130 Coworker im WERK1. Die einen kommen fünf Tage die Woche, die anderen nur tage- oder stundenweise. Coworker im WERK1 haben einen 24-Stunden Zugang. Hilfreich, wenn es doch mal in die Nachtschicht geht, oder die Kollegen mit Zeitverschiebung im Ausland sitzen.

MARTIN SCHMIDT – UNTERNEHMENSBERATER & GRÜNDER

„Im WERK1 kann man sehr gut „outside the box“ denken. Hier entspricht relativ wenig einem Standardbüroarbeitsplatz.“ Martin Schmidt ist 45 Jahre alt und seit Januar 2018 im WERK1 als Coworker. Zuvor hat er 14 Jahre bei einem großen Telefonanbieter gearbeitet. Heute vermittelt er sein Wissen über Supply Chain Management, Materialwirtschaft und Distribution als freiberuflicher Unternehmensberater. Martin schätzt vor allem die Impulse, die er im WERK1 durch Coworking-Kollegen bekommt. Einer hat sogar dazu geführt, dass er jetzt auch noch unter die Gründer gegangen ist. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er eine Firma ins Leben gerufen – Smart Access Solutions UG (www.smart-access-solutions.com). Zentral verwaltbare elektronischen Verschlusssysteme für Transport und Aufbewahrung von sensiblen Waren.

Zurück in die klassische Geschäftswelt und zurück ins Einzelbüro kann sich Martin heute nicht mehr vorstellen. Dafür hat er zu viel Spaß in seinem aktuellen Job und Kollegen gibt es ja trotzdem. Das ist Coworking: Man arbeitet allein und irgendwie doch gemeinsam.

COWORKING HAT EIN ZUHAUSE IN MÜNCHEN

Unter einem Dach mit ca. 40 digitalen Startups und unserem Café arbeitet Ihr im WERK1 in einzigartiger Atmosphäre und direkt am Puls der digitalen Startup-Szene. Mit flexiblen Preismodellen und unserer einzigartigen Gründer-Community, haben wir passende Angebote für alle, die auf der Suche nach Kollegen sind – vom Freelancer bis zum ambitionierten Gründer.

Alle Infos über unseren Coworking-Space findet Ihr auf unserer Webseite. Dort könnt Ihr Euch auch für eine Tour anmelden, bei der Ihr unser Team kennenlernen und Euch die Abläufe in unserem Haus selber angucken könnt – wir freuen uns auf Euren Besuch!

Curiosity.ai im WERK1 – Die Mission: Das Wissen aus Firmendokumenten befreien

Einen kompletten Tag pro Arbeitswoche – so viel Zeit vergeudet ein Mitarbeiter laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey durchschnittlich mit der Suche nach Informationen, bevor er seine eigentlichen Aufgaben angehen kann. Die WERK1-ResidentsLeon Zucchini und Rafael Fernandes stießen in ihrem Arbeitsalltag selbst auf dieses Problem und entwickelten daraufhin eine Lösung. Ihr Startup Curiosity.ai hilft Unternehmen dabei, das über Jahre angehäufte Wissen aus unstrukturierten Dokumenten wie E-Mails, Präsentationen, und Co. herauszulösen und damit bisher ungenutzte Potentiale auszuschöpfen.

WAS BIETET CURIOSITY.AI?

Leon erklärt: „Stellt euch das Internet einmal ohne Google vor. In den meisten Unternehmen sieht der Arbeitsalltag genau so aus. Du bist umgeben von Protokollen, Präsentationen, Textfeldern in Datenbanken, aber du kannst nichts finden, wenn du nicht den genauen Begriff kennst, unter dem dein Kollege vor 20 Jahren das Dokument abgespeichert hat.“ Nach hilfreichen Inhalten suchen kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch frustrierend. Die KI-Technik der beiden hilft dabei das zu verhindern, sowie Doppelarbeit zu vermeiden und versteckte Zusammenhänge aufzuzeigen.

Das funktioniert, indem die KI-Software die Informationen aus allen Dokumenten des Unternehmens extrahiert und zu einem so genannten Knowledge-Graph zusammenfügt, der das komplette Firmenwissen abbildet. Auf Basis dieser Technologie können Mitarbeiter auf das Wissen zugreifen: Über Kognitive Suchfunktionen, automatisches Tagging und Dokumentenanalyse. Das Besondere an dem System erklärt Co-Founder Rafael: „Keine künstliche Intelligenz ist von Anfang an perfekt, Fehler sind normal. Denn die unstrukturierte Sprache, die in Firmen vorherrscht, ist extrem komplex. Unser Ansatz war es, ein System zu entwickeln, das sich immer weiter verbessert, indem es von den Nutzern lernt. Sie sind schließlich die Experten! Und durch sie wird es mit der Zeit immer intelligenter.“

HINTERGRÜNDE UND ENTWICKLUNG DES STARTUPS

Vor sechs Monaten begann die Startup-Reise – erst in Leons Wohnzimmer. Ein wichtiger Meilenstein sei der Umzug ins WERK1 gewesen. „Das war ein großer Fortschritt. Es haben sich schon in den ersten Tagen interessante Gespräche und Kontakte zu anderen Startups und Investoren ergeben. Und man hat uns von Anfang an freundlich aufgenommen.“ Hinzu kämen die Vorteile des Standorts München: Gute Anbindungen, Kapital und eine hohe Lebensqualität. „Nicht umsonst wird München immer wieder zu den lebenswertesten Städten gewählt. Das haben wir auch bei den ersten Jobausschreibungen gemerkt“, erzählt Leon. „Die Bewerbungen kamen aus 20 verschiedenen Ländern.“

WHAT’S NEXT? –  EIN AUSBLICK

Das gute Feedback auf die Stellenausschreibungen trifft sich gut für Leon und Rafael. „Wir benötigen natürlich sehr speziell ausgebildete Mitarbeiter. Und wir brauchen sie sehr bald. Denn Curiosity wächst stetig: Erste Kunden sind im Boot und erste Produktversionen gehen live.“ Trotz vollem Terminplan ist es wichtig für Rafael und Leon, sich in die WERK1-Community einzubringen und ihr etwas zurückzugeben. Leon: „Wir haben schon viele Ideen, die man gemeinsam umsetzen könnte. Bis hierhin aber erst einmal vielen Dank an euch vom WERK1, ihr macht einen wirklich tollen Job!“

WERK1 - Resident - curiosity.ai - Logo

Startup: Curiosity.ai
Webseite: www.curiosity.ai
Kontakt: hello@curiosity.ai

Startup Safari 2018 im WERK1 – von der “verrückten Idee” zum Event für 1.500 Teilnehmer

Drei Tage voller Events rund um Themen, die die Startup-Szene bewegen. Veranstaltungsort ist GANZ München, rund 20 Locations über die Stadt verteilt. Los geht’s schon in 12 Wochen. „Eigentlich eine völlig verrückte Idee“, resümierte Initiator Daniel Kilger am letzten Abend der Startup Safari. „Florian Mann und Oliver Halbig vom WERK1 haben als erste von meinem Plan erfahren. Und sie meinten direkt: „Cool, lass uns loslegen!“ So wurde das WERK1 nicht nur zum wichtigen Partner der ersten Startup Safari in München, sondern als Hauptsponsor und Host von rund 20 Sessions und der Pre-Opening-Party bei der Durchführung des mehrtägigen Events „federführend“, wie Ideengeber Daniel Kilger es formulierte.

GROSSE „RANGE“ AN PARTNERN & FACETTENREICHE THEME

Eine Expedition durch das ganze Ökosystem der Startup Szene sollte es werden. Vom 23. bis 26.10. konnten sich Teilnehmer mit nur einem Ticket aus einem Timetable von 75 Sessions an 25 Startup freundlichen Orten in der Stadt ihr individuelles Programm je nach persönlichen Interessensgebieten zusammenstellen. Weit über 80 Partner sowohl aus der Startup-Szene, als auch von offiziellen Stellen, Initiativen und Medien waren beteiligt. Darunter viele Big Player, berühmte und aufstrebende Startups wie FlixbusCelonis oder Freeletics, große Investoren und Acceleratoren, bis hin zu globalen Konzernen wie Google. Sie alle boten so genannte „Sessions“ zu diversen Themen an und öffneten sich damit den interessierten Teilnehmern zum Wissensaustausch und zum Networking. Das Angebot der Sessions reichte vom Workshop, über den Vortrag und die Diskussionsrunde, bis hin zum informellen „Connecten“ bei Drinks und Co und direktes Matchmaking für knapp 250 „Job Seeker“.

DIE SESSIONS: THEMATISCHER TIEFGANG & „HANDS ON“

Dabei war es Daniel Kilger – selber Gründer des Digital Health Sartups Smokeless – und seinen Unterstützern wichtig, dass die einzelnen Veranstaltungen eine hohe Qualität haben. Möglichst kleine Gruppen sollten dafür sorgen, dass die Teilnehmer interaktiv untereinander und mit den Experten arbeiten konnten.

Wie zum Beispiel beim Workshop „Live Hacking“ durch den WERK1 Resident Crashtest Security, der am Freitagabend stattfand. Ziel für die Teilnehmer war es, in einer Art „Escape the Room Challenge“ eine Website zu entdecken und zu verstehen, wie ein Hacker denkt. „Die Webseite, die ich im Vorhinein programmiert habe, enthält Sicherheitslücken“, erklärt Workshop-Leiter und Co-Founder von Crashtest Security, Janosch Maier. „Die sollen die Teilnehmer finden. Im Anschluss schalten wir die Sicherheitslücken zusammen aus. Wir arbeiten hier also wirklich „Hands On“ mit dem Thema Sicherheit.“

AUCH DIE PARTNER PROFITIERTEN VON DER TEILNAHME

Die Range der Teilnehmer war wie bei der Startup Safari generell sehr gemischt – was den Background aber auch das Knowhow betrifft. Vom Studenten bis zum Softwareentwickler war alles vertreten. Egal bei welchem Thema – „The Art of Pitching“, „Storytelling im Kontext einer Präsentation“, „Der Weg vom Angestellten zum Gründer“ und viele mehr – immer ging es darum, Wissen zu teilen, aber auch in den Aspekten Recruiting und Netzwerk von einander zu profitieren. Das Motiv für den WERK1 Resident Crashtest Security lag aber vor allem im Community-Gedanken, wie Mitgründer Janosch Maier sagt: „Wir wollten dem Startup Netzwerk mit unserer Beteiligung als Workshop-Ausrichter und damit als Partner der Startup Safari einfach etwas zurückgeben. Ich persönlich finde die Idee dahinter super, dass man wirklich die Möglichkeit hat, sich total flexibel genau das herauszupicken, was einen als Teilnehmer interessiert. Und wir Startups haben auf der anderen Seite die Chance, uns während der drei Tage einem breiten Publikum zu präsentieren.“

INITIATOR DANIEL KILGER IST „MEGA HAPPY“

Auch Daniel Kilger sieht die Startup Safari eher als Gelegenheit für Gründer und die Szene an sich, etwas an die Community zurückgeben. „Das Ganze ist für mich als eine Art Hobbyprojekt entstanden. Weil ich der Überzeugung bin, dass die Startup Familie hier in München Großes leisten kann.“ Damit scheint er Recht zu haben, schaut man sich die Ausmaße an, die das eigentlich erst einmal als „Pilot“ geplante Event schon innerhalb kürzester Zeit genommen hat. „Wir haben gar nicht erwartet, dass es so groß wird. Ursprünglich wollten wir einfach mal gucken, welche Partner im Boot wären und ob das überhaupt ein interessantes Thema für die Leute ist“, witzelt Kilger. „Und dann ist es ehrlich gesagt völlig eskaliert. Wir haben in acht Tagen mehr als 1500 Tickets verkauft und in nur 12 Wochen 75 Session an 25 Locations an den Start gebracht. Alle wichtigen Accelerator und Partner sind dabei. Dafür möchten wir an der Stelle noch einmal ganz herzlich danke sagen. Natürlich auch dem WERK1 als Hauptsponsor, ohne den das alles nicht möglich gewesen wäre. Wir sind mega happy!“

UND WAS SAGEN DIE TEILNEHMER?

Auch das Feedback der Teilnehmer, der am Freitagabend zum abschließenden Get-together – dem Silicon Drinkabout – im prall gefüllten WERK1 Café unter dem Motto „No talks, no bullshit, just networking and free beer“ mit den WERK1 Residents zusammenkamen, fiel durchweg positiv aus. Studentin Kim Nike Wiedenhold: „Ich hab leider nur am letzten Tag teilnehmen können, aber gleich mehrere Veranstaltungen besucht, weil ich mich mit dem Thema Gründen gerade stark beschäftige. Ich fand es vor allem super, dass man so easy in Kontakt kommt mit Experten aus vielen Bereichen, aber auch Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich austauschen kann.“ Andere Teilnehmer hoben besonders die gute Organisation während der drei Tage hervor, den Facettenreichtum der Themen und Inhalte sowie die Qualität der Sessions. Letztere lag den Initiatoren besonders am Herz, betonte Daniel Kilger kurz vor dem kollektiven Aufbruch zur Closing Party im „Enter the Dragon“ am Lehnbachplatz in München. „In der Planung haben wir speziell Wert auf „nischige“ Themen und kleine Gruppen gelegt, sodass die Teilnehmer nicht nur zuhören, sondern interaktiv miteinander arbeiten können. Wo hat man denn schon die Möglichkeit, mal vor Profis zu pitschen, die einen sofort verbessern? Oder wann hast du mal die Chance zu Google reinzugehen und ganz locker mit ein paar der Mitarbeiter ins Gespräch zu kommen?!“

 WHAT’S NEXT?!

Gute Frage… Wer keine Antwort auf sie weiß und auch leider die Startup Safari 2018 selber verpasst hat, darf aber jetzt ganz beruhigt sein: Es wir eine Wiederholung geben. Auch dafür haben Daniel Kilger und seine Supporter schon „große Pläne“. Wie die konkret aussehen, wird aber noch nicht verraten. Nur so viel lässt der Hauptinitiator blicken: „Wir werden das Ganze ausbauen, noch mehr in die Tiefe gehen.“ Fest steht: Das WERK1 wird als wichtiger Unterstützer der Startup Safari auch bei der Neuauflage maßgeblich involviert sein. Also: Stay tuned!

Die Bits & Pretzels Startup Night: Im WERK1 war Networking und Pokern angesagt

Wenn aus dem beliebten Poker-Startkommando „shuffle up and deal“ ein „shuffle up and connect“ wird, dann ist Gründerpoker Zeit. Bereits zum zweiten Mal durften wir im WERK1 das legendäre Gründerpokern als Side-Event der Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“ veranstalten und so wurde der Eventspace für einen Abend zum Casino.

Rund 80 Gründer, Unternehmer, Investoren und Coworker sind gekommen, um in entspannter Atmosphäre ein paar Poker-Chips, aber vielleicht auch die ein oder andere Visitenkarte auszutauschen. Das Besondere am Gründerpokern: Wer die Spielregeln nicht kennt, bekommt kurz vor dem Event bei den professionellen Pokerdealer eine kleine Einführung und kann anschließend mit Profis und anderen Einsteigern an einem Tisch spielen. Wer früh seine Chips verspielt, bekommt über eine „2. Chance“ die Möglichkeit, nochmal an einem Tisch der Hauptrunde Platz zu nehmen.

SPASS BEIM NETZWERKEN

Um 20 Uhr ging es dann für alle Teilnehmer an den Pokertischen los und mit dem Spiel begannen auch die ersten Gespräche. „Das Schöne ist, der Einstieg ist leicht. Mit Poker hat man gleich mal ein gemeinsames Thema. Man hat Spaß und nebenher laufen die Kontakte“, verrät uns Coworker Carl Steinbeißer, der sichtlich Spaß an der Veranstaltung hat.

Und genau darum geht es beim Gründerpokern. Gegeneinander spielen, aber miteinander reden. Ein Vorteil: Am Pokertisch lernt man nicht nur eine Person, sondern gleichzeitig auch den Charakter dazu kennen. Von Emotionsausbrüchen bis Pokerface konnte man an dem Abend alles beobachten.

„Das Besondere am Gründerpokern ist für mich die Atmosphäre. Das ist eine ganz unaufgeregte Art von Networking. Es ist ruhiger als bei anderen Meetup-Events. Gleichzeitig merkt man aber, die Ruhe ist eher oberflächlich. Im Inneren sieht es vielleicht ganz anders aus. Die einen können eine Rolle spielen, bei den anderen kommt das wahre „Ich“ zum Vorschein. Der persönliche Ehrgeiz, der viele erfolgreiche Gründer antreibt, kommt hier natürlich voll zum Tragen.“

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

Es geht natürlich aber auch um den Wettbewerb, bei dem man auch mal den ein oder andern Investor, der einem gegenübersitzt ein bisschen ärgern kann, sagt Daniel Kilger von Smokeless mit einem Augenzwinkern. Außerdem organsiert er mit dem WERK1 als Partner in diesem Jahr erstmalig die Startup Safari in München.

ERSTE STARTUP SAFARI IN MÜNCHEN

Auch im Rahmen der Safari wird das WERK1 vom 23. bis zum 26. Oktober wieder ein wichtiger Gastgeber für Startups und Investoren der lokalen Startup Szene sein. Insgesamt 19 Sessions werden in diesen Tagen bei uns im Haus stattfinden. Welche das sind, erfahrt ihr hier: https://www.werk1.com/event/startup-safari-munich/

Die Startup-Safari ist wie ein großer Tag der offenen Tür, mit der Besonderheit, dass es nicht an einem, sondern an vielen namhaften Orten in München stattfindet. Jeder Teilnehmer kann sich seinen individuellen Reiseplan quer durch München zusammenstellen und bei Flixbus, Google oder im WERK1 vorbeischauen. Das international schon sehr erfolgreiche Eventformat findet in diesem Jahr zum erstmal in München statt.

Wer am heutigen Abend beim Gründerpokern am Tisch verloren hat, konnte noch an der Cocktail-Bar Platz nehmen und hier mit anderen Teilnehmern ein bisschen plaudern und netzwerken.

Es wurde späte Nacht, bis dann am „Final Table“ mit den besten Zehn die letzte Runde ausgespielt und die glücklichen Gewinner ihre Preise entgegennehmen konnten. Besonders freuen konnte sich der App-Entwickler Jonas Hackenberg, der mit dem ersten Platz ein Ticket für die Bits & Pretzels 2019 abräumte.

Die Eventreihe Gründerpokern findet in anderen Städten übrigens immer in wechselnden Locations statt. In München kommt das Team immer wieder im WERK1 vorbei – in diesem Jahr waren wir neben der Bits & Pretzels noch 2 Mal Gastgeber für knapp 100 Teilnehmer. „Weil es hier einfach so schön, dass wir immer wieder gerne hierherkommen“, so Sascha Bevet, CEO Gründerpokern.

Wer jetzt Lust auf Poker und Networking bekommen hat: Das nächste Gründerpokern findet am 30.November statt – natürlich bei uns im WERK

gasido im WERK1 – Aus dem Coworking in das eigene Büro

Als die Münchnerin Cornelia Klaubert – damals angestellt bei der Linde Group – mit ihrer Idee, die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Vertrieb von Industriegasen zu nutzen, auf taube Ohren stieß, kündigte sie und setze ihre Vision kurzerhand selbst um – parallel zur Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes. Durchhaltevermögen ‚par excellence‘ und das hat sich ausgezahlt. Nach rund 1,5 Jahren besteht das Team ihres Startups gasido aus vier Leuten und zusätzlich zu ersten Kundenbeziehungen, gibt es Gespräche mit großen Lebensmittelkonzernen, die von gasido Stickstoff beziehen wollen. Eine Success Story, wie sie im Buche steht und eng mit dem WERK1 verwoben. Vom Coworking aus haben sie es mittlerweile in das eigene Büro geschafft.

GASE ONLINE VERKAUFEN – WARUM?

„Nach fünf Jahren in der Branche habe ich gemerkt, wie wenig digital-affin die Branche tickt. Der B2B-Vertrieb läuft noch komplett analog und über persönliche Kontakte“, erklärt uns Cornelia, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. „Das Potential der digitalen Betriebswege wurde bisher noch gar nicht angezapft.“ Genau das wollte und will Cornelia ändern. Denn: Von Sauerstoff in Krankenhäusern für die Beatmung von Patienten, über Bars, die Stickstoff zum Bier zapfen nutzen, bis hin zum Schweißarbeiten – der Markt umfasse viele Produkte, mit denen wir alle täglich zu tun haben. „Ich glaube daran, dass das Produkte sind, die langfristig digital verkauft werden. Und ich bin der Meinung, dass wir jetzt damit anfangen müssen. Darum habe ich damals gekündigt und gegründet.“

TEAM UND KUNDEN

Die größte Nachfrage bestehe derzeit nach Schweißgasen. Zu den bisherigen gasido-Kunden zählen zum Beispiel Werkstätten oder Redereien, die die Spezialgase für Schiffe benötigen. Der nächste Schritt sei es nun, so die Gründerin, an Großkunden heranzutreten. Dabei unterstützt sie in erster Linie ihr CTO Thomas Obkircher, der von Berlin aus am gemeinsamen Startup arbeitet. Außerdem sind da noch die Entwicklerin Julie Fang und Kollegin Karin Stopp, die sich um den Kundensupport und um das Marketing kümmert. Cornelia selber hat an der TU München studiert und promoviert. Dass sie auch hier gründen möchte, war für sie selbstverständlich.

WARUM DAS WERK1?

„Ich halte ein Netzwerk für sehr wichtig. Und das habe ich hier. Im Studium habe ich gerne in der Bibliothek gelernt – geteiltes Leid ist halbes Leid. Darum habe ich auch von Anfang an meinen Arbeitsplatz hier in den Coworking-Space verlegt. Am WERK1 finde ich super, dass hier viele Startups mit digitalem Hintergrund zusammenkommen und man von so vielen spannenden Lebensläufen inspiriert wird.“ Das Networking vor Ort funktioniert offensichtlich: Schließlich hat Cornelia im WERK1 ihren CTO Thomas kennengelernt. Der nächster Meilenstein war der „Next Commerce Accelerator“, den gasido gewonnen hat. Next Steps: Der Relaunch des Online-Shops mit verbesserten Funktionen ist gerade durch, neue Kunden sind in der Pipeline

GRÜNDEN? IRGENDWIE MACHT MAN ALLES UND ALLES GLEICHZEITIG

Wenn man gründet, hat man es mit einer Vielzahl von Aufgaben zu tun: SEO, Marktanalysen, Vertrieb, Buchhaltung…die Liste ist lang. Es muss einem also liegen, sich schnell in viele Dinge einzuarbeiten und zu akzeptieren, dass man nicht alles im Detail versteht. Wenn jemand lieber an einer Sache, dann aber in der Tiefe arbeitet, ist man in etablierten Firmen sicher besser aufgehoben.“

Das Gründen einer Firma und gleichzeitig einer Familie schließt sich für Cornelia nicht aus. „Ich habe mal gelesen, dass Gründer in Deutschland im Durchschnitt 35 Jahre alt sind. Und in diesem Alter ist das Thema Familie natürlich relevant. Außerdem wollen wir mit unseren Firmen ja die zukünftige Arbeitswelt gestalten und da sollten wir eine Lösung finden wie man Familie und Firma vereint. Klar sind auch schlaflose Nächste dabei. Die nehme ich aber gerne in Kauf, wenn sich dafür meine Familie und gasido zusammen gut entwickeln“

Es ist also nicht immer alles nur „glossy“ und heile in der innovativen Startup-Welt. Aber Durchhalten und an seine Idee glauben lohnt sich. Cornelia Klaubert und ihr Ihre B2B Plattform gasido liefern den Beweis dafür.

Startup: gasido
Webseite: https://www.gasido.de/
Kontakt: service@gasido.com