Autor: Maike Wursthorn

Das WERK1 in der Corona-Krise – Wir machen das Beste daraus!

Wir alle wissen, welch turbulente Zeiten wir derzeit erleben. Viele hat die Corona-Krise getroffen – manche mehr, manche weniger. Die Devise lautete: Schnell reagieren, sich neu sortieren, um dann das Beste aus der Situation schöpfen zu können. Das WERK1 ist eine Community, die davon lebt, sich zu treffen, miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. In Home-Office Zeiten eine echte Herausforderung! Wie wir auf die plötzlichen Veränderungen reagiert haben und so den WERK1 Spirit am Leben halten konnten, erfahrt ihr jetzt. Viel Spaß!

Kommunikation im Home-Office – Man kann nicht zu viel kommunizieren

Im Home-Office vernetzt zu bleiben und sich so auszutauschen, als würde man gemeinsam in einem Büro sitzen, ist nicht einfach. Es ist klar, dass regelmäßige Meetings sowie weitere Möglichkeiten zur Kommunikation geschaffen werden müssen. Das WERK1 Team hat dafür zweimal pro Woche ein großes Team-Meeting angesetzt. Bei diesem Meeting werden zum einen aktuelle Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie besprochen, zum anderen aber auch inhaltliche Aufgaben und Ziele diskutiert. Dabei nutzen wir das Managment-System der “Objectives and Key Results” (OKRs). Dadurch arbeiten wir fokussiert und messbar an festgelegten Zielen. Kleinere Teams setzten zudem auf tägliche Stand-Ups, bei denen einzelne To-Dos durchgesprochen werden und so der Tag gemeinsam strukturiert wird. 

Unsere Kommunikationskanäle sind neben E-Mail, Telefon und Slack, um Google-Hangouts und Zoom gewachsen. Außerdem nutzten wir monday.com, um über den Stand der einzelnen To-Dos und Projekte unserer Kolleg*innen informiert zu bleiben.

Vieles funktioniert auch virtuell – Vor allem die WERK1 Events

Wie gewohnt, wollen wir auch in der Corona-Zeit unserer Community die Möglichkeit bieten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und durch die WERK1 Events mit Expert*innen ins Gespräch zu kommen. Aus diesem Grund haben wir in der ersten Home-Office Woche bereits das WERK1 Webinar gestartet. Bei der virtuellen Event-Reihe werden Expert*innen eingeladen und über aktuelle Themen referiert und diskutiert. Beispielsweise konnten wir durch die Webinare von unserem Partner BEITEN BURKHARDT zu Themen wie “Kurzarbeit in der Corona-Zeit” einen echten Mehrwert bieten. Dies spiegelt sich auch in der Teilnehmer*innenzahl wider: Teilweise dürfen wir mehr als doppelt so viele Teilnehmer*innen als bei unseren Offline-Events begrüßen.

Zusätzlich dazu veranstalten wir weiterhin unsere Community-Events: Das geliebte WERKSFrühstück sowie das AfterWERK wurden in die virtuelle Welt verlagert. So können sich neue WERK1 Startups vorstellen und die Teams haben die Möglichkeit sich in Breakout-Räumen auszutauschen. Zudem konnten wir den WERK1 Spirit durch das WERK1 Kochstudio und unserer Spotify Playlist nach Hause bringen.

Das Freelancer-Portal – Ein echter Mehrwert für unsere Coworker

Um unseren Freiberufler*innen aus dem Coworking mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, haben wir das Freelancer-Portal auf unserer Webseite erschaffen. Hier haben Freelancer*innen aus der WERK1 Community die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Unternehmen und Freelancer*in finden über die WERK1 Webseite nun ganz einfach zusammen.

Mentoring und Alumni – Gemeinsam zum Erfolg

Aus Erfahrungen lernen und voneinander profitieren, das ist das übergreifende Ziel unseres Alumni– und Mentoring-Programms. Das Alumni-Programm schafft eine Verbindung zwischen dem WERK1 und ehemaligen WERK1 Startups. Die meisten Alumni sind erfolgreich tätig und können relevante Erfahrungen teilen. Unsere Mentor*innen können ebenfalls Wissen und Erfahrungen weitergeben und bekommen im gleichen Zuge Zugang zu jungen Talenten und digitalen Geschäftsmodellen. Sowohl das Alumni-Programm als auch die zweite Mentoring-Runde haben wir während der Corona-Zeit initiiert – dabei sind wirklich tolle Konstellationen entstanden.

ONE MISSION – Female Entrepreneurship ist ein großes thema im WERK1

ONE MISSION ist die Female Entrepreneurship Initiative des WERK1 und auch hier hat sich während der Corona-Zeit einiges getan: Das Format “ONE MISSION meets…” haben wir virtuell ins Leben gerufen. Wir freuen uns, dass wir Alissa Stein, Pia Baur und Svenja Lassen bereits virtuell treffen durften und sind gespannt auf das nächste Kennenlernen mit einer Expertin. Außerdem haben wir das erste virtuelle Training zum Thema “Strategische Kommunikation für Female Entrepreneurs” durchgeführt und konnten so 20 Frauen und Männern verschiedene Instrumente für eine strategische Top-Down-Kommunikation in die Hand geben. Durch eine große Social Media Kampagne, bei der wir weibliche Unternehmerinnen dazu aufgerufen haben, Teil der WERK1 Community zu werden, dürfen wir bald noch mehr Frauen begrüßen!

Das WERK1 Gebäude erstrahlt in neuem Glanz

Unser Technik-Team hat die Zeit genutzt, um das WERK1 Gebäude im Werksviertel-Mitte aufzuhübschen. So konnten wir beispielsweise die Akustik im WERK1 Café und Atelier verbessern und unsere Telefonboxen neu ausstatten. Außerdem wurde der Zugang für unsere Coworker komplett digitalisiert – die Coworking Spaces können von unseren Mitgliedern nun mit dem Smartphone betreten werden.

Die Gastronomie erwacht langsam wieder zum leben – so auch das WERK1 Café

Den besten Kaffee Münchens konnten wir unserer Community nicht allzu lange vorenthalten: Nach über fünf Wochen im Home-Office hatten wir uns dazu entschlossen, das WERK1 Café von 9 – 14 Uhr wieder zu öffnen. Anfangs konnte man Getränke und Speisen mitnehmen, mittlerweile kann man sich auch wieder setzten – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Unsere Meeting- und Workshopräume sind seit einigen Tagen ebenfalls wieder buchbar – hier achten wir natürlich auch auf die geltenden Corona-Regelungen. 

Die große Überraschung zum Schluss

Um unseren Coworkern und Startups ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, haben wir uns etwas ganz besonderes überlegt: Wir haben allen WERK1 Startups ermöglicht, ihre Nutzungs- und Serviceverträge für die Startup-Büros im WERK1 zu verlängern und so zwei weitere Monate Teil der WERK1 Community zu sein. Auch die Coworker werden nicht mit leeren Händen dastehen – stay tuned!

Im Endeffekt sind wir froh darüber, dass wir schnell reagieren und unsere Events und Programme an die Entwicklungen der Corona-Pandemie anpassen konnten. Wir haben zusätzlich viele positive Beobachtungen für die Zukunft mitnehmen können, denn Home-Office, virtuelle Webinare und Co. funktionieren gut und haben gleichzeitig viele Vorteile. Wir freuen uns, dass wir den WERK1 Spirit am Leben halten konnten und die Community weiterhin funktioniert. Nichts­des­to­trotz freuen wir uns Euch bald wieder vor Ort im WERK1 – dem Startup-freundlichsten Ort in München – zu begrüßen!

WERK1 - Logo

WERK1 Team
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+49 89 995299-0

AfterWERK goes digital!

Einmal im Monat trifft sich die Münchner Startup-Community im WERK1 zum AfterWERK, bei dem meist 1-2 Startups pitchen und welches zum Networking mit Bier, Snacks und Wein einlädt. Da das AfterWERK am 16. April aufgrund der aktuellen Lage nicht vor Ort stattfinden konnte, hat sich das WERK1 Team dazu entschieden, ein virtuelles Event daraus zu machen – Digitalisierung on point!

Ihr konntet nicht dabei sein? Kein Grund zur Sorge, hier findet ihr alle wichtigen Infos zusammengefasst.

Morgenstund hat gold im mund – das erste virtuelle werksfrühstück

Anfang April fand bereits das erste virtuelle WERKSFrühstück statt und glänzte mit vollem Erfolg. Die rund 40 Teilnehmer*innen äußerten in diesem Zuge vermehrt den Wunsch nach einer “Happy Hour” am Abend, bei der in gemütlicher Atmosphäre mit einem Feierabendbier genetzwerkt werden kann. Und hier sind wir genau beim Thema: Dem AfterWERK!

mood-check: Wie ist die stimmung?

Mit Hilfe einer interaktiven Online-Umfrage, konnten die Teilnehmer*innen in Echtzeit auf die folgenden Fragen reagieren:

  • Die erste Frage zielte auf die Gefühlslage in der aktuellen Corona-Situation ab. Ganz nach dem Motto “think positive” fielen die Antworten überwiegend optimistisch aus. Ein gutes Beispiel dafür, das Beste aus der Situation zu machen, ist WERK1 Alumnus ArtMasters, der seine Kunst-Events nun komplett in die virtuelle Welt verlagert hat.
  • Dass die Teilnehmer*innen von den WERK1 Events und dem AfterWERK im Speziellen durchweg begeistert sind, wurde bei der zweiten Frage nach dem Grund der Teilnahme klar. Vor allem das Networking und die Startup-Pitches kommen sehr gut an.
  • In der dritten und letzten Frage ging es darum für was das WERK1 für die Mitglieder steht und hier macht “der startup-freundlichste Ort in München” seinem Namen alle Ehre. Das WERK1 wurde mit Begriffen wie “Familie”, “tolle Community”, “entspannte Office Umgebung” oder “Place to be für Startups” assoziiert.

werk1 update

Nach dem Mood-Check hat das WERK1 Team die Gelegenheit genutzt, um ein kurzes Update zum WERK1 zu geben. Wie geht es vor Ort weiter?

Highlight war hierbei die Einführung eines To-Go-Services im WERK1 Café. Ab sofort kann man sich von 9 – 14 Uhr den heißgeliebten Kaffee holen und im Büro oder Coworking Space genießen.

Positiv hervorgehoben wurde in diesem Zuge außerdem, dass durch die derzeitige Situation ein digitaler Ruck durch Deutschland geht, der sich positiv auf viele Unternehmen auswirkt – Hier wären wir wieder bei “think positive”!

one mission update

Weiter ging es mit geballter Frauenpower: Die WERK1 Female Entrepreneurship Initiative
beschäftigt sich mit der Förderung von Frauen im Startup-Ökosystem. ONE MISSION sieht sich in der Aufgabe durch Events, Trainings und einem großen Netzwerk mehr Diversität in der digitalen Gründer*innenwelt, besonders im WERK1, zu etablieren und zu stärken.

Was macht denn eigentlich… ?

Jetzt hatten einige Startups, Mitglieder und Mitarbeiter*innen die Chance, sich kurz vorzustellen, damit sich die Community noch besser kennenlernen kann:

  • Stefano leitet das WERK1 Café und bringt mit seiner Spotify Playlist “ALLES WIRD GUT!” gute Laune ins Home Office. Außerdem kocht er fleißig für das WERK1 Kochstudio, in dem man Stefanos Rezepte ansehen und zu Hause nachkochen kann.
  • Weiter ging es mit Franz, Gründer des Startups deepc und seit Februar mit einem eigenen Büro im WERK1. Die Mission des Startups ist es, Menschenleben zu retten, indem medizinische Fehler durch den Einsatz von Deep-Learning-Technologie verhindert werden. Die KI-Lösung erkennt verdächtige Befunde in medizinischen Daten, meldet sie an die Ärzte zurück und leitet sie in die Regionen, die sie sich ansehen sollten.
  • Simon gründete Virtonomy und hat sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht klinische Studien von Medizintechnik-Produkten zu digitalisieren, indem diese an virtuellen Patienten getestet werden.
  • Günter ist Repräsentant von lexRocket, der führenden Startup-Initiative Deutschlands mit kostenlosen Tools, Coachings und Tipps. Für die WERK1 Community gibt es das lexoffice Buchhaltungs-Tool zwei Jahre und die Lohnbuchhaltungs-Anwendung ein Jahr kostenlos.
  • Sebastian ist Coworker im WERK1 und macht als Freelance Scientific Software Developer Datenanalysen für klinische Studien von Pharmaunternehmen. Außerdem baute er ein COVID-19 Dashboard, worüber man die aktuellen Infektionszahlen weltweit einsehen kann.
  • Carl ist bereits seit 3,5 Jahren im WERK1 Coworking und arbeitet als Projektmanager in verschiedenen Forschungsprojekten. Unter anderem ist er gerade an einer Forschungsgruppe beteiligt, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz eine Corona Blitz-Diagnose per Computertomographie verfeinern möchte.

Breakout-sessions: Time to network

In den abschließenden Breakout-Sessions fand jeweils ein 15-minütiger Austausch in kleinen Gruppen statt. Das Kennenlernen und Networking unter den Teilnehmer*innen ist ein wichtiger Bestandteil des AfterWERKS und erfreut sich besonders großer Beliebtheit. Nicht zuletzt auch deshalb, weil hier ein sehr lockeres und freundschaftliches Miteinander herrscht, das das WERK1 zu dem macht, was es ist.

Das Fazit des ersten virtuellen AfterWERKS ist durchweg positiv. Es wurde über aufschlussreiche Themen gesprochen und es fand ein interessanter Austausch unter den Teilnehmer*innen statt, welcher direkt Lust auf das nächste AfterWERK macht – Also bis zum nächsten Mal!

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KI-basierte Transportoptimierung – Smartlane digitalisiert die Logistikbranche

Eine effiziente Transportlogistik ist ein wichtiger Pfeiler für eine florierende Wirtschaft. Doch aufgrund veralteter Software und immer komplexer werdenden Prozessen und Anforderungen nagt der Zahn der Zeit an einer der Branchen, welche die Welt am Laufen hält. Die meisten Logistikunternehmen arbeiten noch sehr analog und gefährden damit ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit – mit Hilfe von Smartlane kann sich das jetzt ändern. Vereinfacht gesagt, digitalisiert, automatisiert und optimiert Smartlane das Transportmanagement und hilft Disponenten sich an die wachsenden Anforderungen erfolgreich anzupassen. Smartlane senkt die operativen Kosten bei den Logistikern dadurch um bis zu 30 % und schafft ein neues Level an Transparenz in den Transportprozessen.

DER WUNSCH VOM EIGENEN STARTUP

Florian Schimandl und Dr. Mathias Baur lernten sich während der Forschung an der Technischen Universität München kennen. Florian erinnert sich: „Damals trafen wir die Entscheidung, dass die Dinge, die in der Forschung entwickelt wurden in die Wirtschaft gebracht werden müssten. Die entwickelten Tools und Erkenntnisse sollten genutzt werden, um einen Mehrwert für die Allgemeinheit zu schaffen. Um dies in die Tat umzusetzen, haben wir uns auf ein EXIST-Gründerstipendium beworben und dies auch erhalten.“ Ein Jahr später kam Monja Mühling ebenfalls über die TUM hinzu und 2015 erfolgte die Gründung von Smartlane.

Die Gewissheit etwas Eigenes aufbauen zu wollen, entwickelte sich bei Mathias früh. In der wissenschaftlichen Projektarbeit hatte er sich bereits wohl gefühlt, aber der Drang selbst zu gründen überwog, wie er mit ruhiger und besonnener Stimme erklärt: “Ich wollte eigentlich schon immer selbst etwas bewegen.”

Monja interviewte im Rahmen ihrer Masterarbeit zahlreiche Gründer-Teams. “Nach fünfzehn Interviews wurde ich von zwei Teams gefragt, was ich nach dem Studium vorhabe. Im Nachgang führte ich mit den Teams noch weitere Gespräche und wendete den Blick zum ersten Mal darauf, vielleicht auch mal selbst zu gründen“, erzählt Monja. Die letztendliche Entscheidung zu gründen, beruhte in ihrem Fall eher auf einer persönlichen Basis, da sie mit Florian und Mathias die richtigen Partner dafür fand.     

DER PAIN POINT DER LOGISTIKBRANCHE

Wie eingangs erwähnt, erwies sich die Transportlogistik-Branche bezüglich der Digitalisierung als recht resistent, erklärt das Team. In der Branche sei immer noch viel statische Software, teilweise aus den 90er Jahren, im Einsatz. „Es gibt auch Unternehmen, die ihre Logistik irgendwann in den 80ern etabliert haben und sich seither sagen – es funktioniert ja, warum muss ich was ändern?“, sagt Mathias.

Die Branche ist also sehr traditionell aufgestellt, doch langsam kommt Bewegung hinein, denn vor allem große Player wie Amazon mischen das Spielfeld auf. „Wir merken, dass die Logistiker viel offener geworden sind. Sie sitzen auf Bergen von Daten, tun aber effektiv nichts damit. Die Bereitschaft dies zu ändern ist jetzt da“, stellt Mathias fest.

Hier kommt die Software von Smartlane ins Spiel. Sie optimiert die Transportlogistik und ist auch für den Einsatz in komplexen IT-Umgebungen geschaffen. Was Smartlane von anderen Angeboten in dem Bereich abhebt, ist die vollautomatisierte Analyse von Daten und das daraus entstehende Optimierungspotenzial für die Transportlogistik. So können Disponenten ihr Transportmanagement nach eigenen Bedürfnissen optimieren, je nachdem ob Sie Kosten einsparen oder ihre Servicequalität steigern möchten. Smartlanes smarte Technologie im Hintergrund ermittelt aus vielen möglichen Szenarien stets automatisch das individuell beste Optimierungsergebnis. Zu den Kunden von Smartlane zählen inzwischen schon Big Player wie METRO.

DIE FINANZIERUNG – SOLIDE BASIS UND EINSTIEG VON FRANK THELEN MIT FREIGEIST

Nach dem EXIST-Gründerstipendium verfolgte das Gründer-Team dann Bootstrapping über andere Softwareentwicklungsprojekte, um weiterhin an ihrem Projekt arbeiten zu können. So konnten sie ihr Produkt konkret auf den Markt formen, um damit Geld zu verdienen. Dennoch hätte das nicht gereicht, um das Produkt ganz groß rauszubringen. Ende 2016 erfolgt die erste Finanzierung über das Family Office Ideenschaft Invest. Anfang 2017 stellte Smartlane dann seine ersten beiden Mitarbeiter ein.  2018 kamen noch der Mobility Fund und Next Logistics Accelerator als Investoren dazu. Das Ziel war immer, ein skalierbares Produkt auf den Markt zu bringen und im Oktober 2019 passierte das, was nur wenigen Startups vergönnt ist: Der aus der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” bekannte Frank Thelen stieg mit ein. Smartlane hatte Frank Thelen bzw. das Unternehmen Freigeist als potenziellen Investoren erstmal gar nicht auf dem Schirm, bis ein Mitarbeiter von Freigeist „bei Smartlane an die Tür klopfte“.    

DER STANDORT MÜNCHEN

Vor allem der universitär-technische Hintergrund der bayerischen Hauptstadt ist ein großes Plus für München im Kampf um den Titel, das beste Startup-Hub Deutschlands zu sein. „Die Technische Universität München, aber auch die LMU machen gute Programme und fördern wahnsinnig das Unternehmertum.“, sagt Monja. Sie alle drei haben sich immer gut aufgehoben gefühlt in München.

SMARTLANE UND DAS WERK1

Außerhalb des universitären Campus, hatten die Gründer ihr erstes Büro tatsächlich im WERK1. Mit dem Wachstum ergab sich im WERK1 auch immer flexibel die Möglichkeit größere Flächen zu beziehen. „Im Endeffekt können wir hier in Ruhe arbeiten und es besteht immer ein intensiver Austausch zwischen den Startups. Es vergeht kein Tag, wo wir nicht eine Anfrage bekommen oder selbst bei jemandem fragen: Hey, wie hast du das gemacht? Wie habt ihr das gelöst? Könnt ihr uns jemanden empfehlen für bestimmte Bereiche usw.. Das ist wahnsinnig hilfreich, um schneller vorwärts zu kommen.“, sagt Florian. Die Community und die Möglichkeit zum uneingeschränkten Networking innerhalb des WERK1 und den transparenten Austausch schätzt das Smartlane-Team besonders.

DIE SMARTLANE TIPPS FÜR STARTUPS

Smartlane hat sich immer gut überlegt, mit welchen Investoren sie sich „verheiraten“ wie Monja sagt. Eine starke Due-Diligence sei auch auf Seiten der Gründer unabdingbar. „Es ist ganz wichtig, diesen essentiellen Pool der Geldgeber so zu halten, dass er zu uns passt. Unser Rezept ist, dass wir in den Entscheidungsprozessen bis heute schlank aufgestellt sind und alle Entscheidungen einstimmig beschließen. Weil eben auch alle uns vertrauen.“, erklärt sie. Ebenso wichtig sei aber auch das eigene Durchhaltevermögen, egal wie schwierig es wird.  

„Nach außen hin sieht man natürlich immer mehr die Highlights, aber ich glaube, es gibt kein Unternehmen in der Gründungsphase, das nur Highlights hat, erzählt Mathias und erläutert weiter: „Das war bei uns definitiv auch nicht so. Und wir hatten viele Phasen, in denen wir uns nicht vorstellen konnten wo wir in einem halben Jahr stehen, wie wir das alles eigentlich finanzieren könnten. An dem Punkt steht wahrscheinlich jeder Gründer in irgendeiner Phase. Da muss man auch mal die eigenen Grenzen überwinden. Das ist dann hart, aber ich glaube, was uns schon immer stark gemacht hat, ist wirklich das sehr starke Durchhaltevermögen.“

Wichtig sei laut Monja auch, an seinem Produkt fokussiert zu arbeiten: „Konzentriert Euch auf das wirklich Wichtige. Dann nimmt es Schritt für Schritt andere Dimensionen an. Das muss man aber auch feiern, denn die nächste Entscheidung, die einen in die Richtung des Erfolgs führt, steht immer bevor.“

Einen besonderen Tipp für Startups gibt uns Florian noch mit: „Wenn Ihr gründen wollt, sucht euch eine Community. Das macht das Leben deutlich einfacher.“

Wir wünschen unserem Startup Smartlane weiterhin viel Erfolg bei der Eroberung der Transportlogistik-Branche.

Startup: Smartlane
Kontakt: info@smartlane.de
Webseite: www.smartlane.de