Kategorie: Event Stories

„DIE HÖHLE DER LÖWEN“-Panel im WERK1 – Keine Absprachen, kein Skript und kein zweiter Take!

Show oder Chance? Hoher Input, schwacher Output? Oder doch ein „Kickstart“, um mit dem eigenen Startup richtig durchzustarten? Mit ca. 3 Millionen Zuschauern erfreut sich die Gründershow „Die Höhle der Löwen“ auch in der fünften Staffel großer Beliebtheit beim deutschen TV-Publikum. Doch gilt das auch für die Startups, die mit ihren Ideen um die Gunst der fünf Investoren buhlen? Folgt auf den ergatterten „Deal“ dann auch tatsächlich ein Vertrag? Oder ist alles nur Fake und wenn überhaupt gut für die PR? Drei Startups mit einschlägigen Erfahrungen zu dem TV-Format erzählten im Rahmen eines „Höhle der Löwen-Panels“ im WERK1 aus dem Nähkästchen.

Während im Nebenraum gehackt und über die Stadt verteilt an über 20 weiteren Locations genetworkt wurde, konnten sich Startup Safari-Teilnehmer bei diesem speziellen Panel Tipps und Insights von denen abholen, die sich den Löwen bereits erfolgreich gestellt haben. Mit dabei: Katharina Mayer vom Münchner Social Startup „kuchentratsch“, welches von Rentnern gebackene Kuchen an Privatkunden, Firmen und Gastronomie vertreibt und gerade frisch aus der Höhle kommt. Sebastian Niewöhner, der mit „talentcube“ das Video zum neuen Bewerbungsstandard machen will. Und Malte Janduda vom Smarthome-Plugin-Startup „Parce“, einem WERK1 Resident. Beide waren 2017 in der Höhle der Löwen. Die Fragen, die wohl jedem im Publikum auf den Lippen brannten, stellte Florian Mann, WERK1 CEO, der an dem Abend die Moderation übernahm.

Höhle der Löwen im WERK1

Wie kommt man rein in die Höhle der Löwen?

Für Talentcube war die Empfehlung durch ein anderes Startup der Schlüssel zur Höhle. Parce und kuchentratsch bewarben sich ganz klassisch. Auf die Fragen der Investoren (v.a. zu Zahlen und Skalierbarkeit) bereitete man sich besonders gründlich vor, indem man vorherige Staffeln analysierte. Außerdem wurde der Webshop mittels shopify für den erwarteten Ansturm fit gemacht. PR und Mitarbeiter müssen ebenfalls gut vorbereitet werden.

Wie lief die Produktion ab?

Alle drei Startups wurden ins kalte Wasser geworfen und mussten sich für die ca. zweistündige Aufnahme selbst vorbereiten und organisieren. Hilfe oder Tipps von VOX gab es keine, Kontakt zu den Investoren tatsächlich auch erst während des Drehs. Keine Absprachen, kein Skript. Und kein zweiter Take! Mit TV hatten sie alle keine Erfahrung und dementsprechend auch etwas „Bammel“ vor der ungewohnten Situation, bzw. vor der Herangehensweise in der Postproduktion. Die Bedenken der Gründer: Dass völlig zusammenhanglose Takes nach Belieben kombiniert werden, so wie es für die Dramaturgie eben passt. Tipp an der Stelle von Katharina Mayer: Immer schön lächeln, Gesicht unter Kontrolle behalten, auf keinen Fall traurig oder enttäuscht gucken. Übrigens: ganze 11 Monate Abstand hatte talentcube zwischen Dreh und Ausstrahlung – für das zu dieser Zeit gerade einmal 2 Jahre alte Startup eine Ewigkeit. Gut, dass der Investorenvertrag direkt nach der Produktion geschlossen wurde…

Was waren eure Erwartungen?… Und was lief ganz anders als erwartet?

Erwartungsgemäß lag der Fokus auf Entertainment, resümierten die Gründer. Obgleich die Deals beim Pitch realitätsgetreu knallhart verhandelt werden, überzeugt man als Startup allen voran durch mediale Performance bzw, durch eine mitreißende Story – und „ja“, die Produzenten von Sony casteten schon im Vorfeld auch nach optischer Eignung.

Während sich parce und talentcube schon vorher auf einen oder zwei Investoren fokussierten, ging kuchentratsch ganz offen in die Verhandlung. Alle drei kamen aber mit „ihrem“ passenden Investor auf eine gute Einigung.

Wie ging es nach der Show weiter?

Auch in puncto Resonanz erfüllten sich die Erwartungen der Startups, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Tendenziell hätten sie alle jedoch mit mehr unmittelbarem Ansturm gerechnet. Die Vertragsverhandlungen verliefen für kuchentratsch und talentcube, die beide Carsten Maschmeyer als Investor gewonnen hatten, sehr erfreulich. Auch über das Geschäftliche hinaus unterstützt Carsten Maschmeyer sie nach wie vor mit wertvollen Tipps und einer lebendigen Investment-Community. Parce hingegen kam mit Frank Thelen leider zu keiner Einigung. Allerdings konnten sie mit ihrem bestehenden Investor einen deutlichen Fortschritt erzielen. Seltener Schaden, wo kein Nutzen.

Würdet ihr nochmal mitmachen?

Sowohl Katharina als auch ihre männlichen Gründer-Kollegen lobten die steile Lernkurve, die aus der Teilnahme an der Show resultierte. All die Aufregung und all die neuen Erfahrungen boten neben dem finanziellen Gewinn einen solchen Mehrwert, dass v.a. kuchentratsch und talentcube jederzeit wieder dabei wären. Der Hauptgrund für Parce, dies nicht zu tun, liegt allen voran in ihrem Produkt. Der Emotionsfaktor war bei ihrem Smarthome-Gadget einfach nicht quotenförderlich genug. Das betonen auch die beiden anderen: Die Höhle der Löwen ist ein geniales Sprungbrett für massentaugliche, leicht verständliche „Consumer Goods“ – in Form einer ausgewogenen Mischung aus Show und Business. Was manch televisionsverdrossener „Millenial“ nicht unbedingt vermuten würde. Katharinas, Sebastians und Maltes Fazit zur Showteilnahme fiel beim Panel dem entsprechend positiv aus.

An der Stelle danken wir vom WERK1 den Dreien noch einmal ganz herzlich für den spannenden und unterhaltsamen Einblick und damit für die Unterstützung bei der Startup Safari im Allgemeinen.

Startup Safari 2018 im WERK1 – von der „verrückten Idee“ zum Event für 1.500 Teilnehmer

Drei Tage voller Events rund um Themen, die die Startup-Szene bewegen. Veranstaltungsort ist GANZ München, rund 20 Locations über die Stadt verteilt. Los geht’s schon in 12 Wochen. „Eigentlich eine völlig verrückte Idee“, resümierte Initiator Daniel Kilger am letzten Abend der Startup Safari. „Florian Mann und Oliver Halbig vom WERK1 haben als erste von meinem Plan erfahren. Und sie meinten direkt: „Cool, lass uns loslegen!“ So wurde das WERK1 nicht nur zum wichtigen Partner der ersten Startup Safari in München, sondern als Hauptsponsor und Host von rund 20 Sessions und der Pre-Opening-Party bei der Durchführung des mehrtägigen Events „federführend“, wie Ideengeber Daniel Kilger es formulierte.

Große „Range“ an Partnern & facettenreiche Themen

Eine Expedition durch das ganze Ökosystem der Startup Szene sollte es werden. Vom 23. bis 26.10. konnten sich Teilnehmer mit nur einem Ticket aus einem Timetable von 75 Sessions an 25 Startup freundlichen Orten in der Stadt ihr individuelles Programm je nach persönlichen Interessensgebieten zusammenstellen. Weit über 80 Partner sowohl aus der Startup-Szene, als auch von offiziellen Stellen, Initiativen und Medien waren beteiligt. Darunter viele Big Player, berühmte und aufstrebende Startups wie Flixbus, Celonis oder Freeletics, große Investoren und Acceleratoren, bis hin zu globalen Konzernen wie Google. Sie alle boten so genannte „Sessions“ zu diversen Themen an und öffneten sich damit den interessierten Teilnehmern zum Wissensaustausch und zum Networking. Das Angebot der Sessions reichte vom Workshop, über den Vortrag und die Diskussionsrunde, bis hin zum informellen „Connecten“ bei Drinks und Co und direktes Matchmaking für knapp 250 „Job Seeker“.

Die Sessions: thematischer Tiefgang & „hands on“

Dabei war es Daniel Kilger – selber Gründer des Digital Health Sartups Smokeless – und seinen Unterstützern wichtig, dass die einzelnen Veranstaltungen eine hohe Qualität haben. Möglichst kleine Gruppen sollten dafür sorgen, dass die Teilnehmer interaktiv untereinander und mit den Experten arbeiten konnten.

Wie zum Beispiel beim Workshop „Live Hacking“ durch den WERK1 Resident Crashtest Security, der am Freitagabend stattfand. Ziel für die Teilnehmer war es, in einer Art „Escape the Room Challenge“ eine Website zu entdecken und zu verstehen, wie ein Hacker denkt. „Die Webseite, die ich im Vorhinein programmiert habe, enthält Sicherheitslücken“, erklärt Workshop-Leiter und Co-Founder von Crashtest Security, Janosch Maier. „Die sollen die Teilnehmer finden. Im Anschluss schalten wir die Sicherheitslücken zusammen aus. Wir arbeiten hier also wirklich „Hands On“ mit dem Thema Sicherheit.“

Auch die Partner profitierten von der Teilnahme

Die Range der Teilnehmer war wie bei der Startup Safari generell sehr gemischt – was den Background aber auch das Knowhow betrifft. Vom Studenten bis zum Softwareentwickler war alles vertreten. Egal bei welchem Thema – „The Art of Pitching“, „Storytelling im Kontext einer Präsentation“, „Der Weg vom Angestellten zum Gründer“ und viele mehr – immer ging es darum, Wissen zu teilen, aber auch in den Aspekten Recruiting und Netzwerk von einander zu profitieren. Das Motiv für den WERK1 Resident Crashtest Security lag aber vor allem im Community-Gedanken, wie Mitgründer Janosch Maier sagt: „Wir wollten dem Startup Netzwerk mit unserer Beteiligung als Workshop-Ausrichter und damit als Partner der Startup Safari einfach etwas zurückgeben. Ich persönlich finde die Idee dahinter super, dass man wirklich die Möglichkeit hat, sich total flexibel genau das herauszupicken, was einen als Teilnehmer interessiert. Und wir Startups haben auf der anderen Seite die Chance, uns während der drei Tage einem breiten Publikum zu präsentieren.“

Startup Safari 2018 - WERK1

initiator Daniel Kilger ist „Mega Happy“

Auch Daniel Kilger sieht die Startup Safari eher als Gelegenheit für Gründer und die Szene an sich, etwas an die Community zurückgeben. „Das Ganze ist für mich als eine Art Hobbyprojekt entstanden. Weil ich der Überzeugung bin, dass die Startup Familie hier in München Großes leisten kann.“ Damit scheint er Recht zu haben, schaut man sich die Ausmaße an, die das eigentlich erst einmal als „Pilot“ geplante Event schon innerhalb kürzester Zeit genommen hat. „Wir haben gar nicht erwartet, dass es so groß wird. Ursprünglich wollten wir einfach mal gucken, welche Partner im Boot wären und ob das überhaupt ein interessantes Thema für die Leute ist“, witzelt Kilger. „Und dann ist es ehrlich gesagt völlig eskaliert. Wir haben in acht Tagen mehr als 1500 Tickets verkauft und in nur 12 Wochen 75 Session an 25 Locations an den Start gebracht. Alle wichtigen Accelerator und Partner sind dabei. Dafür möchten wir an der Stelle noch einmal ganz herzlich danke sagen. Natürlich auch dem WERK1 als Hauptsponsor, ohne den das alles nicht möglich gewesen wäre. Wir sind mega happy!“

Und was sagen die Teilnehmer?

Auch das Feedback der Teilnehmer, der am Freitagabend zum abschließenden Get-together – dem Silicon Drinkabout – im prall gefüllten WERK1 Café unter dem Motto „No talks, no bullshit, just networking and free beer“ mit den WERK1 Residents zusammenkamen, fiel durchweg positiv aus. Studentin Kim Nike Wiedenhold: „Ich hab leider nur am letzten Tag teilnehmen können, aber gleich mehrere Veranstaltungen besucht, weil ich mich mit dem Thema Gründen gerade stark beschäftige. Ich fand es vor allem super, dass man so easy in Kontakt kommt mit Experten aus vielen Bereichen, aber auch Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich austauschen kann.“ Andere Teilnehmer hoben besonders die gute Organisation während der drei Tage hervor, den Facettenreichtum der Themen und Inhalte sowie die Qualität der Sessions. Letztere lag den Initiatoren besonders am Herz, betonte Daniel Kilger kurz vor dem kollektiven Aufbruch zur Closing Party im „Enter the Dragon“ am Lehnbachplatz in München. „In der Planung haben wir speziell Wert auf „nischige“ Themen und kleine Gruppen gelegt, sodass die Teilnehmer nicht nur zuhören, sondern interaktiv miteinander arbeiten können. Wo hat man denn schon die Möglichkeit, mal vor Profis zu pitschen, die einen sofort verbessern? Oder wann hast du mal die Chance zu Google reinzugehen und ganz locker mit ein paar der Mitarbeiter ins Gespräch zu kommen?!“

 What’s next?!

Gute Frage… Wer keine Antwort auf sie weiß und auch leider die Startup Safari 2018 selber verpasst hat, darf aber jetzt ganz beruhigt sein: Es wir eine Wiederholung geben. Auch dafür haben Daniel Kilger und seine Supporter schon „große Pläne“. Wie die konkret aussehen, wird aber noch nicht verraten. Nur so viel lässt der Hauptinitiator blicken: „Wir werden das Ganze ausbauen, noch mehr in die Tiefe gehen.“ Fest steht: Das WERK1 wird als wichtiger Unterstützer der Startup Safari auch bei der Neuauflage maßgeblich involviert sein. Also: Stay tuned!

Die Bits & Pretzels Startup Night: Im WERK1 war Networking und Pokern angesagt

Wenn aus dem beliebten Poker-Startkommando „shuffle up and deal“ ein „shuffle up and connect“ wird, dann ist Gründerpoker Zeit. Bereits zum zweiten Mal durften wir im WERK1 das legendäre Gründerpokern als Side-Event der Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“ veranstalten und so wurde der Eventspace für einen Abend zum Casino.

Rund 80 Gründer, Unternehmer, Investoren und Coworker sind gekommen, um in entspannter Atmosphäre ein paar Poker-Chips, aber vielleicht auch die ein oder andere Visitenkarte auszutauschen. Das Besondere am Gründerpokern: Wer die Spielregeln nicht kennt, bekommt kurz vor dem Event bei den professionellen Pokerdealer eine kleine Einführung und kann anschließend mit Profis und anderen Einsteigern an einem Tisch spielen. Wer früh seine Chips verspielt, bekommt über eine „2. Chance“ die Möglichkeit, nochmal an einem Tisch der Hauptrunde Platz zu nehmen.

Spaß beim Netzwerken

Um 20 Uhr ging es dann für alle Teilnehmer an den Pokertischen los und mit dem Spiel begannen auch die ersten Gespräche. „Das Schöne ist, der Einstieg ist leicht. Mit Poker hat man gleich mal ein gemeinsames Thema. Man hat Spaß und nebenher laufen die Kontakte“, verrät uns Coworker Carl Steinbeißer, der sichtlich Spaß an der Veranstaltung hat.

Und genau darum geht es beim Gründerpokern. Gegeneinander spielen, aber miteinander reden. Ein Vorteil: Am Pokertisch lernt man nicht nur eine Person, sondern gleichzeitig auch den Charakter dazu kennen. Von Emotionsausbrüchen bis Pokerface konnte man an dem Abend alles beobachten.

„Das Besondere am Gründerpokern ist für mich die Atmosphäre. Das ist eine ganz unaufgeregte Art von Networking. Es ist ruhiger als bei anderen Meetup-Events. Gleichzeitig merkt man aber, die Ruhe ist eher oberflächlich. Im Inneren sieht es vielleicht ganz anders aus. Die einen können eine Rolle spielen, bei den anderen kommt das wahre „Ich“ zum Vorschein. Der persönliche Ehrgeiz, der viele erfolgreiche Gründer antreibt, kommt hier natürlich voll zum Tragen.“

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

Es geht natürlich aber auch um den Wettbewerb, bei dem man auch mal den ein oder andern Investor, der einem gegenübersitzt ein bisschen ärgern kann, sagt Daniel Kilger von Smokeless mit einem Augenzwinkern. Außerdem organsiert er mit dem WERK1 als Partner in diesem Jahr erstmalig die Startup Safari in München.

Erste Startup Safari in München

Auch im Rahmen der Safari wird das WERK1 vom 23. bis zum 26. Oktober wieder ein wichtiger Gastgeber für Startups und Investoren der lokalen Startup Szene sein. Insgesamt 19 Sessions werden in diesen Tagen bei uns im Haus stattfinden. Welche das sind, erfahrt ihr hier: https://www.werk1.com/event/startup-safari-munich/

Die Startup-Safari ist wie ein großer Tag der offenen Tür, mit der Besonderheit, dass es nicht an einem, sondern an vielen namhaften Orten in München stattfindet. Jeder Teilnehmer kann sich seinen individuellen Reiseplan quer durch München zusammenstellen und bei Flixbus, Google oder im WERK1 vorbeischauen. Das international schon sehr erfolgreiche Eventformat findet in diesem Jahr zum erstmal in München statt.

Wer am heutigen Abend beim Gründerpokern am Tisch verloren hat, konnte noch an der Cocktail-Bar Platz nehmen und hier mit anderen Teilnehmern ein bisschen plaudern und netzwerken.

Es wurde späte Nacht, bis dann am „Final Table“ mit den besten Zehn die letzte Runde ausgespielt und die glücklichen Gewinner ihre Preise entgegennehmen konnten. Besonders freuen konnte sich der App-Entwickler Jonas Hackenberg, der mit dem ersten Platz ein Ticket für die Bits & Pretzels 2019 abräumte.

Die Eventreihe Gründerpokern findet in anderen Städten übrigens immer in wechselnden Locations statt. In München kommt das Team immer wieder im WERK1 vorbei – in diesem Jahr waren wir neben der Bits & Pretzels noch 2 Mal Gastgeber für knapp 100 Teilnehmer. „Weil es hier einfach so schön, dass wir immer wieder gerne hierherkommen“, so Sascha Bevet, CEO Gründerpokern.

Wer jetzt Lust auf Poker und Networking bekommen hat: Das nächste Gründerpokern findet am 30.November statt – natürlich bei uns im WERK1.

Code+Design – Die Programmier-Pros von Morgen tüfteln im WERK1

Vier Tage lang an eigenen spannenden Hard- und Software-Projekten arbeiten, sich in einer gleichaltrigen Interessengemeinschaft austauschen und dabei von professionellen Coaches neue Technologien gezeigt bekommen – so lautet das Programm von Code+Design, einem Workshop, der seit rund zwei Jahren durch ganz Deutschland tourt und sich an Jugendliche richtet. Zum zweiten Mal war das WERK1 Gastgeber und bot damit vom 30.8. bis 2.9. rund 30 angehenden Programmier-Pros ein inspirierendes Umfeld um sich auszuprobieren.

Was ist Code+Design?

Veranstaltet werden die deutschlandweiten Programmier-Camps für Berufseinsteiger von der gemeinnützigen Code+Design Initiative e.V.. „Unser Ziel ist es, mehr junge Menschen für digitale Technologien zu begeistern und über die verschiedenen Berufsbilder zu informieren“, erklärt Anna Brückner, eine der Coaches, die die Teilnehmer im WERK1 unterstütz haben. Drei sein können Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren. Welchen Wissensstand sie in puncto Coding und Co. haben, spiele dabei keine Rolle, sagt der Coach – sowohl Fortgeschrittene, als auch blutige Anfänger sind bei den Worshops in Städten wie Hamburg, Frankfurth, München und Co. willkommen. „Es geht darum, dass sich Jugendliche, die ein grundsätzliches Interesse an der Sache haben, ausprobieren können. Die Basics in Sachen Programmiersprache zum Beispiel, lernen die, die es noch nicht können, dann ganz beiläufig.“

Erfahrungen aus dem Berufsalltag mitnehmen

Das Camp im WERK1 fand wie für Code+Design üblich im „Hackathon-Format“ statt. Heißt: Am Anfang stellen die Teilnehmer, die schon eine Projektidee haben, diese vor. Dann schließen sich Teams zusammen, die an den verschiedenen Ideen in Projektgruppen arbeiten – rein nach Interesse. Bis zur Abschlusspräsentation am letzten Tag entwickeln die Gruppen Konzepte, einige sogar erste Prototypen. In Unterstützung der Coaches, die alle auf Berufserfahrung in dem Business zurückgreifen und den Teilnehmern aus den eigenen Erfahrungen im Job berichten können. Wie Anna Brückner: „Der Nerd, der sich mit seinen Games im Keller einschließt und Pizza isst, das ist ein absolutes Vorurteil. Wenn man im Bereich Coding und IT-Entwicklung arbeitet, muss man kreativ sein. Es wird viel im Team gearbeitet und man muss Sozialkompetenz mitbringen. All das erleben die Jugendlichen in unseren Workshops.“

Die Projekte – von Games bis hin zu Apps für den eigenen Alltag

Aber wie sehen die Projekte aus, die sich die Teilnehmer in einem solchen Camp zum Ziel setzen?

„Das Thema Gaming kommt natürlich oft vor, also eigene Spiele entwickeln“, erläutert Coach Anna Brückner. „Oder es geht um ganz alltagsnahe Probleme, auf die die Jugendlichen stoßen. Ein Mädchen hat zum Beispiel mal den Blindenstock ihrer Freundin mitgebracht. Und die Idee, man könne an ihm eine Art Sensor und GPS integrieren, die ihr die Orientierung leichter machen. Einer der Teilnehmer hat zum Beispiel mal ein Programm für das Sekretariat seiner Schule entwickelt – das ist soweit ich weiß heute in Gebrauch – mit dem kann die Schule die Kurswahl der Schüler per Algorithmus fair auslosen.“ Wieder andere, darunter auch die Teilnehmer in München, entwickeln Apps, die einem die Wartezeit auf Bus, Arzttermin und Co. sinnvoll gestalten – mit kurzen Lektion und Übungen aus Bereichen wie Fremdsprache, Politik, Biologie etc. Ein anderer Münchner Teilnehmer ist schon lange genervt davon, dass auf Partys ständig streit entsteht, weil nicht allen die Musik gefällt. Seine Idee: ein Programm, das zum Beispiel alle Spotify-Accounts der Partygäste matcht, und dann nur die Titel spielt, die auf möglichst vielen davon vertreten sind.

Konkurrenz: no! – Teamwork: yes!

An den Dingen arbeiten, die einen im Alltag selber beschäftigen. Und daran immer wieder kleine Erfolgserlebnisse haben – das sei der Grund, warum die Jugendlichen so begeistert bei der Sache sind, sagt Betreuerin Anna Brückner. „Deswegen haben wir auch viele Wiederholungstäter. Wer mitmacht, ist wirklich super motiviert. Das sieht man auch daran, dass einige der Kids morgens schon viel früher da sind, als wir überhaupt loslegen. Und abends auch noch länger bleiben, um in den Gruppen weiter an ihrer Sache zu arbeiten.“ Konkurrenzdenken spiele hingegen keine Rolle, sagt der Coach. „Im Gegenteil, alle geben sich gegenseitig Input und tauschen Lösungsideen aus. Kein Projekt wird höher gewartet, als das andere, egal ob es jetzt um ein Game geht oder eine App mit einem sozialen Hintergrund.“

Was sagen die Teilnehmer?

Das nennt man dann wohl „Blut geleckt“. Jonathan kann das nur unterschreiben. Der 17-jährige Gymnasiast hat mit seinem Schulkollegen schon zum zweiten Mal bei Code+Design teilgenommen. „Programmieren ist leider ein Hobby, das nicht sehr verbreitet ist. Darum ist es super hier mit viele Leuten in unserem Alter zusammenzukommen und mit ihnen gemeinsam zu überlegen, wie man seine Ideen weiterbringen kann. Dabei lernt man auch echt viel, was man im Studium oder in der Ausbildung brauchen kann.“

Der Mädchenanteil wächst

Als gemeinnützige Initiative sind die Initiatoren der Code+Design natürlich auf etwaige Unterstützer angewiesen. Das WERK1 stellte deswegen die Location frei zur Verfügung.

Fünf Mädchen waren unter den knapp 30 Münchner Teilnehmern. Oft sei das Verhältnis von männlichen und weiblichen Interessierten aber 50/50, minimal sei ein Mädchen-Anteil von 25 Prozent, berichtet Anna Brückner. Es finden also auch immer mehr junge Frauen den Weg in das Berufsfeld. Sicher auch ein Verdienst der Code+Design Initiative e.V., die mit den viertägigen Camps wie bei uns im WERK1 dafür sorgt, dass jungen Menschen mit solche einem Interessengebiet der Weg ins Berufsleben geebnet wird.

InsurTech Cashwalk im WERK1: Ein Pitch-Event der Superlative

Vom mobilen Gesundheits-Check am Arbeitsplatz bis hin zum Full-Service-Partner für Drohnendienstleistungen. Auf dem ersten InsurTech Cashwalk im WERK1 buhlten 27 internationale Startups um die Gunst von mehr als 60 handverlesenen Investoren. Am Ende zeichnete die Jury drei Gewinner aus.

Der InsurTech Hub München hat gemeinsam mit dem LMU Entrepreneurship Center zum  Cashwalk geladen und die Startups, sie kamen zahlreich. Über 50 hatten sich im Vorfeld beworben, am Ende durfte sich rund die Hälfte von ihnen einem Publikum potentieller Investoren präsentieren. Die Herausforderung: Jedes Startup hatte gerade mal drei Minuten Zeit, um ein Problem, die Lösung und das Produkt vorzustellen.

Für uns ist das Besondere, dass es ein Pitchen im Staccato-Modus ist. Der Cashwalk ist eine ganz nette Anspielung auf den Catwalk, sozusagen ein Schaulaufen der Startups. Dieses Format haben wir sehr gezielt gewählt, dass man als Zuhörer, das sind ja vor allem Investoren, die Möglichkeit hat, in kürzester Zeit eine große Anzahl an Startups zu sehen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

Wer dann auch noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen wollte, musste im Anschluss an den Pitch die passenden Antworten für die Jury parat haben. Die kritischen Fragen der zehn Jury-Mitglieder zielten vor allem darauf ab, die Gründer noch ein bisschen aus der Reserve zu locken und ihre Ideen genauestens zu prüfen.

Neben dem Blick auf Geschäftsmodell, Gründer und bisherige Traction bzw. Piloten interessiert mich vor allem auch, welche wirklich differenzierenden Capabilities das Unternehmen aufbaut und wie sich diese – beispielsweise mit einem Versicherer als Kooperationspartner – skalieren lassen und konkreter Impact generiert werden kann.
Dr. Volker Büttner, Head of Group Innovation im Generali-Headoffice in Mailand (Juror)

Mir ist vor allem auch wichtig zu sehen, wie das Team zusammengesetzt ist und welches Feuer sie mitbringen, also sind sie wirklich überzeugt von ihrer Idee?
Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1 (Juror)

Am Ende zählte also nicht nur das Businesspotential, sondern auch die Begeisterung, die natürlich auch bei den Investoren spürbar sein musste, um zu überzeugen. Die gewünschte Investitionssumme der Startups reichte von 40.000, bis hin zu 2 Millionen Euro. Ambroise Fargère von +Simple ist für den InsurTech Cashwalk extra aus Frankreich angereist.

Ich habe erst vor vier Wochen in meiner Firma angefangen. Daher war der Pitch heute eine ganz schöne Herausforderung. Aber es ist super hier zu sein, Leute kennenzulernen und vor allem sich mit potentiellen Partnern zu connecten.
Ambroise Fargère / +Simple

Zwischen den vier Pitch-Runden wurden die Pausen genutzt um zu networken, die Produkte der Startups genauer zu begutachten und um wertvolle Gespräche zu führen.

Wir sind hier um interessante neue Startups aus dem InsurTech-Bereich kennenzulernen, weil das ein wichtiger Markt ist und sich die Branche im Umbruch befindet. Das Interessante bei diesem Event ist, dass zum einen sehr viele Startups aus einem Themenbereich da sind und zum anderen, dass auch die Investoren-Szene vertreten ist. Man kann sich also auch austauschen.
Stephan Mohrhardt / Ancore Finance Group

Interessante und außergewöhnliche Ideen gab es auf diesem exklusiven Pitch-Tag auf jeden Fall genug. Hier ein kleiner Auszug:

Body-Labs: Der Gesundheits-Check am Arbeitsplatz

BodyLabs Logo

Ob Kontrolle von Herz, Blut, oder Atmung. Die Vision von Body-Labs ist es, mithilfe eines mobilen Labors Mitarbeitern in nur 15 Minuten einen ganzheitlichen Einblick in ihre wichtigsten Gesundheitswerte zu geben. Alles ganz bequem am Arbeitsplatz. Für Unternehmer könnte das in Zukunft eine interessante Möglichkeit sein, gezielt und
individuell in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren.

Idana: Die digitale Anamnese

Idana LogoMit einem digitalen Fragebogen will das Startup wichtige Informationen bereits vor dem Arztgespräch erfassen. Die Fragebögen sind speziell auf die Beschwerden des Patienten zugeschnitten und können via Smartphone oder Tablet im Wartezimmer, oder bereits von zu Hause beantwortet werden. Der Arzt erhält die Daten verschlüsselt und kann sich so
vorab ein genaueres Bild von seinem Patienten machen.

Dynamic Components: Früherkennung der Prozessrisiken von Fahrstühlen

Dynamic Components Logo

Das Startup aus München hat eine Soft- und Hardware zur vorausschauenden Wartung für Aufzüge und Fahrtreppen entwickelt. So sollen zum Beispiel Daten an Aufzügen oder Rolltreppen erfasst und daraus Trendanalysen abgebildet werden. Ziel ist es, die Wartungskosten für dem Kunden zu senken und Ausfälle zu vermeiden, die in Krankenhäusern sogar über Leben und Tot entscheiden können.

Am Ende dieses spannenden Pitch-Tages zeichnete Andy Goldstein vom Entrepeneurship Center der LMU München die Sieger aus. Platz 1 belegte Black Rock Insurance aus Großbritannien, gefolgt von Dynamic Components und FairFleet aus München. Die Geschenktüte für die Gewinner, eher symbolisch. Den viel größeren Wert hatte sicherlich die ein oder andere Visitenkarte eines Investors.

Demo Day im WERK1: Neun Startups präsentieren ihre Vision für eine moderne Versicherungswirtschaft

9 Start-ups. Rund 60 Mentoren. 13 Versicherungspartner. 8 Wochen. Man könnte es fast als ein kleines Boot-Camp der Startup-Szene bezeichnen, was sich in den letzten Wochen hier in den Räumen des WERK1 abgespielt hat. Das Ergebnis: Neun innovative Lösungen, welche die Zukunft der digitalen Versicherungsindustrie vorantreiben könnten. Mit den Live-Präsentationen der internationalen Teams endet erfolgreich der dritte Batch des W1>> InsurTech Accelerator.

Sie haben in den letzten acht Wochen ihr Herzblut investiert. Für die meisten Teilnehmer des Batch hieß das aber auch: Wenig Schlaf, dafür viel Kaffee. Doch Tage wie dieser sind die Belohnung für die harte und intensive Arbeitszeit, denn das Interesse an ihren Projekten war groß. Der Eventspace: Voll gefüllt mit knapp 200 begeisterten Startup-Kollegen, Investoren, Versicherern und Neugierigen.

W1>> Insurtech Accelerator Batch 3

Die Besonderheit bei diesem Batch: Er ist fast doppelt so groß wie die Vorgänger. 75 Startups haben sich für das Programm in diesem Jahr beworben. Neun internationale Teams, darunter sogar eines aus Australien und zwei aus Indien wurden am Ende ausgewählt.

„Die Anforderungen an diesen Batch waren größer, von Anfang bis zum Ende. Allein der Recruitingprozess war aufwändiger und internationaler als je zuvor. Mittlerweile hat sich unser Konzept aus München herumgesprochen. Das ist ein schönes Signal, was wir da für eine weltweite Anziehungskraft entfaltet haben.“ Dr. Florian Mann, Geschäftsführer im WERK1

In jedes Startup wurden rund 50.000 € in Form von Infrastruktur, Mentoring der Extraklasse und direkten Anknüpfungspunkten zu mehr als einem Dutzend weltweit agierender Versicherungsgesellschaften investiert. Mit diesem „Rundum-sorglos-Paket“ wurden in kürzester Zeit aus Ideen skalierbare Geschäftsmodelle.

Nach Interviews auf der Bühne mit den W1>>Teammitgliedern und einer kurzen Ansprache von Tom Van den Brulle, Leiter globaler Innovation bei der Münchner Rück, wurde es für die Startups ernst. Jedes Team hatte genau fünf Minuten Zeit, um das eigene Projekt den anwesenden Experten vorzustellen. Hier ein paar Beispiele der Präsentationen:

Jeder kann und darf pitchen

Ayan Srivastava präsentierte mit einem Video die App Kruzr, die das Smartphone zum Fahrassistenten werden lässt. Die Kruzr Sprachassistenz könnte ein hilfreicher Co-Pilot werden, indem sie z.B. auch bei erhöhter Geschwindigkeit oder schlechten Wetterbedingungen warnt, nach längerer Fahrzeit Pausenvorschläge macht, oder einfach die eingehenden Nachrichten verwaltet. Ziel ist es, so die Zahl der Autounfälle signifikant zu reduzieren.

Kruzr Product

 

Weiter ging es mit der intelligenten Gesundheitsplattform Docyet, die nicht nur mit den Patienten sprechen kann, sondern auch mithilfe von künstlicher Intelligenz für ihre Probleme passenden Lösungen parat hat. Petra und Samuel von Freya setzten sich mit dem Thema Fruchtbarkeit des Menschen und einer möglichen Versicherungsleistung auseinander und Marguerite von MedPayRx erklärte, wie die Blockchain Technologie in Zukunft Patienten beim Onlineeinkauf von Medikamenten unterstützen kann. Am Ende der Präsentationen bekamen alle feierlich ein Zertifikat überreicht. Für Gilberto aus Sydney eine schöne Erinnerung an eine aufregende und intensive Zeit.

„Since the first day I came for demo day, I felt like: this is the place. It was a really intense time, but I always wanted to get the most out of it! It was a huge opportunity to speak directly with a collection of insurance companies and it has really opened a lot of doors for us.“ Gilberto Spencer CEO & Gründer von Claimspace

Die harte Arbeit hat sich gelohnt. Alle neun Startups haben ihre Präsentationen auf der Bühne souverän und professionell gemeistert. Programm-Koordinator Daniel Nowack zeigt sich nach den Pitches sehr zufrieden, ja fast schon ein bisschen sentimental.

„Es war eine unglaublich dynamische Kohorte, mit der es sehr viel Spaß gemacht hat zusammenzuarbeiten. Jeder konnte von jedem lernen. An einem Tag wie heute zu sehen, wie sich Startups selbstbewusst präsentieren, die vorher sehr unsicher waren, ist ein riesen Geschenk!“

Ein Erfolg für die Versicherer

Der W1>> InsurTech Accelerator verbindet die Welt der Startups mit der Welt der großen Versicherungen und dabei profitieren nicht nur die Gründer. Auf dem Demo-Day verriet uns Johannes Wagner:

„Für uns Versicherer ist es ein stetiger Wettkampf um Premium-Innovationen. Wir müssen an die Top-Themen weltweit rankommen. W1>>InsurTech ist dafür ein Sammelbecken. Hier haben wir Zugang zu Premium-Innovationen, nicht aus dem Silicon Valley, sondern direkt aus München!“ Johannes Wagner, Vorstand InsureTech HUB München / Leiter Start-up Corporation Versicherungskammer Bayern

Neben Interviews, Reden und Pitches blieb an dem Abend aber natürlich auch noch genügend Zeit um zu Feiern und ein bisschen zu networken. An kleinen Ständen konnte sich jedes Startup nochmal im WERK1 Café interessierten Besuchern vorstellen und bei einem gemütlichen Drink, die Ideen der Startups noch genauer zu diskutieren. Unser Abend endet an dem Stand von Freya und mit den schönen Worten von Gründerin Petra:

„It was a unique program. We love it here in Munich. WERK1 has a super friendly atmosphere, we feel like home!“

WERK1 feiert Demo Day vom ersten Digital Health Accelerator in München

It’s Demo Time! WERK1, Roche und Plug’n Play haben gemeinsam den ersten Digital Health Accelertor in München organisiert und nach Monaten konzentrierter Arbeit, präsentierten am 7. Juni fünf herausragende Startups ihre Ergebnisse. Völlig klar, dass da unser Eventspace an seine Grenzen kommt. Doch zum Glück haben wir im Werksviertel passende Ausweich-möglichkeiten: Im Technikum direkt nebenan präsentierten sich die Startups über 350 Interessierten und feierten im Anschluss sich selbst und die Ergebnisse bis tief in die Nacht – wohl verdient! 

Neben Startup-Förderung und Coworking sind die Accelerator-Programme ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im WERK1. Nach den Erfolgen im Bereich InsurTech, haben wir uns 2018 basierend auf dem erfolgreichen Start des Future X Healthcare Events (www.fxh2017.com) Digital Health als neues Thema für uns entdeckt. Gemeinsam mit Roche, einem der führenden Unternehmen der Gesundheitsbranche und Plug and Play, dem weltweit größten Anbieter von Accelerator-Programmen haben wir den ersten Digital Health Accelerator für München ins Leben gerufen.

Fünf Monate haben die Startups vom WERK1 aus mit Hilfe von Mentoren an ihren Projekten gearbeitet und ab 7. Juni war es Zeit, die Ergebnisse vorzustellen. Mit dem Technikum am Werksgelände war die richtige Location schnell gefunden. Insgesamt wurde es dann ein langer Tag. Los ging es mit einem Presse-Brunch, um in entspannter Atmosphäre die Ergebnisse der Fachpresse vorzustellen. Frisch gestärkt ging es dann schnell vor großem Publikum weiter. Nach den Grußworten von Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und einigen Vorständen hatten dann die Startups das Wort. Ein Pitch folge auf den anderen und schnell wurde klar, welch professionelles Niveau jedes der jungen Unternehmen in der kürze der Zeit erreicht hatte. Die Qualität der Vorträge, Videos und Präsentation war herausragend. Doch auch danach war noch nicht Schluß. Nur selten hat man so viele führende Vertreter der Gesundheitsbranche an einem Ort und so wurde der Rest des Abends bis in die Nacht für Networking und verdiente Feierlichkeiten genutzt.

Die Startups

1. Fibricheck 

Fibricheck ist eine verschreibungspflichtige, medizinisch zertifizierte Screening- und Monitoringapplikation zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen einschließlich Vorhofflimmern.

  1. inveox

Inveox automatisiert die Probenvorbereitung in der Histopathologie.

  1. Medicus.ai

Medicus.ai ist eine KI-basierte Plattform, die medizinische Berichte und Gesundheitsdaten erklärt und interpretiert, um aus Zahlen aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen.

  1. SagivTech

SagivTech bietet Forschungs- und Entwicklungslösungen in den Bereichen Computer Vision, Machine Learning und Deep Learning sowie Hardcore Code Optimierung für verschiedene Hardwareplattformen.

  1. StethoMe

StethoMe ist das erste medizinische Diagnosegerät seiner Art, das die Atemwege überwacht und die Körpertemperatur präzise und benutzerfreundlich misst.

DR. Florian Mann über die Rolle vom WERK1 beim Digital Health Accelerator

Dr. Florian Mann - WERK1„Nach der Erfahrung im Rahmen des InsurTech Accelerators und des Aufbaus des InsurTech Hubs unterstützt von der de:hub Initiaitve haben wir einen sehr schnellen und pragmatischen Weg gewählt.

In enger Zusammenarbeit mit Roche haben wir innerhalb von 2 Monaten ein maßgeschneidertes Programm aufgebaut, basierend auf den Anforderungen von Startups, die bereits vorausgewählt waren und Roche. Hier lag der Fokus auf Kollaboration und Pilotprojekte mit starken Kontakten zu Roche und externen Experten. Unsere Erfahrung hat uns sehr geholfen, die richtigen Mentoren und Coaches für die 5 Startups des Batch Zero zu finden.

Digital Health ist definitiv eines der meist-reguliertesten und komplexesten Marktfelder! Es gibt eine Menge an Stakeholder und Parteien, die das umfangreiche Ökosystem bilden. Hut ab an die Startups, die wagen, hier ihr Business aufzubauen!

Es ist ganz wichtig, flexibel mit der Programmstruktur zu sein und frühzeitig auf die einzelnen Bedürfnisse der Startups und Partner einzugehen. Denn erst dann kann das Programm einen wirklichen Mehrwert bringen. Ein umfangreiches Netzwerk und ein richtiges Gespür fürs Matchmaking, (die richtigen Leute an den Tisch zusammen zu bringen) sind essentielle Bestandteile, um auch einen wesentlichen Mehrwert für alle zu stiften und auf die nächste Stufe zu bringen.“

Forsetzung folgt

Die anwesenden Vorstandsvertreter von Roche betonten immer wieder, dass ein Accelerator nicht alleine den Startups hilft. Sie lobten das kreative Miteinander, das im besonderen technische KnowHow und die Einstellung aller fünf Startups, von der Konzerne wie Roche enorm profitieren könnten. Der nächste Schritt sei daher nur logisch: Nach der erfolgreichen Pilotphase im WERK1, wird der Accelerator gemeinsam mit Plug’n Play mit Batch 1 fortgesetzt.

Netzwerken in der Startup-Szene: Das Gründerpokern ist zurück im WERK1

„Heads up“ im WERK1: Wir haben am Freitag den 6. April das erste Gründerpokern 2018 in München veranstaltet. Knapp 140 Gründer, Förderer wie Business Angels und andere Insider aus der Gründerszene sind für einen Abend in unserem Eventspace zusammengekommen, um sich besser kennenzulernen. Und was wäre dafür besser geeignet, als eine zwanglose Pokerrunde, in der man mit anderen Teilnehmern am eigenen Tisch, in den Pausen oder am Ende an der Cocktail-Bar ganz automatisch ins Gespräch kommt. Eine Netzwerk-Veranstaltung nach Maß also, die wir im WERK1 zum wiederholten male mit großem Erfolg ausgerichtet haben.

Dank der Experten vom Allgäuer Pokerclub ist die Veranstaltung grundsätzlich für alle offen. Die erfahrenen Dealer gaben zu Beginn eine kurze Einführung in die Grundregeln und Karten mit den wichtigsten Informationen lagen an jedem Tisch bereit. Außerdem behielten die Experten den gesamten Abend alles im Blick und halfen bei Fragen weiter, so dass bis zum Ende Experten und Anfänger an einem Tisch sitzen konnten und dem fachlichen Netzwerken nichts im Wege stand.

Mit deutlich mehr hungrigen Teilnehmern als geplant, war das einzige Problem, dass unser  Essen nicht für alle reichte. Die Freude über das große Interesse an der Veranstaltung tröstete uns jedoch darüber hinweg un da unser Event-Team natürlich die Kunst der Improvisation beherrscht, gab es nach einer kurzen Wartezeit noch ausreichend Pizza für alle – immer in direkter Nachbarschaft zu den Arbeitsplätzen von knapp 40 Startups und mehr als 100 Coworkern. Mehr Startup-Feeling geht wohl kaum.

So hatten alle ausreichend Energie, um bis in die Nacht erst am Pokertisch und nach und nach an der Cocktail-Bar Platz zu nehmen und es zog sich tatsächlich bis in den Samstag rein, bevor die letzten Karten am „Final Table“ ausgezählt wurden und die glücklichen Gewinner ihre Preise in Empfang nehmen konnten. Doch letztendlich gehörten alle Teilnehmer zu den Gewinnern, denn jeder von ihnen ist nun ein kleines Stück bekannter in der Münchner Startup-Szene als vorher. Und auch als Veranstalter sind wir ein weiteres Mal sehr stolz darauf, dass wir so viele spannende Persönlichkeiten im Rahmen eines tollen Events bei uns begrüßen konnten.

Digital Health meets InsurTech – die Pioniere eines modernen Gesundheitssystems im WERK1

Es kommt nicht häufig vor, dass wir schon vor einer Veranstaltung ins Schwitzen kommen. Doch zum Event „InsurTech meets Digital Health“ waren wir von der Zahl der Anmeldungen zuerst positiv überrascht, fürchteten dann aber zwischenzeitig, dass wir nicht allen Interessierten Platz bieten können. Letztendlich präsentierten wir uns im WERK1 aber wiedermal als souveräner Gastgeber.

InsurTech meets Digital Health

Doch von vorne: Die Themen InsurTech und Digital Health haben dank unserer W1>>Forward-Programme einen festen Platz im WERK1. Was läge da näher, als beide Welten zusammenzubringen und genau das haben wir gemacht. Am 19. Februar haben wir gemeinsam mit unseren Partnern, dem InsurTech Hub München und Roche im WERK1 das erste offizielle Meetup zur Digitalisierung der Versicherungsbranche und des Gesundheitswesens organisiert. Mit über 350 Anmeldungen – inklusive einer 70 Personen langen Warteliste – fürchteten wir schon, dass wir nicht allen interessierten Teilnehmenden Platz bieten können. Doch wir mussten niemanden abweisen und letztendlich kamen alle in unserem bis auf den letzten Platz gefüllten Eventspace unter.

Vom Pitch zur Panel-Diskussion

Die Bühne gehörte zunächst vier aufstrebenden Startups: Fibricheck, Ottonova, SkinVision, Teleclinic, teils schon bekannte Namen in Startup-Kreisen und alle pitchten ihre Konzepte vor versammelten Experten. Diese kamen teils von großen Unternehmen der Branche, aber auch potentielle Investoren waren unter den Besuchern. Kurze Keynotes von Munich Re und der Schön Klinik gaben einen Einblick in aktuelle Herausforderungen beider Branchen. Im folgenden Experten-Panel, moderiert von Dr. Dominik Pförringer, diskutierten Benedikt Zacher – CEO bei BK Ventures, Dr. Jochen Hurlebaus – Head of Central R&D Services – Innovation & IP Management bei Roche Diagnostics, Carol Wildhagen – CEO und Co-Founder von Ariana Health und Dr. Regina Vetters – Head of Digital and Innovation bei BARMER über den Bedarf zur Digitalisierung beider Branchen und gaben anwesenden Startup-Vertretern Tipps, um auf ihrem Gebiet erfolgreich zu sein. Insgesamt ein rundes Programm, in dem sich nahezu alle Anwesenden auf die ein oder andere Art wiederfanden.

Gegen 21 Uhr war das offizielle Programm dann vorbei und bei Snacks und Getränken konnten alle Anwesenden die vielen Informationen in netter Runde verdauen. Zeit für Networking und direkten Austausch untereinander war natürlich auch noch.

Wir freuen uns, auch weiterhin vom WERK1 aus mit kreativen Startup-Konzepten und einer Plattform für den direkten Austausch neue Impulse für die Versicherungswirtschaft und das Gesundheitswesen zu geben. Auch unsere WERK1-Community kann davon nur profitieren.

Feedback zum Event

Dank Organisation via Meetup haben wir viel interessantes Feedback im direkten Anschluss an das Event bekommen – vielen Dank dafür. Hier ein paar Auszüge:

 

 

Global Game Jam im WERK1 – Ein weltweit organisierter Hackatron

Wieder einmal stand der Global Game Jam auf dem Programm: Ein weltweit organisierter Hackatron, bei dem Anfänger und Profis von Freitag bis Sonntag gemeinsam Videospiele entwickeln konnten. Das Team von Games/Bavaria hat die Veranstaltung über ein gesamtes Wochenende im WERK1 organisiert. Insgesamt haben 804 Standorte – weltweit vernetzt – an der Veranstaltung teilgenommen. Besonderes Highlight: Durch die professionelle Umsetzung des Livestreams war der Münchener Stream über mehrere Stunden Teil des offiziellen Livestreams der Veranstalter und wurde dort mehrfach gezeigt und erwähnt.

Unser Dank gilt Games/Bavaria für die professionelle Organisation. Einige fabelhafte Spiele wurden entwickelt, die Sie hier sehen können: Website
Insgesamt sind 10 teils aufwendig geplant und ausgeführte Spiele entstanden.

Im Jahr 2018 stand bei der Global Game Jam ein Jubiläum an: Seit nunmehr zehn Jahren findet diese besondere Form der kreativen Spielentwicklung einmal im Jahr rund um den Globus verteilt statt. Die Teilnehmenden machen es sich zur Aufgabe, in 48 Stunden gemeinschaftlich ein Spiel zu entwickeln und mit der Welt zu teilen. Das WERK1 war in München der einzige Veranstaltungsort – dementsprechend groß war die Begeisterung und der Enthusiasmus der Teilnehmenden – ein wichtiger Tag für den Spieleentwickler-Standort Bayern.

Neben den technischen Themen sind die gemischten Teams ein wichtiger Bestandteil des Events. Anfänger können mit Branchenveteranen zusammen arbeiten und so erste Einblicke bekommen und wichtige Kontakte knüpfen. Gleichzeitig haben Profis die Chance „Out of the box“ zu denken und neben ihren alltäglichen Projekten völlig neue Genres oder Mechaniken auszuprobieren. Sicher einer der wesentlichen Gründe, warum der Global Game Jam seit Jahren eine der beliebtesten Veranstaltungen dieser Art ist.

Dank Cipsoft und Elgato konnten wir auch dieses Jahr eine voll-verpflegten Austragungsort mit 48h Livestream stellten, Ausschnitte davon gibt es hier.

Süddeutsche Games/Bavaria
Süddeutsche Zeitung Online: 28. Januar 2018