Kategorie: Startup Stories

Im WERK1 zum “europäischen Tech-Champion”: Frank Thelen investiert Millionen in Smartlane

Zum Ende ihrer Zeit im WERK1 ist das Team von Smartlane der eigenen Vision einer vollständigen Digitalisierung der Logistik-Branche einen großen Schritt näher gekommen!

Startup-Investor Frank Thelen und sein Freigeist-Team halten Smartlane für einen “europäischen Tech-Champion”, was ihnen das bisher größte Einzelinvestment wert war. Das Team rund um die Gründerin Monja Mühling möchte jetzt das eigene Wachstum beschleunigen und eine internationale Marke aufbauen.

Doch die Münchener Unternehmerin entschied sich für den Bonner Gründer und Investor Frank Thelen und seinen Wagniskapitalfonds Freigeist Capital, der nun mit einem hohen einstelligen Millionenbetrag in die 2015 gegründete Firma investiert, wie das Handelsblatt exklusiv erfuhr.

In kein anderes Unternehmen hat Thelen, bekannt durch das TV-Duell „Höhle der Löwen“, bislang mehr investiert. Aus gutem Grund, wie er findet. „Smartlane hat das Potenzial, ein europäischer Tech-Champion zu werden“, sagt er.

Handelsblatt Online am 6. Oktober 2019

Update: 7. Oktober 2019


Wenn Erfahrung, Unternehmergeist, die richtige Idee und das nötige Knowhow aus den Bereichen IT, Logistik und Verkehr zusammenkommen, ist der Rahmen für ein erfolgreiches digitales Startup-Projekt abgesteckt – so auch im Fall von Smartlane. Zusammen mit ein wenig Starthilfe aus dem WERK1, wird daraus eine gemeinsame Erfolgsgeschichte.

YouTube

By loading the video, you agree to YouTube’s privacy policy.
Learn more

Load video

Seit Mitte 2015 entwickelt das Gründerteam eine Lösung für automatisiertes, digitales Liefermanagement. Die zugrundeliegende Technologie basiert auf dem vereinten Wissen von mehr als 20 Jahren Forschung an der Schnittstelle zwischen IT und Verkehr an der TU München. Smartlane nutzt Big-Data-Technologien zur Integration von hochdynamischen unternehmensinternen und externen Daten. Routen können somit in Echtzeit – im Hinblick auf die Ressourcenauslastung der Flotte, Benzinkosten, das Verkehrsaufkommen uvm. optimiert und Fahrer gezielt gesteuert werden. Das Ziel des Teams ist es, mit der intelligentesten und benutzerfreundlichsten Software den Standard für die moderne Liefer- und Dienstleistungslogistik zu etablieren. Das Ergebnis ist simpel und beeindruckt die Kunden zugleich: Zuverlässig hohe Servicequalität, Umsatzsteigerung, Kostenreduktion und Entlastung der Mitarbeiter.

Die Vision von Smartlane: Die vollständige Automatisierung der Logistik-Branche.
Florian Schimandl, Mitgründer und Geschäftsführer von Smartlane:

Smartlane vereint mit seiner SaaS-Lösung maximale Automatisierung, herausragende Intelligenz und modernste Usability in nur einem Produkt. Mit unserer cloudbasierten Software bieten wir mittelständischen Unternehmen im Bereich Lieferlogistik den einfachsten Einstieg in die Digitalisierung. Unseren Kunden ist es möglich, den Trend der On-Demand-Logistik nicht als unüberwindbare Herausforderung, sondern als große und vor allem auch nachhaltige Chance zu begreifen und gewinnbringend zu nutzen.

GUT GEWACHSEN IM WERK1

Mit Einzug in das WERK1 im Januar 2016, stand Smartlane auch das Finanzierungscoaching zur Verfügung – ausgeführt durch BayStartUP. Mit Erfolg: Ende 2016 konnte das Startup eine erfolgreiche erste Finanzierungsrunde durch ein Family Office vorweisen. Nach Umwandlung der UG in eine GmbH wurde auch das Team größer – die ersten Mitarbeiter in den Bereichen Marketing/PR und Design/Branding wurden eingestellt und ein größerer Büroraum im WERK1 wurde bezogen. Neben dem Team ist natürlich auch die Software mitgewachsen und Mitte des Jahres 2017 wurde die erste Version von Smartlane auf den Markt gebracht. Auch das mit Erfolg. Denn mittlerweile ist Smartlane deutschlandweit vertreten, Partner von DER KURIER (der Expresssparte von GLS) und auch bei der Deutschen Bahn zur Optimierung der Touren von Lastenrädern mit involviert. Um weiter den Vertrieb und die Entwicklung auszubauen – und somit wachsen zu können – steht nun eine zweite Finanzierungsrunde bevor, die erneut durch BayStartUP begleitet wird.

SMARTLANE UND DAS WERK1

Smartlane ist für uns im WERK1 ein tolles Beispiel, wie wir ambitionierten Gründern bei der Verwirklichung ihrer Vision unterstützen möchten: Attraktive und erschwingliche Büroräume in jeder Größe und die Möglichkeit, auch kurzfristig mehr Platz für wachsende Unternehmen zu bieten, Zugang zu unserer Community und effektives Coaching, um Schwierigkeiten in der Anfangsphase einer Gründung zu überwinden. Doch fragen wir die Gründer von Smartlane selbst:

Warum habt Ihr Eure Büroräume im WERK1 und würdet Ihr anderen Startups aus dem digitalen Bereich diesen Schritt empfehlen?

Florian Schimandl – CEO Smartland

Florian von Smartlane: Definitiv. Das Werk1 und die dazugehörige Infrastruktur können wir durchweg empfehlen. Sei es das regelmäßig stattfindende leckere Werksfrühstück, das Angebot von Workshops und Events, die Atmosphäre im Allgemeinen, … das WERK1 bietet unserer Meinung nach für Startups eine super Plattform, um sich auszutauschen. Auch wenn die Themenbereiche der einzelnen Startups im WERK1 breit gefächert sind, müssen wir trotzdem immer wieder feststellen, dass die Probleme doch größtenteils die gleichen sind und ein Austausch untereinander daher sehr wertvoll ist. Neben dem Austausch bietet das WERK1 zudem die Möglichkeit zu wachsen – auch wieder für Startups ein sehr wichtiger Aspekt. Daher können wir der Aussage „das WERK1 ist der wohl Startup-freundlichste Ort in München“ nur zustimmen.

Startup: Smartlane
Webseite: https://www.smartlane.de/
Kontakt: https://www.smartlane.de/kontakt/

Cliniserve im WERK1 – mit Digitalisierung den Pflege-Notstand beheben

„Das Schönste an unserer Arbeit: Die Pflegekräfte sind einfach unheimlich dankbar. Endlich setzt sich mal jemand mit ihren Problemen auseinander.“ Bevor Jaakko Nurkka, einer der Gründer hinter den digitalen Pflege-Organisations-Tools von Cliniserve, zu seinem letzten Termin des Tages losstartet, treffen wir ihn im WERK1-Café zum Interview. Jaakkos Tage sind meistens lang. Denn Cliniserve hat sich einer Mammut-Aufgabe verschrieben: Märkte mit komplexen und veralteten Strukturen, bei gleichzeitig enormem Volumen anzugehen – die Gesundheitssysteme weltweit.

Mit Digitalisierung das „Pflege-Problem“ angehen

Etwa 100.000 Pflegekräfte fehlten zurzeit in deutschen Kliniken. Und die Arbeit derer, die „den Gesundheitsladen am Laufen halten“, falle mitunter chaotisch aus, erzählt uns Jaakko. Er wisse das aus eigener Erfahrung. Vor der Gründung des Startups Anfang 2018 absolvierten er und seine beiden Co-Founder, Quirin Körner und Julian Nast-Kolb, mehrere Praktika in Kliniken und Pflegeheimen und erfuhren so aus erster Hand, welcher Belastung Pflegekräfte im regulären Schichtbetrieb ausgesetzt sind. „Ein großes Problem ist die rein binäre Kommunikation: Der Patient klingelt oder klingelt nicht. Ob er nur etwas zu trinken braucht oder Atemnot hat, weiß die Pflegekraft vorher nicht, muss aber trotzdem immer laufen“, sagt Jaakko. Genau hier setze Cliniserve an. Genauer gesagt die App. Der Patient kann sie über einen QR-Code am Bett – natürlich datenschutzkonform – auf sein eigenes Smartphone laden und über intuitive Buttons konkret kommunizieren, was er in der jeweiligen Situation brauche. Das Pflegeteam organisiert die Aufgaben dann über ihr eigenes Cliniserve Smartphone, delegiert nach Qualifikationsstufen und spart die wichtigste Ressource in der Pflege: Zeit!

Pflege & Digitalisierung: Echtes Neuland!

In der Praxis organisieren deutsche Krankenhäuser die meisten Abläufe noch via Stift und Papier. Das Team von Cliniserve kann bei der Digitalisierung der Pflege also auf grüne Wiese blicken – weitestgehend ungestört, aber auch ohne nennenswerte Unterstützung. Eine jüngere Generation von Pflegekräften fordere aber zunehmend digitale Prozesse bei der Arbeit. Und wenn der aktuelle Pflegenotstand zumindest ein Gutes habe, dann ist es die Tatsache, dass diese Bedürfnisse der Pflegekräfte nun gehört würden. Gute Aussichten für Cliniserve!

Mehrwert auch ohne IT-Integration

Wir sind gerade in der guten Situation, dass unsere Kunden mit ihren Problemen auf uns zukommen, erklärt Jaakko weiter. Cliniserve entwickle daher das System weiter mit Funktionen, die über die Vereinfachung der Patientenkommunikation weit hinausgehen. Mit einer Einschränkung: „Die hauseigene Klinik-IT ist meistens zu komplex, als dass wir schnell ein integriertes System aufsetzen könnten. Wir stellen daher sowohl Soft- als auch Hardware und bieten Integration nur als langfristigen Mehrwert an.“ Langfristig soll Cliniserve – so die Vision der drei Gründer – aber tatsächlich das vollintegrierte Betriebssystem der Pflege werden. Und damit die Arbeit in der Pflege grundlegend verändern.

Hilfe beim Wachsen

Mit dieser Vision konnte gerade die erste Runde zur Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen werden. Heißt: Vollzeit-Verstärkung für Jaakko, Julian, Quirin und ihre aktuell drei weiteren Mitarbeiter. Sowohl die damit notwendige Erweiterung der Büroräume im Oktober 2019, als auch ein weiterer Umzug innerhalb des WERK1 Anfang 2020 ist damit gesichert und terminlich festgezurrt. „Das Team vom WERK1 ist da immer sehr, sehr bemüht“, betont Jaakko zufrieden.

Bestätigt: Der ‘Startup-freundlichste’ Ort in München

Und überhaupt – die anfängliche Skepsis der Cliniserve-Gründer, ob das hier nicht alles ein wenig zu „startup-hip“ werden könnte, sei schnell vergessen gewesen: „Im WERK1 herrscht eine angenehme Mischung aus Ruhe zum Arbeiten und vielen Gelegenheiten, um Rat zu Suchen und zu Networken.“ Dazu zählen Jaakko und sein Team auch Branchen-Events, wie den Health Accelerator von Roche, über den Cliniserve selbst zum WERK1 kam. Events wie die Recruiting-Messe oder einfach ein unkompliziertes Mittagessen mit anderen Gründern. „Seinem Anspruch, der ‘Startup-freundlichste’ Ort in München zu sein, wird das WERK1 aus unserer Sicht mehr als gerecht“, lobt der Gründer. Und muss dann aber wirklich los zu seinem Termin…

Bleibt uns noch die Zeit, um für das interessante Gespräch zu danken. Und für einen Wunsch: Möge die Businessidee von Cliniserve genau den positiven Impact auf die Gesellschaft haben, für den die Crew so brennt. Sodass wir alle in einigen Jahren mit gutem Gefühl alt werden können. Weil wir wissen, dass wir im Notfall in der Pflege gut aufgehoben sind.

WERK1 - Resident - Cliniserve - Logo

Startup: Cliniserve
Kontakt:  info@cliniserve.de
Webseite: www.cliniserve.de

fulfin – erfolgreich mit E-Commerce-Knowhow im WERK1

Ein Klick bei Amazon und unser gewünschtes Produkt liegt einen Tag später vor der Haustüre. Bequem, schnell und einfach. Der Onlinehandel und vor allem Amazon boomt, besonders dank des Marktplatz-Konzepts. Auch für Verkäufer schafft der Marktplatz neue Möglichkeiten. Aber viele neue Händler stoßen auf Wachstumshürden, welche mit Eigenkapital nicht zu überwinden sind. fulfin geht bei der Kreditversorgung von Online-Händlern neue Wege. Von ihrer neu durchdachten Warenfinanzierung für Online Händler
konnten sie jetzt auch namhafte Fintech-Investoren überzeugen: Hevella und Lakeside haben einen 7-stelligen Betrag aus Eigen- und Fremdkapital in das Startup investiert.

Mangelnde Kreditversorgung im Onlinehandel

Der E-Commerce-Markt wächst jedes Jahr um mehr als 12%. Amazon dominiert diesen Markt mit 60% – Tendenz steigend. Der Marktplatz von Amazon bietet neue Möglichkeiten für junge Unternehmer, ihre Produkte einfach zu vermarkten. Der Weg von der Herstellung des Produkts, zur Lagerung, Lieferung und letztendlich zum Verkauf über Amazon ist allerdings sehr langwierig und mit erheblichen Liquiditätsbedarf verbunden. Herkömmliche Finanzdienstleister und Banken stoßen hier mit ihren Angeboten auf Probleme, da sie Risiken und vorhandene Sicherheiten nicht angemessen abschätzen können. Damit ist es für Online-Seller schwierig, einen passenden Kredit zu bekommen.

Individuelle Darlehen für Händler im E-Commerce

Mit Experten-Knowhow aus E-Commerce und der Finanzwirtschaft lösen Fredi Gruber und Nathan Evans von fulfin dieses Problem. Durch digitale Schnittstellen macht sich fulfin ein exaktes Bild über den Verkäufer, das Produkt und die Logistikstrecke und kann so das Darlehen individuell, passgenau und effizient ausrichten. Durch die Verzahnung der Finanzierung mit dem Logistikprojekt, kann der vorhandene Warenbestand zur Besicherung herangezogen werden und oftmals können sogar noch die Kosten des „fulfilments“ reduziert werden. Dadurch bekommen ambitionierte Online-Händlern die Möglichkeit, auf dem Amazon-Markplatz oder auch bei ihrem eigenen Online-Shop mit einem individuellen Darlehen zu expandieren.

Fredi und Nathan haben zusammen über 40 Jahre Erfahrung im Finanzmanagement und E-commerce. Ende 2017 kam Nathan aus dem Silicon Valley zurück und brachte den richtigen Impuls mit ins Coworking vom WERK1. Anfang 2018 gründeten die beiden dann fulfin, nachdem sie schon lange den Wunsch hatten, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen.

fulfin founder

WERK1 hat Authentizität wie kein anderer Ort in München

Nach eineinhalb Jahren fühlt sich das Gründerteam im WERK1 und dem Hub München Ost so wohl, dass sie am liebsten noch viele weitere Jahre bleiben möchten. Kein Ort ist so authentisch in München wie das WERK1 erzählt uns Nathan, und deswegen hätten sie auch ihr „Seller Barcamp“ mit über 120 Amazon Händlern und Experten im WERK1 veranstaltet. Bei einem Barcamp gibt es keine Referenten, sondern alle Teilnehmer stellen zusammen ein gemeinsames Programm auf. Das Event kam so gut an, dass es als eines der besten Events der Branche deutschlandweit betitelt wurde.

Mit den Investoren im Rücken werden sie nicht nur die Idee des Seller Barcamps auf weitere deutsche Städte ausweiten, sondern auch als Team ausbauen und gemeinsam erfolgreich in die Zukunft gehen.

WERK1 - Resident - fulfin - Logo

Startup: fulfin
Kontakt: info@fulfin.io
Webseite: fulfin.io

Gastronomie-Erlebnisse neu denken – ORDA im WERK1

Chris, Janis und Peter studieren zusammen, haben Mittagspause – und Hunger! Im überfüllten Mittagslokal können sie einen begehrten Tische ergattern. Doch die einzige Kellnerin ist mit dem mittäglichen Ansturm etwas überfordert. Die Pausenuhr tickt: Eine Schlange von anderen Gästen, welche ihr Essen zum Mitnehmen bestellen möchten, wartet mit knurrenden Mägen. Warum ist es eigentlich nicht möglich, die Bestellung über eine App aufzugeben? Wäre doch viel einfacher! Und die Zeit bis zum fertigen Essen könnte produktiv genutzt werden. Irgendwann kommt die Kellnerin und auch das Essen. Mist,… kann man hier eigentlich mit Karte bezahlen? Nein. „Auch das könnte man doch ganz easy per App organisieren“, denken sich die drei. Die Idee zu ORDA ist geboren – das war 2017.

Gastronomen und Kunden sollen profitieren

Das ist die Mission von ORDA: Um diese zu erfüllen, übernimmt die App die Schritte, die sich beim Restaurantbesuch digitalisieren und damit vereinfachen bzw. beschleunigen lassen: Bestellung und Bezahlung. Für den Gast hat ORDA die Vorteile schnell über das Smartphone zu bestellen, bargeldlos zu bezahlen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Gastronomen können so zum einen ihre Wirtschaftlichkeit signifikant steigern, zum Beispiel durch optimierte Auslastung und größere Durchschnittswarenkörbe. Zum anderen können sie dank Entlastung des Servicepersonals dem Gast mehr Aufmerksamkeit schenken.

Immer NOCH ein bisschen „smoother“

Digitale Bestell- und Bezahlsysteme sind hier und dort bereits im Einsatz. Da man ORDA aber bereits auf seinem eigenen Smartphone hat, macht das die ganze Sache für den Nutzer schon einmal deutlich unkomplizierter. Für ORDA liegt die größte Challenge darin, einen B2C2B Markt aufzubauen und den Nutzen sowohl für den Anwender als auch für Gastronomen zu maximieren, ohne dabei Kompromisse eingehen zu müssen. Das Ziel ist es, dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, seine Zeit zu nutzen und die Mittagspause so gut wie möglich zu genießen.

ORDA fühlt sich „pudelwohl“

Seit ORDA 2017 mit dem ersten Restaurant live ging, konnte das mittlerweile 13-köpfige Team nach einer erfolgreichen Investitionsrunde den Schwerpunkt auf den Aufbau eines starken Teams und auf die enge Zusammenarbeit mit Anwendern und Partnern legen. Hier, im WERK1 fühlt sich das Startup seit Anfang 2019 „pudelwohl“. Gerne nutzen sie die Möglichkeiten zum Networking wie das AfterWERK oder das monatliche Werksfrühstück. Gleichzeitig beflügele sie das Gefühl, „Teil von etwas Größerem zu sein“, lässt uns Head of Marketing, Carmen de la Iglesia, wissen, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. So wie draußen mit dem Werksviertel ein ganz besonderer Stadtteil Münchens gestaltet wird, könne ORDA im WERK1 aktiv die Zukunft des Business Hubs mitgestalten. Und nicht nur die!

Aus dem WERK1 nach ganz Europa

Bis 2028 – so die Vision – will ORDA europaweit Pionier und Vorreiter der digitalen Bestellung und Bezahlung in der Gastronomie sein. Schon innerhalb dieses Jahres soll sich das ORDA Team verdoppeln. Wir vom WERK1 wünschen weiterhin viel Erfolg! Und freuen uns jetzt schon, wenn das Gastronomie-Erlebnis 3.0 in Zukunft auch im Werksviertel Einzug hält. Für eine noch entspanntere Lunch-Pause.

WERK1 - Resident - ORDA - Logo

Startup: ORDA
Kontakt: kontakt@orda-app.com
Webseite: www.orda-app.com

“Wir müssen reden” – Logopädie-App-Entwickler Neolexon im WERK1

Wir müssen reden. Wir alle. Sprechen ist unsere Verbindung zur Welt. Doch für viele Menschen ist das „leichter gesagt als getan“. Wie wichtig das für unseren Alltag ist, merkt man besonders, wenn zum Beispiel durch einen Schlaganfall die Fähigkeit zu Sprechen verloren geht und man sich mühsam in die Welt der akustischen Kommunikation zurückkämpfen muss. Das WERK1-Startup Neolexon hilft dabei – mit der modernsten Logopädie-App auf dem Markt.

Üben – der Schlüssel zum Therapie-Erfolg – Eigentlich

10 Stunden Sprachtherapie pro Woche empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Neurologie. Die Realität sieht anders aus: In der Therapie üben Patienten in der Regel gerade einmal eine Stunde pro Woche. Viel zu wenig und aktuelle Angebote sind wenig auf Alltagssituationen zugeschnitten. Da muss eine Lösung her, fand Hanna Jakob. Als sie während ihres Sprachtherapie-Studiums in einer Klinik als Sprachtherapeutin arbeitete, war oft nicht einmal Zeit für diese so wichtige Übungssession, weil die Patienten erst einmal den Schluckreflex trainieren mussten. Auch die bereits vorhandenen, therapiebegleitenden Apps waren nicht benutzerfreundlich und damit wenig hilfreich. Auf Basis aktueller Forschungsergebnisse gründete Hanna 2017 deshalb zusammen mit ihrer Sprachtherapeuten-Kollegin Mona Späth Neolexon.

Neolexon – Smartes Sprachtraining

Das digitale Logopädie-Therapiesystem Neolexon umfasst sowohl eine App für Therapeuten, als auch eine zum Eigentraining für Patienten und ist als Medizinprodukt zertifiziert. Basis ist eine einzigartige Datenbank, mit rund 10.000 Übungsbegriffen mit zugehörigen Bildern und Aussprache-Videoclips. Daraus können Logopäden ein individuelles Set an Begriffen erstellen, die sich sowohl unter therapeutischen Aspekten, als auch hinsichtlich ihrer Alltagsrelevanz für den jeweiligen Patienten am besten eignen. Mit diesem wissenschaftlich fundierten, höchst flexiblen System hebt sich Neolexon deutlich von anderen Sprachtraining-Apps ab. Darüber hinaus sind  viele Motivationselemente eingereiht, damit das Üben auch zuhause Spaß macht und effektiv ist. Im April 2019 folgte die Version neolino für Kinder mit Artikulationsstörungen. Ideen zu weiteren Anwendungsfeldern gehen den beiden Gründerinnen so schnell nicht aus – auch dank ihrer nach wie vor engen Bindung zum Institut für Phonetik und Sprachverarbeitung der LMU München.

Neolexon zum Fliegen bringen

Jetzt gilt es allerdings, das bestehende, System an den Mann und die Frau zu bringen. Aufgrund unterschiedlichster Interessensgruppen wie Therapeuten, Patienten, Angehörigen, Kliniken und Krankenkassen, muss Neolexon auf vielerlei Ebenen agieren. Letztere sind dabei das wichtigste und gleichzeitig aufwendigste Projekt. Einen ersten großen Milestone hat Neolexon bereits hinter sich: Die Aufnahme von neolino in das Programm der Techniker Krankenkasse.

Ins WERK1 gekommen, um (so lange wie möglich) zu bleiben

Nach mehreren Förderprogrammen wie EXIST und FLÜGGE steht das insgesamt vierköpfige Gründerteam mit ihrem Startup nun auf eigenen Beinen. Nach der ersten Phase an der Uni konnten sie, wie Hanna noch immer sichtlich erleichtert erzählt, „sehr kurzfristig“ ins WERK1 umziehen. Die Kombination aus eigenem Büro plus Austausch mit anderen Startups – entweder im WERK1-Alltag oder auf diversen Inhouse-Events wie z.B. dem „AfterWERK“ – bildet für sie das ideale Wachstumsumfeld. Und wenn dementsprechend der Platzbedarf bei Neolexon in nächster Zeit wächst, findet sich im WERK1 auf jeden Fall eine Lösung. Da ist sich Hanna sicher. So schnell wollen sie und ihr Team hier definitiv nicht weg! Im Gegenzug tragen sie als eines der wenigen Medi-Startups fleißig zur Diversität in der WERK1-Community bei.

Neolexon - Logo

Startup: Neolexon
Kontakt: info@neolexon.de
Webseite: www.neolexon.de

Limehome – Ein WERK1 Startup revolutioniert die Hotellerie

Wer hin und wieder geschäftlich unterwegs ist, kennt das Problem: Unterschreitet die Einwohnerzahl der bereisten Stadt die 700.000, siehts in der Hotellandschaft schnell düster aus. Was es gibt, ist teuer und unter qualitativen wie ästhetischen Gesichtspunkten häufig nicht überzeugend. Das WERK1-Startup Limehome löst dieses Problem.

ERSATZ-ZUHAUSE STATT HOTEL

Limehome bietet Geschäftsreisenden und Touristen voll ausgestattete Appartements als Wohlfühl-Alternative zum unpersönlichen Hotel. Dank eines eigens entwickelten, geschmackvollen und hochwertigen Designkonzepts, fühlt sich jeder Gast wie Zuhause. Derzeit finden sich Limehome Apartments an 14 Standorten in Deutschland. Allen voran in sogenannten „B-Städten“ wie Aachen, das mit einer Million Übernachtungen eine durchaus nennenswerte Nachfrage aufweist, die für große Hotelketten als Standort dennoch als unrentabel gilt. Diese Märkte würden überwiegen von in die Jahre gekommene Familienhotels á la „Goldener Hirsch“ bedient, wie sie die beiden Limehome-Gründer Lars Stäbe und Josef Vollmayr recht treffend bezeichnen.

HOTELBUSINESS NEU GEDACHT

Als ehemalige McKinsey-Berater wussten sie ganz genau, wo sie beim klassischen Hotel-Geschäftsmodell den Rotstift ansetzen müssen, um eine vielversprechende Nische zu erschließen. Alles, was nicht unmittelbar vor Ort geschehen muss, wird zentral vom Münchener Office aus gesteuert. Das elektronische Zugangssystem, mit dem der Gast jederzeit selbstständig einchecken kann, ersetzt den Kostenfaktor Servicepersonal. Die Reinigung übernimmt ein lokaler Dienstleister. Dabei koordiniert eine „State of the Art“-IT sämtliche internen und externen Schnittstellen. Und zu guter Letzt gewährleistet ein ausgeklügeltes, agiles Pricing eine Auslastung weit über dem Branchendurchschnitt. „Statt der für Februar üblichen 53 Prozent, liegen wir aktuell bei 78 Prozent“, erklärt Josef.

Dank dieses hocheffizienten Geschäftsmodells sei man auch bei der Immobilienakquise viel flexibler. Limehome brauche nicht 150-Betten-Einheiten, um profitabel zu sein. Stattdessen würden ganz normale, in B-Städten häufig leerstehende Gewerbeeinheiten genutzt, um die ideale Anzahl von 10 bis 20 Appartements unterzubringen.

WERK1 – HIER ENTSTEHEN ECHTE UNTERNEHMEN

Die Idee zu Limehome hatten die Gründer bereits während ihrer Zeit bei McKinsey. Nach einem ersten Testlauf Anfang 2018 und einer erfolgreichen Seed-Runde im Herbst, starteten sie dann voll durch. Bis heute konnten sie über 2.000 Übernachtungen vermitteln – und stoßen mit mehr als 20 Mitarbeitern schon jetzt an die Grenzen ihrer WERK1-Bürofläche. Doch die wird genutzt, solange es geht! Noch vor der offiziellen Gründung haben sich Lars und Josef auf einen Office-Space im WERK1 beworben. Obgleich schon in der konkreten Umsetzungsphase befindlich, mögen und schätzen Lars, Josef und ihr Team die starke Community im WERK1 sehr. Ganz anders als im Coworking-Space in der Innenstadt, in dem sie zuerst kurz ansässig waren, herrscht hier im WERK1 genau die Anpack-Atmosphäre, die so ein ambitioniertes Startup brauche. Schließlich will man die Anzahl der Standorte und Mitarbeiter in 2019 geschmeidig verdoppeln. In diesem Sinne spiegelt die WERK1-Nachbarschaft hervorragend den Dauerzustand bei Limehome wider: Viele, viele Baustellen … und eine spannende Zukunft!

KARRIERE BEI LIMEHOME?

Wollt Ihr diese Zukunft mitgestalten? Werft einen Blick in das Limehome-Karriereportal!  

WERK1 - Resident - limehome - Logo

Startup: Limehome
Webseite: https://www.limehome.de/
Kontakt:info@limehome.de

ArtMasters im WERK1 – Vom Unternehmensberater zum Gastgeber von kreativen Events

Im WERK1 sind sie der „bunte Vogel“ unter den Startups, im realen Leben bringen Alexander Eloe und Oliver Breiter mit ihrem Team Farbe in den Alltag vieler Menschen, die Feierabend, Teamevent und Co. mal ganz anders gestalten wollen: Mit sogenannten „Paint Partys“. Die ArtMasters sind wohl das einzige Startup im WERK1, das sich mit Mal- und Kreativtechniken bestens auskennt. Und dass, obwohl die Gründer selbst gar keinen künstlerischen Hintergrund haben. Wo liegt die Motivation zur Gründung eines Startups und was ist das Erfolgsrezept von ArtMasters? Diese und andere Fragen haben wir Mitgründer Alex bei einer Tasse Kaffee im WERK1-Café gefragt.

Kreative Erlebnisse für jeden

Die Idee ist schnell erklärt: Die ArtMasters Oliver und Alex schmeißen mit Hilfe ihres Teams aus begabten und ausgebildeten Künstlern abwechslungsreiche Kreativ-Partys in außergewöhnlichen Locations. Ihre Mission ist dabei zum einen kreative Erlebnisse zu schaffen und zum anderen unterschiedliche Charaktere in ungezwungener Atmosphäre zusammenzubringen. Unter professioneller Anleitung können die Teilnehmer ein vorgegebenes Motiv ihrer Wahl nachzeichnen, oder ihre ganz eigene Version kreieren. Der künstlerischen Freiheit sind im Rahmen des ArtMasters-Events keine Grenzen gesetzt – Vorkenntnisse sind auch nicht notwendig.

Vom Unternehmensberater zum Gründer von ArtMasters

Aber wie kommt man überhaupt auf die Idee, von der Unternehmensberatung aus ein eigenes Startup zu gründen und dann noch mit kreativem Hintergrund? Die beiden ehemaligen Unternehmensberater schnappten den ersten Impuls im Rahmen einer gemeinsamen Geschäftsreise in die USA auf. „Die Amerikaner sind ja schon ein bisschen… crazy“, lacht Alex, der sich am Anfang übrigens gar nicht so sicher war, ob diese Art von Freizeitvergnügen in Deutschland überhaupt Anklang fände. Was allerdings „aus einer Laune heraus“ und als „eventuelle Alternative zur Unternehmensberatung“ entstanden ist, wurde innerhalb von knackigen drei Monaten in die Tat umgesetzt. Mittlerweile arbeiten die beiden Unternehmer in Vollzeit mit einem festen Team an ihrem Startup: Rund 70 Künstler und ca. 10 Teammitglieder, die die Geschäftsführer bei allen Punkten rund um Event-Planung, Technik, Marketing und Co. unterstützen.

Qualität & Zufriedenheit sind die Schlüssel zum Erfolg

Bei der Auswahl der Künstler, nimmt man es bei den ArtMasters ganz genau. Denn Talent alleine reicht nicht aus. Alex und Oliver legen großen Wert auf spannende Persönlichkeiten mit passenden Social Skills – sie müssen Geduld haben, mit einem Talent für Entertainment und gleichzeitig hilfsbereite Lehrer sein. Die ArtMasters-Crew nimmt sich also Zeit, um neue Bewerber über ihre Fähigkeiten mit Pinsel und Leinwand hinaus zu checken. So kommen sie auf ein buntes Potpourri aus professionellen Malern mit eigener Galerie, eifrigen Kunststudenten und begabten Hobby-Zeichnern – die für viel Abwechslung bei Events sorgen.

Was die ArtMasters können, können andere noch lange nicht: Neben den klassischen Nachmal-Motiven, erweitern die anspruchsvollen Gründer ihre Palette stetig um originelle Angebote. Seit kurzem können handwerksaffine Teilnehmer zum Beispiel auch „Foto Transfer“-Events buchen: Hier wird das eigene Lieblingsfoto in Handarbeit auf Objekte wie einen Holzklotz übertragen. Außerdem können die Teilnehmer sich mit Kohle und Pastellfarben auf unterschiedlichen Leinwandgrößen austoben. Genau durch diese Abwechslung und die Auswahl qualitativ hochwertiger Utensilien, wie großer Leinwand, guten Farben etc., wollen sich die ArtMasters von der Konkurrenz auf dem Markt klar abgrenzen.

ArtMasters fühlen sich wohl im WERK1

Das Marketing ist für langfristiges Wachstum enorm wichtig: Und nicht nur in dem Punkt gilt es gerade für Startups, das Wissen aus den verschiedenen Bereichen zu bündeln. Und genau das ist es, was die ArtMasters am WERK1 als Standort so mögen, sagt uns Alex. „Wir nutzen die Academy Angebote vom WERK1 sehr gerne – das ist schon ein großer Vorteil.“ Auch das flexible Coworker-Netzwerk schätzen die ArtMasters sehr. Die Möglichkeit sich auszutauschen, wenn für einen Bereich das Verständnis fehlt. „Das ist schon ganz praktisch, wenn man zum Beispiel Unterstützung beim Thema Programmierung braucht.“ Nur mehr Platz müssten sie so langsam haben – denn bei dem Kreativ-Startup stehen alle Zeichen auf Wachstum.

Mit Vollgas in die Zukunft

Von der Zukunft haben die zuversichtlichen Gründer genaue Vorstellungen: Sie wollen ihr Produkt und die Marke auch über die deutschen Grenzen hinweg bekannt machen. Den ersten Schritt haben sie bereits getan: Nach Ungarn, sollen jetzt auch Österreich und die Schweiz dem ArtMaster-Kunstfieber verfallen.

Aber der Standort München bringt für sie als Startup auch Probleme mit sich: „Es ist schon schwer, in München passende Leute zu finden. Die großen Konzerne saugen viel auf.“ Und dann wäre da ja auch noch die Thematik der Finanzen. Bis dato finanziert sich ArtMasters durch einen Privatinvestor und durch eigene Mittel. Ob sich das in nächster Zeit mit Hilfe eines weiteren Investors ändert, wird sich herausstellen. Was aber feststeht: Das Team will auf seinem Expansionskurs weiter Vollgas geben.

WERK1 - Resident - ART MASTERS - Logo

Startup: ArtMasters
Webseite: https://www.artmasters.co/
Kontakt: info@artmasters.co

Curiosity.ai im WERK1 – Die Mission: Das Wissen aus Firmendokumenten befreien

Einen kompletten Tag pro Arbeitswoche – so viel Zeit vergeudet ein Mitarbeiter laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey durchschnittlich mit der Suche nach Informationen, bevor er seine eigentlichen Aufgaben angehen kann. Die WERK1-ResidentsLeon Zucchini und Rafael Fernandes stießen in ihrem Arbeitsalltag selbst auf dieses Problem und entwickelten daraufhin eine Lösung. Ihr Startup Curiosity.ai hilft Unternehmen dabei, das über Jahre angehäufte Wissen aus unstrukturierten Dokumenten wie E-Mails, Präsentationen, und Co. herauszulösen und damit bisher ungenutzte Potentiale auszuschöpfen.

WAS BIETET CURIOSITY.AI?

Leon erklärt: „Stellt euch das Internet einmal ohne Google vor. In den meisten Unternehmen sieht der Arbeitsalltag genau so aus. Du bist umgeben von Protokollen, Präsentationen, Textfeldern in Datenbanken, aber du kannst nichts finden, wenn du nicht den genauen Begriff kennst, unter dem dein Kollege vor 20 Jahren das Dokument abgespeichert hat.“ Nach hilfreichen Inhalten suchen kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch frustrierend. Die KI-Technik der beiden hilft dabei das zu verhindern, sowie Doppelarbeit zu vermeiden und versteckte Zusammenhänge aufzuzeigen.

Das funktioniert, indem die KI-Software die Informationen aus allen Dokumenten des Unternehmens extrahiert und zu einem so genannten Knowledge-Graph zusammenfügt, der das komplette Firmenwissen abbildet. Auf Basis dieser Technologie können Mitarbeiter auf das Wissen zugreifen: Über Kognitive Suchfunktionen, automatisches Tagging und Dokumentenanalyse. Das Besondere an dem System erklärt Co-Founder Rafael: „Keine künstliche Intelligenz ist von Anfang an perfekt, Fehler sind normal. Denn die unstrukturierte Sprache, die in Firmen vorherrscht, ist extrem komplex. Unser Ansatz war es, ein System zu entwickeln, das sich immer weiter verbessert, indem es von den Nutzern lernt. Sie sind schließlich die Experten! Und durch sie wird es mit der Zeit immer intelligenter.“

HINTERGRÜNDE UND ENTWICKLUNG DES STARTUPS

Vor sechs Monaten begann die Startup-Reise – erst in Leons Wohnzimmer. Ein wichtiger Meilenstein sei der Umzug ins WERK1 gewesen. „Das war ein großer Fortschritt. Es haben sich schon in den ersten Tagen interessante Gespräche und Kontakte zu anderen Startups und Investoren ergeben. Und man hat uns von Anfang an freundlich aufgenommen.“ Hinzu kämen die Vorteile des Standorts München: Gute Anbindungen, Kapital und eine hohe Lebensqualität. „Nicht umsonst wird München immer wieder zu den lebenswertesten Städten gewählt. Das haben wir auch bei den ersten Jobausschreibungen gemerkt“, erzählt Leon. „Die Bewerbungen kamen aus 20 verschiedenen Ländern.“

WHAT’S NEXT? –  EIN AUSBLICK

Das gute Feedback auf die Stellenausschreibungen trifft sich gut für Leon und Rafael. „Wir benötigen natürlich sehr speziell ausgebildete Mitarbeiter. Und wir brauchen sie sehr bald. Denn Curiosity wächst stetig: Erste Kunden sind im Boot und erste Produktversionen gehen live.“ Trotz vollem Terminplan ist es wichtig für Rafael und Leon, sich in die WERK1-Community einzubringen und ihr etwas zurückzugeben. Leon: „Wir haben schon viele Ideen, die man gemeinsam umsetzen könnte. Bis hierhin aber erst einmal vielen Dank an euch vom WERK1, ihr macht einen wirklich tollen Job!“

WERK1 - Resident - curiosity.ai - Logo

Startup: Curiosity.ai
Webseite: www.curiosity.ai
Kontakt: hello@curiosity.ai

gasido im WERK1 – Aus dem Coworking in das eigene Büro

Als die Münchnerin Cornelia Klaubert – damals angestellt bei der Linde Group – mit ihrer Idee, die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Vertrieb von Industriegasen zu nutzen, auf taube Ohren stieß, kündigte sie und setze ihre Vision kurzerhand selbst um – parallel zur Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes. Durchhaltevermögen ‚par excellence‘ und das hat sich ausgezahlt. Nach rund 1,5 Jahren besteht das Team ihres Startups gasido aus vier Leuten und zusätzlich zu ersten Kundenbeziehungen, gibt es Gespräche mit großen Lebensmittelkonzernen, die von gasido Stickstoff beziehen wollen. Eine Success Story, wie sie im Buche steht und eng mit dem WERK1 verwoben. Vom Coworking aus haben sie es mittlerweile in das eigene Büro geschafft.

GASE ONLINE VERKAUFEN – WARUM?

„Nach fünf Jahren in der Branche habe ich gemerkt, wie wenig digital-affin die Branche tickt. Der B2B-Vertrieb läuft noch komplett analog und über persönliche Kontakte“, erklärt uns Cornelia, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. „Das Potential der digitalen Betriebswege wurde bisher noch gar nicht angezapft.“ Genau das wollte und will Cornelia ändern. Denn: Von Sauerstoff in Krankenhäusern für die Beatmung von Patienten, über Bars, die Stickstoff zum Bier zapfen nutzen, bis hin zum Schweißarbeiten – der Markt umfasse viele Produkte, mit denen wir alle täglich zu tun haben. „Ich glaube daran, dass das Produkte sind, die langfristig digital verkauft werden. Und ich bin der Meinung, dass wir jetzt damit anfangen müssen. Darum habe ich damals gekündigt und gegründet.“

TEAM UND KUNDEN

Die größte Nachfrage bestehe derzeit nach Schweißgasen. Zu den bisherigen gasido-Kunden zählen zum Beispiel Werkstätten oder Redereien, die die Spezialgase für Schiffe benötigen. Der nächste Schritt sei es nun, so die Gründerin, an Großkunden heranzutreten. Dabei unterstützt sie in erster Linie ihr CTO Thomas Obkircher, der von Berlin aus am gemeinsamen Startup arbeitet. Außerdem sind da noch die Entwicklerin Julie Fang und Kollegin Karin Stopp, die sich um den Kundensupport und um das Marketing kümmert. Cornelia selber hat an der TU München studiert und promoviert. Dass sie auch hier gründen möchte, war für sie selbstverständlich.

WARUM DAS WERK1?

„Ich halte ein Netzwerk für sehr wichtig. Und das habe ich hier. Im Studium habe ich gerne in der Bibliothek gelernt – geteiltes Leid ist halbes Leid. Darum habe ich auch von Anfang an meinen Arbeitsplatz hier in den Coworking-Space verlegt. Am WERK1 finde ich super, dass hier viele Startups mit digitalem Hintergrund zusammenkommen und man von so vielen spannenden Lebensläufen inspiriert wird.“ Das Networking vor Ort funktioniert offensichtlich: Schließlich hat Cornelia im WERK1 ihren CTO Thomas kennengelernt. Der nächster Meilenstein war der „Next Commerce Accelerator“, den gasido gewonnen hat. Next Steps: Der Relaunch des Online-Shops mit verbesserten Funktionen ist gerade durch, neue Kunden sind in der Pipeline

GRÜNDEN? IRGENDWIE MACHT MAN ALLES UND ALLES GLEICHZEITIG

Wenn man gründet, hat man es mit einer Vielzahl von Aufgaben zu tun: SEO, Marktanalysen, Vertrieb, Buchhaltung…die Liste ist lang. Es muss einem also liegen, sich schnell in viele Dinge einzuarbeiten und zu akzeptieren, dass man nicht alles im Detail versteht. Wenn jemand lieber an einer Sache, dann aber in der Tiefe arbeitet, ist man in etablierten Firmen sicher besser aufgehoben.“

Das Gründen einer Firma und gleichzeitig einer Familie schließt sich für Cornelia nicht aus. „Ich habe mal gelesen, dass Gründer in Deutschland im Durchschnitt 35 Jahre alt sind. Und in diesem Alter ist das Thema Familie natürlich relevant. Außerdem wollen wir mit unseren Firmen ja die zukünftige Arbeitswelt gestalten und da sollten wir eine Lösung finden wie man Familie und Firma vereint. Klar sind auch schlaflose Nächste dabei. Die nehme ich aber gerne in Kauf, wenn sich dafür meine Familie und gasido zusammen gut entwickeln“

Es ist also nicht immer alles nur „glossy“ und heile in der innovativen Startup-Welt. Aber Durchhalten und an seine Idee glauben lohnt sich. Cornelia Klaubert und ihr Ihre B2B Plattform gasido liefern den Beweis dafür.

Startup: gasido
Webseite: https://www.gasido.de/
Kontakt: service@gasido.com

Chatchamp – „Continuous Improvement“ im WERK1

Geschäftige Stille herrscht im Raum. Die Schreibtische übersät mit kreativem Chaos, die Wände voll mit Mindmaps und Ergebnissen aus den letzten Brainstormings. Zwischen all den Notizen prangt ein asiatischer Schriftzug – übersetzt: “Continuous Improvement“ Keine Frage, wer das Office des jungen Münchner Startups Chatchamp betritt, merkt sofort, hier brennt jemand für seine Idee! „Instant Messenger wie der Facebook-Messenger oder WhatsApp sind heute fest in unserer täglichen Kommunikation verankert und obwohl sie bisher größtenteils für private Nachrichten genutzt wurden, erleben wir jetzt eine Entwicklung, dass auch Kunden gerne auf diesem Weg angesprochen werden möchten. Diesen Trend haben wir erkannt.“ so Felix Belau, einer der drei Gründer von Chatchamp. Seit April diesen Jahres darf das WERK1 der ambitionierten Crew und ihrer erfolgsversprechenden Vision ein „Zuhause“ geben.

CHATCHAMP SIEHT TRENDWENDE BEI INSTANT-MESSENGERN

Gegründet vor gut zwei Jahren von den Münchnern Felix Schröder, Felix Belau und Dominik Grusemann, setzt das Startup auf Messenger-Dienste wie Facebook und WhatsApp als neuen B-to-C- Kommunikationskanal. „Wir haben einfach erkannt, dass sich die Kommunikation immer mehr verschiebt. Statt über E-Mail und Co., wollen die Leute persönlicher und individueller angesprochen werden“, erklärt Mitgründer Felix Belau. Zusammen mit seinen beiden Partnern hat das Team eine Software entwickelt, die es Online-Shops möglich macht, individualisiert über Instant Messenger mit dem Kunden zu kommunizieren. Der Vorteile: Der Kunde kann auch Wünsche und Feedback äußern. Damit lernt das Unternehmen ihn besser kennen, kann ganz gezielte Inhalte senden, die für ihn auch wirklich relevant sind und erhöht damit Kundenzufriedenheit, -bindung und letztendlich die Verkäufe.

Ein Ansatz, der offensichtlich funktioniert: Erste Kunden nutzen die Software erfolgreich. Felix: „Das war ein großer Meilenstein für uns. Wenn ich daran denke, wie alles angefangen hat, bekomme ich eine Gänsehaut.“ Was der Mitgründer damit meint? Ganz einfach! Die Momente, die jedes Startup kennt. Felix nennt sie „Die knackigen Momente, in denen man nicht absehen kann, wie lange es einen noch gibt.“ Was in kritischen Situationen vor allem geholfen habe, sei die Freundschaft, die im Team herrscht. Felix und Dominik kennen sich schon seit 15 Jahren. Felix kam dann nach dem Kennenlernen bei der Münchner Startup Alm dazu, einem mehrtägigen Workshop für Gründer. Zusammen vereinen die Drei Knowhow und langjährige Erfahrungen aus den Bereichen IT, Business und Marketing.

MÜNCHEN, BERLIN UND ZURÜCK – IM WERK1 UNTER GRÜNDERN

Nach einer kurzen Stippvisite in Berlin – Chatchamp hat sich für einen Accelerator des Axel-Springer-Verlags qualifiziert – sind die Drei zurück in München. „Ganz zu Anfang sind wir ja in München auch gestartet, damals aber noch in einem kleinen Zimmerlein in einem Gemeinschaftsbüro Nähe Nordbad“, erinnert sich Felix. Und hier kommt der zweite Aspekt des Gänsehautfaktors: Auch erinnert er sich an die Nachmittage, wenn die Angestellten der Agentur, die mit im Haus saßen, strahlend das Büro verließen. Und er mit seinen Kollegen noch lange nicht fertig war. „Dann sitzt du da, alleine und frustriert. Hier im WERK1 ist das ganz anders. Diese Startup Atmosphäre gefällt uns total. Wir lernen so viele andere Gründer kennen, können gegenseitig aus den Erfahrungen schöpfen. Alle sind hilfsbereit und wenn man zum Beispiel mal kurzfristig in Sachen Sales und Co. Input braucht, ist Hilfe nur eine Slack-Nachricht weit entfernt und Minuten später bieten 3-4 Leute ihre Erfahrungen an. Und: Wir sehen, welche Herausforderungen die anderen überwinden. Das motiviert extrem.“

Nicht nur die Räumlichkeiten seien es, von denen das junge Unternehmen im WERK1 profitiere, sagen die Gründer von Chatchamp. Auch dass sie beispielsweise bei der Organisation Events und Meetups, sowie bei anderen bürokratischen und logistischen Schritten unterstützt werden, sei ein riesiger Vorteil des Standorts. So haben sie vor kurzem beispielsweise ihr erstes eigenes Meetup im Eventspace organisiert und dabei Hilfe vom Event-Team gehabt.

KURS AUF DIE USA GESETZT

Was die Zukunft für Chatchamp bereithalte, wollen wir noch von Felix wissen. „USA“ lautet die kurze Antwort. Dort haben sie sich für eines der German-Accelerator-Programme beworben. Das Mitarbeiterteam ist derweil auf gut zehn Leute gewachsen. Neben den drei Gründern sind diverse Sales & Marketing und Entwickler im Boot. Felix kommentiert das mit: „Wir glühen“. Dem Motto „Continuous Improvement“ steht also nichts im Weg. Wir vom WERK1 freuen uns, dass wir Chatchamp den Nährboden für so viel Tatendrang liefern dürfen!

Startup: Chatchamp
Webseite: https://www.chatchamp.com/
Kontakt: info@chatchamp.io