Kategorie: WERK1 Stories

Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister mit Startup Teens im WERK1

Am 9. Mai 2019 war das WERK1 Gastgeber für die Startup Teens. Über 100 Teenager verfolgten einen spannenden Talk mit Startup-Unternehmern von TheSimpleClub und Inveox, unserem WERK1 Geschäftsführer Dr. Florian Mann sowie dem diesjährigen Ehrengast, Landwirt und Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

STARTUP-COACHING FÜR TEENS

Unser Geschäftsführer Dr. Florian Mann eröffnete die Veranstaltung: Er freue sich immer wieder die Startup Teens bei uns im WERK1 begrüßen zu dürfen und Jugendliche dabei zu unterstützen den Traum vom eigenen Startup wahr werden zu lassen. Bei der Frage, wer zukünftig ein Unternehmen gründen wolle, schnellten die Finger hoch – die beste Voraussetzung für einen tollen Abend!

Rubin Lind, selbst Gewinner der Startup Teens Challenge und Gründer von „Skills4School“, führte durch den Abend.  In einer Talkrunde stellten sich die Unternehmer vor und sprachen darüber, wie man den Weg von der Idee bis zur Gründung am besten meistert. Das wichtigste sei es hinter den Ideen zu stehen immer am Ball zu bleiben, selbst wenn es mal Bergab gehe, motivierten die Experten. Wenn man den Wunsch habe etwas zu verwirklichen, stehe der Umsetzung der Idee nichts im Wege. Die Unternehmer gaben den Jugendlichen außerdem mit auf den Weg, sich im Internet zu Informieren und eine Reichweite sowie Community über die Sozialen Medien aufzubauen und Veranstaltungen wie die Startup-Coaching Programme und Events von Startup Teens wahrzunehmen.

„STARTUP INITIATIVEN SIND UNSERE ZUKUNFT“

Hubert Aiwanger appellierte an die Schüler und Schülerinnen, mehr Risiko einzugehen, selbst anzupacken und sich selbst zu verwirklichen. Er sprach von einer heutigen „Wohlstands Gesellschaft“ wo es wichtig sei, das Gründerdenken am Laufen zu halten und immer wieder anzustoßen. Der Freistaat Bayern stehe hinter Startups und jungen Unternehmern. Dabei wieß der Bayerische Wirtschaftsminister auf die 7 neuen digitale Gründerzentren hin, welche den jungen Gründern Hilfestellung für das eigene Startup-Projekt böten. Er versicherte „Wir wollen anpacken!“ und spricht damit den Jugendlichen Mut zu, ihre Ideen zu verwirklichen.

Anschließend durften die Jugendlichen selbst Fragen an den bayerischen Wirtschaftsminister sowie den Startup-Unternehmern stellen. Hier kam neben dem allgemeinen unternehmerischen Kontext auch Fragen zum aktuellen Schulsystem auf. Die Schüler und Schülerinnen wünschen sich, auch in der Schule mehr über das Gründen und der Arbeitgeberseite zu erfahren und nicht nur die Arbeitnehmerseite gelehrt zu bekommen. Herr Aiwanger bestätigt die Sicht der Schüler und sei für Anregungen offen, wie diese Inhalte in Zukunft besser vermittelt werden können.

Die zukünftigen Jung-Unternehmer hatten ihr Ziel eines eigenen Startups klar vor Augen und wendeten sich an die Startup-Experten auf der Bühne. Wie lange dauert es eigentlich ein Startup zu gründen? Und wie baue ich mir ein Netzwerk auf? Diese und viele weitere Fragen wurden bis zum Ende der Veranstaltung ausführlich beantwortet.

Anschließend hatten die Schüler und Schülerinnen bei Drinks und Snacks Zeit, persönlich mit ihren unternehmerischen Vorbildern zu sprechen und sich untereinander zu vernetzen. Wir freuen uns, dass wir als WERK1 ein weiteres Mal Gastgeber der tollen Veranstaltung sein durften!

Limehome – Ein WERK1 Startup revolutioniert die Hotellerie

Wer hin und wieder geschäftlich unterwegs ist, kennt das Problem: Unterschreitet die Einwohnerzahl der bereisten Stadt die 700.000, siehts in der Hotellandschaft schnell düster aus. Was es gibt, ist teuer und unter qualitativen wie ästhetischen Gesichtspunkten häufig nicht überzeugend. Das WERK1-Startup Limehome löst dieses Problem.

Ersatz-Zuhause statt Hotel

Limehome bietet Geschäftsreisenden und Touristen voll ausgestattete Appartements als Wohlfühl-Alternative zum unpersönlichen Hotel. Dank eines eigens entwickelten, geschmackvollen und hochwertigen Designkonzepts, fühlt sich jeder Gast wie Zuhause. Derzeit finden sich Limehome Apartments an 14 Standorten in Deutschland. Allen voran in sogenannten „B-Städten“ wie Aachen, das mit einer Million Übernachtungen eine durchaus nennenswerte Nachfrage aufweist, die für große Hotelketten als Standort dennoch als unrentabel gilt. Diese Märkte würden überwiegen von in die Jahre gekommene Familienhotels á la „Goldener Hirsch“ bedient, wie sie die beiden Limehome-Gründer Lars Stäbe und Josef Vollmayr recht treffend bezeichnen.

Hotelbusiness neu gedacht

Als ehemalige McKinsey-Berater wussten sie ganz genau, wo sie beim klassischen Hotel-Geschäftsmodell den Rotstift ansetzen müssen, um eine vielversprechende Nische zu erschließen. Alles, was nicht unmittelbar vor Ort geschehen muss, wird zentral vom Münchener Office aus gesteuert. Das elektronische Zugangssystem, mit dem der Gast jederzeit selbstständig einchecken kann, ersetzt den Kostenfaktor Servicepersonal. Die Reinigung übernimmt ein lokaler Dienstleister. Dabei koordiniert eine „State of the Art“-IT sämtliche internen und externen Schnittstellen. Und zu guter Letzt gewährleistet ein ausgeklügeltes, agiles Pricing eine Auslastung weit über dem Branchendurchschnitt. „Statt der für Februar üblichen 53 Prozent, liegen wir aktuell bei 78 Prozent“, erklärt Josef.

Dank dieses hocheffizienten Geschäftsmodells sei man auch bei der Immobilienakquise viel flexibler. Limehome brauche nicht 150-Betten-Einheiten, um profitabel zu sein. Stattdessen würden ganz normale, in B-Städten häufig leerstehende Gewerbeeinheiten genutzt, um die ideale Anzahl von 10 bis 20 Appartements unterzubringen.

WERK1 – Hier entstehen echte Unternehmen

Die Idee zu Limehome hatten die Gründer bereits während ihrer Zeit bei McKinsey. Nach einem ersten Testlauf Anfang 2018 und einer erfolgreichen Seed-Runde im Herbst, starteten sie dann voll durch. Bis heute konnten sie über 2.000 Übernachtungen vermitteln – und stoßen mit mehr als 20 Mitarbeitern schon jetzt an die Grenzen ihrer WERK1-Bürofläche. Doch die wird genutzt, solange es geht! Noch vor der offiziellen Gründung haben sich Lars und Josef auf einen Office-Space im WERK1 beworben. Obgleich schon in der konkreten Umsetzungsphase befindlich, mögen und schätzen Lars, Josef und ihr Team die starke Community im WERK1 sehr. Ganz anders als im Coworking-Space in der Innenstadt, in dem sie zuerst kurz ansässig waren, herrscht hier im WERK1 genau die Anpack-Atmosphäre, die so ein ambitioniertes Startup brauche. Schließlich will man die Anzahl der Standorte und Mitarbeiter in 2019 geschmeidig verdoppeln. In diesem Sinne spiegelt die WERK1-Nachbarschaft hervorragend den Dauerzustand bei Limehome wider: Viele, viele Baustellen … und eine spannende Zukunft!

Karriere bei Limehome?

Wollt Ihr diese Zukunft mitgestalten? Werft einen Blick in das Limehome-Karriereportal!  limehome - WERK1

 

 

 

Startup: Limehome
Webseite: https://www.limehome.de/
Kontakt: info@limehome.de

Startup Work – erste Startup-Jobmesse für München im WERK1

It‘s a Match! Diese frohe Botschaft konnten die Startups und Besucher der „Startup Work“ am 30. März nach der Messe verkünden! Die erste Jobmesse in München speziell für die Bedürfnisse von Startups hat aus dem Stand funktioniert und wurde von allen Seiten überragend angenommen.Startup Work - Logo

Startup Work in Zahlen

Das Matchmaking-Event im WERK1 bot mit 51 Startups, über 340 Stellenausschreibungen und knapp 300 Jobsuchenden den idealen Rahmen für vielversprechende Gespräche und neue Karriere-Optionen und damit mehr als einen potentiellen Job für jeden Teilnehmer! Mit dem „Rundgang-Ticket“ konnten alle Besucher mit Gründern oder Personalverantwortlichen verschiedenster Startups, die sich überall im WERK1 präsentierten, direkt ins Gespräch kommen. Inhaber des „Matchmaking-Tickets“ wurden darüber hinaus mittels vorab hochgeladenem CV direkt mit passenden Ausstellern in Kontakt gebracht und hatten die Möglichkeit, das Workshop-Programm zu Themen wie „Arbeiten in einem Startup“ oder „Dos and Dont‘s im Social Media“ zu nutzen.

Networking für Startups

Die ausstellenden Startups setzten sich zu etwa einem Drittel aus Residents des WERK1 und zu zwei Dritteln aus externen Teilnehmern zusammen. Die Branchen reichten von Software im Bereich Technik, Mobilität, Health, HR, Gastronomie und Housing bis hin zu Freizeit Gadgets. Und auch hinsichtlich Entwicklungsphase war die komplette Bandbreite vertreten: Vom Early-Stage-Startup, welches gerade seine EXIST-Förderung bekommen hat und nun erste Praktikanten sucht, bis zum „Grown-Up“ mit 150 Mitarbeitern, welches Bodenkontakt halten und dafür kreative Professionals gewinnen möchte. Vom WERK1 vorausgesetztes, verbindendes Element: Startup-Sprit und damit einhergehender kreativer Gründergeist müssen vorhanden sein. So ist auch der Austausch der Gründer untereinander zu bewegenden Themen wie Recruiting nicht zu kurz gekommen.

Das war dann auch das Thema für das abschließende Panel: Moderiert von WERK1-Geschäftsführer Dr. Florian Mann berichteten Sebastian Schuon (Gründer von Alasco), Ankit Khare (UX Designer bei Ginlo by Brabbler), Leon Zucchini (Gründer von Curiosity.ai), Magdalena Reith (Startup Coach & Partnership Manager bei Unicorn Pitch) und Daniel Schosser (Mit-Gründer von Crashtest Security) davon, was die Arbeit in einem Startup so besonders macht.

Ein Job für jeden dabei

Spätestens danach waren alle Anwesenden überzeugt, dass ein Job in einem Startup das Richtige für die Zukunft ist: Und auf der Startup Work konnten sie vom Co-Founder bis zum Werkstudenten, von IT/Development bis Marketing/Sales den passenden Job für die eigene Qualifikation finden. Selten zuvor war es für Startups und Bewerber so transparent, welche Positionen in jungen stark wachsenden Unternehmen zu besetzen sind.

Positives Fazit von allen Seiten

So fiel die Bilanz des Messetages durchweg positiv aus: Alle Startups freuten sich über vielversprechende Gespräche mit ernsthaft interessierten Job-Suchenden. Auch die Job-Sucher verließen mit bester Laune die Veranstaltung: Inspirierende und durchweg motivierte Gründer waren für sie einen ganzen Tag mit samt ihrer innovativen Produkte greifbar. Und das trotz oder vllt. grade wegen des strahlenden Frühlingswetters, dass die Messe begleitete und zum anschließenden Burger-Essen in der Sonne einlud. Eine gelungene erste Ausgabe der Startup Work und die Verantwortlichen waren sich schnell einig: Fortsetzung folgt…

Die Startup-Aussteller

ArtMasters im WERK1 – Vom Unternehmensberater zum Gastgeber von kreativen Events

Im WERK1 sind sie der „bunte Vogel“ unter den Startups, im realen Leben bringen Alexander Eloe und Oliver Breiter mit ihrem Team Farbe in den Alltag vieler Menschen, die Feierabend, Teamevent und Co. mal ganz anders gestalten wollen: Mit sogenannten „Paint Partys“. Die ArtMasters sind wohl das einzige Startup im WERK1, das sich mit Mal- und Kreativtechniken bestens auskennt. Und dass, obwohl die Gründer selbst gar keinen künstlerischen Hintergrund haben. Wo liegt die Motivation zur Gründung eines Startups und was ist das Erfolgsrezept von ArtMasters? Diese und andere Fragen haben wir Mitgründer Alex bei einer Tasse Kaffee im WERK1-Café gefragt.

Kreative Erlebnisse für jeden

Die Idee ist schnell erklärt: Die ArtMasters Oliver und Alex schmeißen mit Hilfe ihres Teams aus begabten und ausgebildeten Künstlern abwechslungsreiche Kreativ-Partys in außergewöhnlichen Locations. Ihre Mission ist dabei zum einen kreative Erlebnisse zu schaffen und zum anderen unterschiedliche Charaktere in ungezwungener Atmosphäre zusammenzubringen. Unter professioneller Anleitung können die Teilnehmer ein vorgegebenes Motiv ihrer Wahl nachzeichnen, oder ihre ganz eigene Version kreieren. Der künstlerischen Freiheit sind im Rahmen des ArtMasters-Events keine Grenzen gesetzt – Vorkenntnisse sind auch nicht notwendig.

Vom Unternehmensberater zum Gründer von ArtMasters

Aber wie kommt man überhaupt auf die Idee, von der Unternehmensberatung aus ein eigenes Startup zu gründen und dann noch mit kreativem Hintergrund? Die beiden ehemaligen Unternehmensberater schnappten den ersten Impuls im Rahmen einer gemeinsamen Geschäftsreise in die USA auf. „Die Amerikaner sind ja schon ein bisschen… crazy“, lacht Alex, der sich am Anfang übrigens gar nicht so sicher war, ob diese Art von Freizeitvergnügen in Deutschland überhaupt Anklang fände. Was allerdings „aus einer Laune heraus“ und als „eventuelle Alternative zur Unternehmensberatung“ entstanden ist, wurde innerhalb von knackigen drei Monaten in die Tat umgesetzt. Mittlerweile arbeiten die beiden Unternehmer in Vollzeit mit einem festen Team an ihrem Startup: Rund 70 Künstler und ca. 10 Teammitglieder, die die Geschäftsführer bei allen Punkten rund um Event-Planung, Technik, Marketing und Co. unterstützen.

Qualität & Zufriedenheit sind die Schlüssel zum Erfolg

Bei der Auswahl der Künstler, nimmt man es bei den ArtMasters ganz genau. Denn Talent alleine reicht nicht aus. Alex und Oliver legen großen Wert auf spannende Persönlichkeiten mit passenden Social Skills – sie müssen Geduld haben, mit einem Talent für Entertainment und gleichzeitig hilfsbereite Lehrer sein. Die ArtMasters-Crew nimmt sich also Zeit, um neue Bewerber über ihre Fähigkeiten mit Pinsel und Leinwand hinaus zu checken. So kommen sie auf ein buntes Potpourri aus professionellen Malern mit eigener Galerie, eifrigen Kunststudenten und begabten Hobby-Zeichnern – die für viel Abwechslung bei Events sorgen.

Was die ArtMasters können, können andere noch lange nicht: Neben den klassischen Nachmal-Motiven, erweitern die anspruchsvollen Gründer ihre Palette stetig um originelle Angebote. Seit kurzem können handwerksaffine Teilnehmer zum Beispiel auch „Foto Transfer“-Events buchen: Hier wird das eigene Lieblingsfoto in Handarbeit auf Objekte wie einen Holzklotz übertragen. Außerdem können die Teilnehmer sich mit Kohle und Pastellfarben auf unterschiedlichen Leinwandgrößen austoben. Genau durch diese Abwechslung und die Auswahl qualitativ hochwertiger Utensilien, wie großer Leinwand, guten Farben etc., wollen sich die ArtMasters von der Konkurrenz auf dem Markt klar abgrenzen.

ArtMasters fühlen sich wohl im WERK1

Das Marketing ist für langfristiges Wachstum enorm wichtig: Und nicht nur in dem Punkt gilt es gerade für Startups, das Wissen aus den verschiedenen Bereichen zu bündeln. Und genau das ist es, was die ArtMasters am WERK1 als Standort so mögen, sagt uns Alex. „Wir nutzen die Academy Angebote vom WERK1 sehr gerne – das ist schon ein großer Vorteil.“ Auch das flexible Coworker-Netzwerk schätzen die ArtMasters sehr. Die Möglichkeit sich auszutauschen, wenn für einen Bereich das Verständnis fehlt. „Das ist schon ganz praktisch, wenn man zum Beispiel Unterstützung beim Thema Programmierung braucht.“ Nur mehr Platz müssten sie so langsam haben – denn bei dem Kreativ-Startup stehen alle Zeichen auf Wachstum.

Mit Vollgas in die Zukunft

Von der Zukunft haben die zuversichtlichen Gründer genaue Vorstellungen: Sie wollen ihr Produkt und die Marke auch über die deutschen Grenzen hinweg bekannt machen. Den ersten Schritt haben sie bereits getan: Nach Ungarn, sollen jetzt auch Österreich und die Schweiz dem ArtMaster-Kunstfieber verfallen.

Aber der Standort München bringt für sie als Startup auch Probleme mit sich: „Es ist schon schwer, in München passende Leute zu finden. Die großen Konzerne saugen viel auf.“ Und dann wäre da ja auch noch die Thematik der Finanzen. Bis dato finanziert sich ArtMasters durch einen Privatinvestor und durch eigene Mittel. Ob sich das in nächster Zeit mit Hilfe eines weiteren Investors ändert, wird sich herausstellen. Was aber feststeht: Das Team will auf seinem Expansionskurs weiter Vollgas geben.

Artmasters Logo

 

 

 

 

Startup: ArtMasters
Webseite: https://www.artmasters.co/
Kontakt: info@artmasters.co

Der Games/Bavaria Road Trip vom WERK1 zur “Ludicious” in Zürich 2019

Die Games-Szene boomt – fast jeder zweite Deutsche spielt heute regelmäßig an Konsole, Smartphone und Co. – das ergaben aktuelle Studien der Spieleindustrie. Gaming zählt längst nicht mehr zu den Special-Interest-Hobbies, bei dem die Öffentlichkeit die Nase rümpft. Mehr und mehr wird die Kreation von digitalen Spielen als Kunst- und Kulturgut wahrgenommen, ebenso wie als Innovations- und Marketingtool. Dafür, dass sich auch die lokale SpieleIndustrie weiterentwickeln und vernetzen kann, sorgen Menschen wie Robin Hartmann & Robin Kocaurek von Games/Bavaria. Im Auftrag des Staatsministeriums für Digitales fördert das ans WERK1 angeschlossene und hier beheimatete Team von Games/ Bavaria die Sichtbarkeit der bayrischen Spieleindustrie auf internationalem Parkett. Dazu gehören über 30 Projekte im Jahr, davon einige Reisen zu internationalen Events auf denen sie junge Kreative aus der Szene mit Entwicklern, Big Playern und Co. vernetzen. Vor kurzem stand das Gamesfestival Ludicious in Zürich an – Robin und Robin machten kurzerhand einen Roadtrip daraus. Wie der aussah und wie solche Aktionen letztlich die Games-Industrie in Bayern fördern, haben sie uns im Recap-Interview verraten.

WERK1: Für alle, die es nicht wissen – fasst doch bitte einmal zusammen, was genau ihr hier im WERK1 macht. Was ist eure Mission?

Robin Hartmann: Wir sind offiziell Teil vom WERK1, wir betreuen aber ein eigenes Projekt, das nicht beim Wirtschaftsministerium aufgehängt ist, so wie das WERK1 selbst, sondern beim Staatsministerium für Digitales. Bei einem Großkonzern würde man sagen, es ist wie ein „Profit Center“. Wir kümmern uns nicht nur um Startups hier am Standort, sondern auch in ganz Bayern – aber eben speziell aus der Videospielindustrie. Dabei geht‘s um Startups, aber auch um Studenten, um Veteranen, um Publisher, Entwickler etc. Wir unterstützen auch das Digitale Ministerium bei der Projektumsetzungen, wenn Fragen aufkommen zur Spieleindustrie. Und eine unserer Aufgaben ist eben auch internationale Sichtbarkeit, ein bisschen Standort-Marketing und Unternehmen der Branche zu unterstützen. Und deswegen sind wir Ende Januar nach Zürich gefahren, auf das Gamesfestival Ludicious und haben gesagt: Das ist so nah dran, da können wir auch einen Roadtrip draus machen!

WERK1: Was habt ihr auf dem Festival genau gemacht?

Robin Hartmann: Wir wollten unseren Standort Bayern als Entwicklungs- und Publisherstandort vertreten. Aber das können wir natürlich nicht allein machen. Wir beide kommen zwar aus der Spieleindustrie – Robin von der Entwicklerseite, ich von der Publishingseite – aber wenn man irgendwo einen Standort repräsentieren will, dann brauch man immer Unternehmer im Gepäck. Also haben wir einfach in die Community reingefragt, wer uns begleiten möchte. Auf der Messe geht es uns auch nicht darum, dass man ausschließlich Business-Termine macht, sondern darum, zu zeigen, was die Unternehmen zu bieten haben. Wir hatten vier Unternehmen dabei, die jeweils in Zweier-Teams an unserem Stand ausgestellt haben. Am ersten Tag, dem quasi Business-Tag, kamen sie hauptsächlich mit anderen Entwicklern ins Gespräch und ab dem zweiten Tag kamen dann die Gamer dazu. Für die Teams war es natürlich schön, Feedback von den Besuchern zu bekommen, aber auch die Möglichkeit zum Meet-to-Match zu haben, wo sie sich dann mit Publishern treffen und erste Business-Kontakte schließen konnten.

WERK1: Was hatte denn der Roadtrip als solches für einen Mehrwert?

Robin Kocaurek: Wir haben das das letztes Jahr schon gemacht, nur hatten wir da noch keinen Stand auf dem Festival. Auch damals haben wir Leute dabeigehabt und festgestellt, dass tatsächlich die Anreise einer der interessantesten Intra-Networking-Dinge war, die wir machen konnten. Die Leute sehen sich teilweise zwar zum ersten Mal, aber trotzdem können sie extrem interessante Gespräche führen – jeder hat Zeit zu erzählen wo er herkommt und was er so macht. Keiner denkt, dass eine 3 ½ Stunden Busfahrt eine tolle Networking Gelegenheit ist, aber das ist es tatsächlich – immerhin sitzt man zusammen auf kleinem Raum. Deswegen machen wir das auch als Roadtrip und zahlen nicht einfach die Anfahrt. Es ist eine unkomplizierte Unterstützung, die nicht viel Vorbereitung braucht, die aber für alle einen sehr hohen Effekt hat.

WERK1: Liegt es da nicht nahe, beim nächsten Festival auch eine gemeinsame Unterkunft zu beziehen?

Robin Kocaurek: Das ist gar nicht so abwegig. Wir kennen tatsächlich viele Entwickler, die das sowieso schon machen. Das macht viel Sinn und fürs nächste Mal haben wir das auch auf der Liste. Fakt ist: Ohne uns wären viele unserer Partner wahrscheinlich gar nicht nach Zürich gefahren. Aber wir konnten genau dieses Stückchen Anschub leisten. Es war zwar schon ein Drang da, die Veranstaltung zu besuchen, aber wir konnten mit dem Roadtrip eben die letzte Hürde überbrücken.

Robin Hartmann: In der Games-Industrie machst du in der Regel kein Spiel nur für den deutschen Markt, sondern bist eigentlich sofort international unterwegs und musst größer denken. Aber du hast natürlich trotzdem alle Probleme, die auch andere Firme haben, wenn sie gerade neu anfangen. Und dazu gehört natürlich auch, dass es schwer ist, mal eben ein paar 1000 Euro dafür auszugeben, um zum Beispiel nach San Francisco zu fliegen oder einige Tage im teuren Zürich unterzukommen. Noch ein größeres Problem als für Startups, ist das für Studententeams. Die denken vielleicht darüber nach zu gründen oder sind schon in der Gründungsphase, haben aber noch einmal deutlich weniger Mittel und müssen das alles von ihrem Ersparten bezahlen.

WERK1: Für eure Partner war der Roadtrip also ein voller Erfolg. Wie sieht denn euer internes Fazit aus?

Robin Kocaurek:

Zürich ist teuer! (lacht) Wir werden es definitiv wieder machen. Weil wir auch gesehen haben, dass es für die Leute, die mit dabei waren, ein voller Erfolg war. Und die Ludicious in Zürich ist einfach eine tolle Gelegenheit, weil es in der Nähe ist, aber man die Leute trotzdem so effektiv international verknüpfen kann. Es herrscht eine produktive Atmosphäre, schön familiär, aber trotzdem mit hochwertigem Anspruch. Das ist eine Veranstaltung, die wir sehr effizient bespielen können.

WERK1: Die nächste Ludicious ist in eurem Terminplan also schon gesetzt. Was steht denn sonst so als nächstes für Games/ Bavaria an?

Robin Hartmann: Ja, wir haben über 31 Veranstaltungen und Projekte, die wir dieses Jahr noch neben dem Daily Business bespielen. Spannend wird zum Beispiel im Mai das Gamecamp: Eine lokale Konferenz, die zum elften Mal stattfindet – mit rund 200 Personen. Das ist ein Barcamp, also ein Konferenzformat, welches darauf basiert, dass die Teilnehmer selbst die Inhalte kreieren. Bei uns ist das Thema „Gaming“ – und damit sind wir eines der größten Barcamps in Europa – und inzwischen auch ziemlich erfolgreich damit. Das ist wirklich eine super Veranstaltung, da ist von Veteranen bis hin zu Hobbyisten, Studenten, Professionals, alles mit dabei.

Robin Kocaurek: Wir haben viele Baustellen. Gerade im WERK1– wo wir mit vielen Partnern aus der lokalen Community einen Treffpunkt und Events anbieten. Hier in München organisieren und unterstützen wir viele Initiativen: Von ganz kleinen Usergroups bis hin zu mittelgroßen Konferenzen. Hinzu kommen Projekte auf nationaler Ebene – ganz groß im August natürlich die gamescom, wo wir mit Partnern einen großen Gemeinschaftsstand haben. International stehen sonst noch die GDC in San Francisco, die Reboot und die Nordic Game an. Bei der Nordic Game sind viele skandinavischen Länder unterwegs und die Reboot ist eine Entwicklerkonferenz in Kroatien – wir sind also viel unterwegs und tanzen auf vielen Hochzeiten. Aber es ist eine gesunde Mischung aus regional, national und international.

WERK1: Hört sich extrem spannend an. Und nach viel Arbeit! Umso mehr danken wir euch für eure Zeit und für den kleinen Einblick in euer Daily (and not so daily) Business.

Games/Bavaria im WERK1

Ihr wollt noch mehr über die Events und Aktionen von Games/Bavaria erfahren? Die beiden Robins stellen alle Details regelmäßig auf ihre Webseite – ein Blick lohnt sich.

Games/Bavaria Webseite

Außerdem sucht Games/Bavaria noch einen Projektmanager in Elternzeit-Vertretung. Klingt interessant? Hier geht es zur Stellenbeschreibung.

Projektmanager Games/Bavaria 

Coworking im WERK1 – Früher Kartoffelwerkstatt, heute Kreativquartier mit Sinn für Gemeinschaft

Der Laptop wird da aufgeklappt, wo man sich wohlfühlt. Einen festen Arbeitsplatz gibt es nicht, aber das stört hier im WERK1 Coworking Space niemanden. Im Gegenteil: Zu einem flexiblen Job gehört eben auch ein flexibles Büro und damit auch wechselnde Kollegen. So wie Steffi, David und Martin. Drei der mehr als 130 Coworker im WERK1 kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt. Ihren Büroalltag bestreiten sie allerdings gemeinsam – wir möchten Sie Euch vorstellen.

Über der kleinen Kaffeeküche hängt ein gerahmtes Bild voll mit Sprüchen. Einer davon: „Open your mind, arms and heart to new things and people.“ Eine schöne Aufforderung der amerikanischen Grafikerin Rachael Beresh, die wir für unseren Coworking-Space im WERK1 aufgegriffen haben.

Steffi Resch – Freiberufliche Übersetzerin

„Als ich hier neu war, wurde ich gleich von einer größeren Gruppe Coworkern mit zum Mittagessen genommen. Das war toll. Ohne jeden Mehraufwand, nur durch das tägliche Dasein, kann man sich schon ein Netzwerk aufbauen“, schwärmt Steffi Resch. Die 34-jährige Fachübersetzerin und Konferenzdolmetscherin hat über zwei Jahre von zu Hause aus gearbeitet. Mittlerweile schätzt die Freiberuflerin die Struktur, die sie durch das Arbeiten im Coworking Space bekommt und vor allem „die Ruhe hier oben“. Der „Silent Space“ befindet sich unterm Dach des WERK1 Gebäudes. Von hier aus erledigt Steffi ihre Aufträge. Zum Beispiel Übersetzungsarbeiten für das Europäische Parlament.

David Maus – Webentwickler & Gründer

Auch David Maus ist bereits in seine Arbeit vertieft. Seit zwei Jahren kommt er täglich ins WERK1. Der selbstständige Webentwickler und Gründer betreibt von hier aus sein Startup. Ein Publishing System für digitale Magazine namens Webmag (www.webmag.io). Die Idee: Mithilfe eines einfachen Content Management Systems können, ohne gestalterische und technische Kenntnisse, digitale Magazine erstellt werden. Es ist das urbane und industrielle, was David an seinem Arbeitsplatz im WERK1 so gerne mag. Ein bisschen was von dem ehemaligen Charme der alten Pfanni-Werke ist eben doch noch erhalten geblieben. „Vor allem mag ich aber auch die Vielfalt der Coworker hier. Mit anderen Branchen zu diskutieren fördert die eigene Kreativität.“ Deshalb versucht der 34-Jährige aus Konstanz auch bei möglichst vielen Events und Workshops dabei zu sein, die im WERK1 angeboten werden. Gut netzwerken lässt es sich zum Beispiel beim Werksfrühstück oder bei einem Feierabenddrink beim „AfterWERK“.

Aktuell gibt es knapp 130 Coworker im WERK1. Die einen kommen fünf Tage die Woche, die anderen nur tage- oder stundenweise. Coworker im WERK1 haben einen 24-Stunden Zugang. Hilfreich, wenn es doch mal in die Nachtschicht geht, oder die Kollegen mit Zeitverschiebung im Ausland sitzen.

Martin Schmidt – Unternehmensberater & Gründer

„Im WERK1 kann man sehr gut „outside the box“ denken. Hier entspricht relativ wenig einem Standardbüroarbeitsplatz.“ Martin Schmidt ist 45 Jahre alt und seit Januar 2018 im WERK1 als Coworker. Zuvor hat er 14 Jahre bei einem großen Telefonanbieter gearbeitet. Heute vermittelt er sein Wissen über Supply Chain Management, Materialwirtschaft und Distribution als freiberuflicher Unternehmensberater. Martin schätzt vor allem die Impulse, die er im WERK1 durch Coworking-Kollegen bekommt. Einer hat sogar dazu geführt, dass er jetzt auch noch unter die Gründer gegangen ist. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er eine Firma ins Leben gerufen – Smart Access Solutions UG (www.smart-access-solutions.com). Zentral verwaltbare elektronischen Verschlusssysteme für Transport und Aufbewahrung von sensiblen Waren.

Zurück in die klassische Geschäftswelt und zurück ins Einzelbüro kann sich Martin heute nicht mehr vorstellen. Dafür hat er zu viel Spaß in seinem aktuellen Job und Kollegen gibt es ja trotzdem. Das ist Coworking: Man arbeitet allein und irgendwie doch gemeinsam.

Coworking hat ein Zuhause in München

Unter einem Dach mit ca. 40 digitalen Startups und unserem Café arbeitet Ihr im WERK1 in einzigartiger Atmosphäre und direkt am Puls der digitalen Startup-Szene. Mit flexiblen Preismodellen und unserer einzigartigen Gründer-Community, haben wir passende Angebote für alle, die auf der Suche nach Kollegen sind – vom Freelancer bis zum ambitionierten Gründer.

Alle Infos über unseren Coworking-Space findet Ihr auf unserer Webseite. Dort könnt Ihr Euch auch für eine Tour anmelden, bei der Ihr unser Team kennenlernen und Euch die Abläufe in unserem Haus selber angucken könnt – wir freuen uns auf Euren Besuch!

WERK1 Coworking

Der Insurtech Hub Munich startet die vierte Ausgabe des W1 Forward InsurTech Accelerators

Ab sofort bis zum 7. März 2019 nimmt der InsurTech Hub Munich (ITHM) Bewerbungen für die vierte Ausgabe des W1 Forward InsurTech Accelerators entgegen. Das seit 2015 bestehende achtwöchige Programm richtet sich an internationale Early-Stage Startups, die digitale Lösungen für die Versicherungsbranche – aber auch darüber hinaus – entwickeln. Der Accelerator bietet Workshops sowie persönliche Mentoring- und Coaching-Sessions und die Vermittlung von Versicherungs-Wissen. Die Startups werden dabei unterstützt, ihre Ideen reif für den Markt und potenzielle Investoren zu machen, gemeinsam mit den Partnerunternehmen des ITHM entwickeln sie Piloten.

“Wir suchen wirkliche Disruptoren, die sich nicht scheuen, unkonventionell und in großen Dimensionen zu denken”, sagt Manuel Holzhauer, Managing Director des ITHM. “Die etablierten Versicherungsgesellschaften erkennen mittlerweile, dass Konkurrenz künftig nicht mehr allein aus ihren eigenen Reihen erwächst, sondern die Tech Big 5 wie Amazon, Apple oder Alphabet und erfolgreiche InsurTechs mit Macht in den Markt eindringen.“ Holzhauer zählt auf, was der InsurTech Hub Startups bietet: “Wir haben ein weites Netzwerk aus Experten und Coaches, Investoren, Hochschulen und natürlich unseren Alumni. Unser größter USP ist aber, dass wir Startups die Türen zu unseren 12 Partnern aus der Versicherungsbranche – von international führenden Unternehmen bis hin zu lokalen Champions – sowie PwC and Roche öffnen können.“

Accelerator W1 Forward

Starkes Netzwerk an einem starken Branchen-Standort

Der W1 Forward InsurTech Accelerator wird in Zusammenarbeit mit dem WERK1, ‘dem Startup-freundlichsten Ort Münchens‘, betrieben. Das WERK1 fördert als branchenübergreifendes Startup Hub das Gründer-Ökosystem in der bayerischen Landeshauptstadt. Der von den Partnerunternehmen und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderte ITHM veranstaltet Events, Workshops und Meetups und ist Partner international bekannter Veranstaltungsformate wie der Konferenz Digital Insurance Agenda (DIA).

Sobald Startups eine fortgeschrittene Wachstumsphase erreicht haben (Later-Stage), bietet ihnen das zweite der Accelerator-Programme des ITHM, InsurTech Europe powered by Plug&Play, weitere Unterstützung. Der ITHM arbeitet eng mit fünfzehn weiteren digitalen Hubs in ganz Deutschland zusammen. Über dieses de:hub-Netzwerk werden unterschiedliche Branchen abgebildet, gemeinsames Ziel ist es, Deutschland als Digitalisierungs-Standort zu positionieren. Zu den Alumni der vorangegangenen drei W1 Forward InsurTech Accelerator-Programme gehören zum Beispiel das Verkehrssicherheits-Startup Kruzr, das sich im Januar 2019 ein Seed Funding in Höhe von 1,3 Millionen Dollar sichern konnte sowie das Münchner Startup e-bot7, das Künstliche Intelligenz-Lösungen für den Kundenservice entwickelt.

Anmeldung & weitere Details:
W1>>InsurTech Accelerator

„Valley of the Boom“ Premierenscreening im WERK1 mit anschließendem Panel

Am Sonntag, den 20. Januar, um 21 Uhr startet das globale Serien-Event „Valley of the Boom“ auf National Geographic. In einem höchst unterhaltsamen Mix aus Dokumentar- und Spielszenen zeichnet die sechsteilige Mini-Serie den Urknall der Digitalisierung nach, das Silicon Valley der 90er Jahre. Bereits vier Tage zuvor lud National Geographic zur exklusiven Deutschland-Premiere der ersten beiden Folgen im WERK1 ein. Über das Thema „Gründen damals und heute – Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung“ wurde im anschließenden Panel diskutiert.

© National Geographic / Sebastian Gabriel

Die Zeit der DotCom-Blase zuM anfassen

Leidenschaftliche, von ihrer Idee ganz versessene Gründer, abgeklärte, erfolgshungrige Investoren, aggressive Vertreter der Marktmächte oder auch abgedrehte Hochstapler – im „Valley of the Boom“ spielen sie alle ihre ganz eigene Rolle. Vom anfänglichen Hype, über das Platzen der DotCom-Blase, bis hin zur spekulationsbereinigten Wiederauferstehung dieser jüngsten großen Technologie-Revolution portraitiert die Serie deren Protagonisten. Sowohl in Form von echten Interviews, als auch in lebhaft nachgespielten Szenen.

In 2 x 45 Minuten bekam das Publikum bei der Premiere einen sehr guten Eindruck von der Dynamik – sowohl der Serie, als auch der tatsächlichen Ereignisse. Für die vier weiteren Folgen müssen sich Fans die Ausstrahlung bei National Geographic abwarten.

Nah an der Wahrheit? Diskussion im Experten-Panel

Direkt im Anschluss erzählten die vier Panel-Teilnehmer von ihren ganz persönlichen Erlebnissen aus den Anfängen des Internets:

  • Constantin Schwaab (Unternehmer und Gründer von Plain Energy, Kinoheld und Wirelane)
  • Jean-Paul Schmetz (Chief Scientist Burda Forward, Gründer & COO Cliqz)
  • Axel Gundolf (Director TV der FOX NETWORKS GROUP GERMANY)
  • Dr. Florian Mann (CEO WERK1 & Mitgründer von FERTILA)

Moderiert wurde die Diskussion von der Markenstrategin und Organisationstrainerin Anais Bock.

© National Geographic / Sebastian Gabriel

Jean-Paul Schmetz war damals im Auftrag der Burda Digital GmbH als Investment-Scout tätig und kennt daher jeden der Protagonisten. Sowohl er, als auch Constantin Schwaab, der 2008 im Silicon Valley nach Businesspartnern suchte, benannten das einzigartige, hochverdichtete Ecosystem im Valley als Schlüsselfaktor seines Erfolgs. Gleichzeitig begünstigten die amerikanische Gesetzgebung und der riesige, amerikanische Binnenmarkt die Bedingungen für dort ansässige Startups. Doch auch in Deutschland würde die Gründerkultur mittlerweile sehr stark gefördert. Aufholbedarf sehen alle Panelisten allerdings im Bereich der Gründermentalität: Liberalismus, Toleranz, Agilität, Netzwerk und „Groß-Denken“. Hier hinke Deutschland noch signifikant hinterher und vergrabe sich lieber in Excel-Listen, anstatt auch jenes ganz entscheidende Startup-Mindset selbstbewusst zu kultivieren.

Gründen im 21. Jahrhundert und im WERK1

An dieser Stelle kommt das WERK1 ins Spiel. Denn als Ecosystem sind Startup-Hubs wie das WERK1, in denen sich Gründer vernetzen, austauschen und gegenseitig unterstützen können, beinahe unverzichtbar. Hier entstehen und wachsen Ideen. Die Idee zu dieser Veranstaltung zum Beispiel! Denn das Team von National Geographic ist im WERK3 ansässig. Da war eine Kooperation mit dem WERK1 im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend. Und wer weiß, welch fruchtbare Gespräche erst im Anschluss an Screenings und Panel bei Feinkost-Burgern und Hotdogs geführt wurden …!

Curiosity.ai im WERK1 – Die Mission: Das Wissen aus Firmendokumenten befreien

Einen kompletten Tag pro Arbeitswoche – so viel Zeit vergeudet ein Mitarbeiter laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey durchschnittlich mit der Suche nach Informationen, bevor er seine eigentlichen Aufgaben angehen kann. Die WERK1-Residents Leon Zucchini und Rafael Fernandes stießen in ihrem Arbeitsalltag selbst auf dieses Problem und entwickelten daraufhin eine Lösung. Ihr Startup Curiosity.ai hilft Unternehmen dabei, das über Jahre angehäufte Wissen aus unstrukturierten Dokumenten wie E-Mails, Präsentationen, und Co. herauszulösen und damit bisher ungenutzte Potentiale auszuschöpfen.

Was bietet Curiosity.ai?

Leon erklärt: „Stellt euch das Internet einmal ohne Google vor. In den meisten Unternehmen sieht der Arbeitsalltag genau so aus. Du bist umgeben von Protokollen, Präsentationen, Textfeldern in Datenbanken, aber du kannst nichts finden, wenn du nicht den genauen Begriff kennst, unter dem dein Kollege vor 20 Jahren das Dokument abgespeichert hat.“ Nach hilfreichen Inhalten suchen kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch frustrierend. Die KI-Technik der beiden hilft dabei das zu verhindern, sowie Doppelarbeit zu vermeiden und versteckte Zusammenhänge aufzuzeigen.

Das funktioniert, indem die KI-Software die Informationen aus allen Dokumenten des Unternehmens extrahiert und zu einem so genannten Knowledge-Graph zusammenfügt, der das komplette Firmenwissen abbildet. Auf Basis dieser Technologie können Mitarbeiter auf das Wissen zugreifen: Über Kognitive Suchfunktionen, automatisches Tagging und Dokumentenanalyse. Das Besondere an dem System erklärt Co-Founder Rafael: „Keine künstliche Intelligenz ist von Anfang an perfekt, Fehler sind normal. Denn die unstrukturierte Sprache, die in Firmen vorherrscht, ist extrem komplex. Unser Ansatz war es, ein System zu entwickeln, das sich immer weiter verbessert, indem es von den Nutzern lernt. Sie sind schließlich die Experten! Und durch sie wird es mit der Zeit immer intelligenter.“

Hintergründe und Entwicklung des Startups

Aber warum eigentlich gründen, wenn man schon einen spannenden Job hat? Das wollten wir von Leon und Rafael wissen, als wir sie in ihrem Büro trafen. „Wir haben in den letzten Jahren als Kollegen bei einem großen Industrieunternehmen festgestellt, dass diese Problematik in vielen Unternehmen herrscht und dass wir wissen, wie man sie branchenübergreifend lösen kann“, sagt Leon. „Das eigene Unternehmen zu gründen war uns wichtig, um alle Entscheidungen drumherum selber fällen zu können und die Freiheit zu haben, ein Produkt zu entwickeln, das das Problem optimal löst.“

Standort WERK1 – die Motive

Vor sechs Monaten begann die Startup-Reise – erst in Leons Wohnzimmer. Ein wichtiger Meilenstein sei der Umzug ins WERK1 gewesen. „Das war ein großer Fortschritt. Es haben sich schon in den ersten Tagen interessante Gespräche und Kontakte zu anderen Startups und Investoren ergeben. Und man hat uns von Anfang an freundlich aufgenommen.“ Hinzu kämen die Vorteile des Standorts München: Gute Anbindungen, Kapital und eine hohe Lebensqualität. „Nicht umsonst wird München immer wieder zu den lebenswertesten Städten gewählt. Das haben wir auch bei den ersten Jobausschreibungen gemerkt“, erzählt Leon. „Die Bewerbungen kamen aus 20 verschiedenen Ländern.“

What’s next? –  Ein Ausblick

Das gute Feedback auf die Stellenausschreibungen trifft sich gut für Leon und Rafael. „Wir benötigen natürlich sehr speziell ausgebildete Mitarbeiter. Und wir brauchen sie sehr bald. Denn Curiosity wächst stetig: Erste Kunden sind im Boot und erste Produktversionen gehen live.“ Trotz vollem Terminplan ist es wichtig für Rafael und Leon, sich in die WERK1-Community einzubringen und ihr etwas zurückzugeben. Leon: „Wir haben schon viele Ideen, die man gemeinsam umsetzen könnte. Bis hierhin aber erst einmal vielen Dank an euch vom WERK1, ihr macht einen wirklich tollen Job!“

curiosity logo

 

 

 

 

Startup: Curiosity.ai
Webseite:  www.curiosity.ai
Kontakt: hello@curiosity.ai

Danke für ein tolles Jahr 2018 – wir freuen uns auf weitere Abenteuer

Ein tolles Jahr geht für uns alle bei WERK1 zu Ende: 29 neue Startups sind im Laufe des Jahres eingezogen und die Zahl der Coworker hat sich in nur einem Jahr von 74 auf 130 mehr als verdoppelt. Dank des neuen Slack Channels und einer Freelancer-Plattform profitieren beide Seiten so stark voneinander wie nie zuvor. Mit einem neuen Coworking Space und Office RnD als Werkzeug haben wir die Infrastruktur auf ein völlig neues Niveau gehoben und die technischen Voraussetzungen für das im Herbst eingeführte Programm „Perks & Benefits“ Programm geschaffen. Mit der Einstellung von Tina wurde auch das Mentoring-Programm im WERK1 gestartet. Darüber hinaus haben wir über 200 Veranstaltungen für die Community im Haus organisiert.

NEUE STARTUPS 2018

WERK1 Team WÄCHST WEITER

Auch das WERK1-Team ist 2018 sehr stark gewachsen. Vor allem durch den Aufbau des neuen InsurTech Hubs hier im Haus arbeiten nun 22 Mitarbeiter vom Café bis zur Startup-Betreuung.

Erfolgreiche Accelerator Programme

Neben der Startup-Förderung und dem Coworking sind die Accelerator-Programme ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit bei WERK1. Nach den Erfolgen im Bereich InsurTech haben wir 2018, basierend auf dem erfolgreichen Start des „Future X Healthcare Events“, Digital Health als neues Thema für uns entdeckt. Gemeinsam mit Roche, einem der führenden Unternehmen der Gesundheitsbranche, und Plug and Play, dem weltweit größten Anbieter von Accelerator-Programmen, haben wir den ersten Digital Health Accelerator für München gestartet.

Fünf Monate lang haben die Startups mit Hilfe von Mentoren an ihren Projekten im WERK1 gearbeitet.

Und auch beim Thema InsurTech waren wir nicht faul: Im Jahr 2018 haben wir gemeinsam mit dem InsurTech Hub München und den beteiligten Versicherern den 3. Batch des erfolgreichen W1 Forward InsurTech Accelerator durchgeführt.

Das Besondere an diesem Batch war, dass er fast doppelt so groß war wie seine Vorgänger. 75 Startups haben sich in diesem Jahr für das Programm beworben. Neun internationale Teams, darunter eines aus Australien und zwei aus Indien, wurden am Ende ausgewählt.

Auch die Anforderungen an diesen Batch waren von Anfang bis Ende höher. Allein der Recruiting-Prozess war komplexer und internationaler denn je. Inzwischen hat sich unser Konzept aus München herumgesprochen. Dies ist ein großartiges Zeichen dafür, dass wir eine weltweite Attraktion entwickelt haben.

In jedes Startup wurden rund 50.000 Euro in Form von Infrastruktur, erstklassigem Mentoring und direkter Anbindung an mehr als ein Dutzend weltweit tätiger Versicherungsunternehmen investiert. Mit diesem „Rundum-Sorglos-Paket“ wurden aus Ideen im Handumdrehen skalierbare Geschäftsmodelle.

Die erste Startup Safari in München

WERK1 wurde nicht nur zu einem wichtigen Partner der ersten Startup-Safari in München, sondern auch zum Hauptsponsor und Gastgeber von rund 20 Sessions und der Pre-Opening-Party, wie Daniel Kilger, der Creative Director der Veranstaltung, sagte.

Eine Expedition durch das gesamte Ökosystem der Startup-Szene sollte es sein. Vom 23. bis 26.10. konnten sich die Teilnehmer ihr individuelles Programm mit nur einem Ticket aus einem Zeitplan von 75 Sessions an 25 startupfreundlichen Orten in der Stadt nach ihren persönlichen Interessen zusammenstellen. Weit über 80 Partner aus der Startup-Szene sowie von Behörden, Initiativen und Medien waren beteiligt. Darunter waren viele Big Player, berühmte und aufstrebende Startups wie Flixbus, Celonis oder Freeletics, Großinvestoren und Accelerator, bis hin zu globalen Konzernen wie Google.

Games/Bavaria Im WERK1

Auch für unser Games-Team ging es in diesem Jahr rund. RobinRobin von Games/Bavaria hier im WERK1: sind gemeinsam mit einer Gruppe an Entwickler*innen nach Zürich zur Ludicious gefahren, zelebrierten das zehnte GameCamp, hatten eine großartige, ausgebuchte gamescom in Köln, kuratierten und eröffneten eine Ausstellung in Nürnberg und konnten mit dem Career Day im WERK1 viele Bewerber und offene Stellen miteinander verbinden.

Auch freuen wir uns sehr über die Ansiedlung einer neuen Spiele-Entwicklerschmiede aus Großbritannien: Bulkhead Darkhorse residiert inzwischen im WERK1 und plant seinen Standort in Bayern auszubauen.

Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr

Heute möchten wir uns bei allen Residents, Partnern und Unterstützern bedanken! Nur durch Euch, Eure Ideen und Euer Engagement wird unsere Vision vom „Startup-freundlichsten Ort in München“ Wirklichkeit. Und schon jetzt freuen wir uns auf unsere neuen Abenteuer im kommenden Jahr.

Das WERK1-Team macht vom 24. Dezember bis 6. Januar eine Pause – wir freuen uns darauf, Euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen.