Mit finway macht Geld ausgeben gleich noch mehr Spaß

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Mit-Gründerin Jennifer erzählt über das WERK1 Startup finway, Diversity, Finanzen und die Schwierigkeiten, auf einem Ball für Steuerberaterinnen und -berater zu akquirieren. Mit der Software finway können KMUs und andere Unternehmen ihre Einkaufs- und Rechnungsprozesse abbilden und so das Ausgabenmanagement deutlich vereinfachen. 

Von der Studentin zur Gründerin

Viele Startup Gründungen entstehen direkt aus dem Studium heraus – ähnlich war es auch für Jennifer von finway. Sie studierte Rechnungswesen und Finanzen und erkannte schnell ihre Leidenschaft für Zahlen. Aber eines hat nicht recht passen wollen: Das Umfeld. Sie wechselte daher beruflich in den VC-Bereich und hat sich dadurch mehr mit der Startup Szene beschäftigt. 

Etwa zur gleichen Zeit hat Csaba die ursprüngliche Idee für finway entwickelt und fleißig Research betrieben. Csaba hat den Unternehmer-Spirit und gründete schon während seines Studiums drei Firmen. 

Über STARTmunich e.V., eine Initiative, die Gründungen fördern möchte, haben sich glücklicherweise die Wege von Jennifer und Csaba gekreuzt. In St. Gallen haben sich die beiden bei einem Event des Vereins kennengelernt. Csabas ursprüngliche Idee und Jennifers Finance-Background haben sich dabei als perfekter Match ergeben. So kam es, dass die zwei zusammen mit Phillip, der in Amerika lebt, finway gründeten. 

finway – Ein Tool für das komplette Ausgabenmanagement

Aber was kann finway eigentlich? Wir haben das Produkt genauer unter die Lupe genommen. finway ist eine all-in-one Software für die Finanzen von KMUs. Alle Ausgaben können auf einer digitalen Plattform gemanagt werden. Und genau damit unterscheidet sich finway vom Wettbewerb: Während es viele Einzellösungen gibt, gibt es keine Plattform für das gesamte Ausgabenmanagement. Das Ziel von finway ist es, mit einem Tool den kompletten Prozess von der Freigabe der Bestellung bis zum Reporting der Ausgaben abbilden zu können. 

Durch finway wird der manuelle Aufwand stark reduziert, und das für alle Abteilungen. So können alle Mitarbeitenden des Unternehmens schnell und basierend auf Echtzeitdaten Entscheidungen treffen. Das Geschäftsmodell des jungen WERK1 Startups ist eine SaaS-Lösung mit monatlicher oder jährlicher Zahlung. Übrigens: finway ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. 

Mit Kundenfeedback zum Silent Launch

Im letzten Jahr haben die drei ihr Produkt immer weiterentwickelt und dabei stark an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Immer wieder haben sie die Software mit Kundenfeedback getestet und haben vor Kurzem mit dem Silent Launch gestartet.

Pläne hat das junge Unternehmen, das mittlerweile über 12 Personen angestellt hat, viele. Nachdem die Website einen Relaunch bekam, stehen jetzt Marketing, Sales und Growth Hacking auf dem Programm. Ein offizieller Launch ist auch geplant, im Fokus steht dabei die DACH-Region. 

Und natürlich sind bereits weitere Features für die Softwarelösung geplant. 

Ups and Downs im Startup-Alltag

Corona bringt dem jungen Startup keine Nachteile, eher im Gegenteil. Da in den Unternehmen die Kommunikation jetzt vorrangig online funktionieren muss, kann es mit der digitalen all-in-one-Plattform punkten. 

Was sich aber schwieriger gestaltet hat als zunächst gedacht war die Gründung selbst. Allein die Gründungsvorbereitung betrug knapp drei Monate. Und die Challenge, dass einer der Gründer in Amerika lebt und aufgrund von Corona nicht so einfach nach Deutschland kommen konnte, war groß. Aber der Aufwand hat sich gelohnt und die Gründung war letztendlich erfolgreich.

Und noch ein Tipp und Fun Fact für die Kaltakquise: Beim Deutschen Steuerberater Ball aufzutauchen, um mit dieser Berufsgruppe in Kontakt zu kommen, gestaltete sich für die Gründer von finway als eher schwierig. Als junge, hippe Gründer stachen sie doch aus der eher konservativen Party-Gesellschaft heraus. 🙂 Und konnten so weniger mit den Steuerberatern als viel eher mit den jeweiligen Begleitern Kontakte knüpfen. 

finway goes diversity and stays at WERK1

Diversity ist für das Team ein enormer Benefit. Neben Phillip, der in Amerika lebt, gibt es weitere Teammitglieder mit verschiedenen Nationalitäten. Aktuell arbeiten im Team nur zwei Frauen, aber mit Jennifer im Gründungsteam ist finway auf jeden Fall ein Paradebeispiel für die WERK1 Initiative ONE MISSION

Laut Jennifer kann ein Team umso mehr profitieren, desto diverser die Einzelpersonen sind. Denn: Jeder bringt eigene Sichtweisen und Ideen mit ein. Dadurch können sich das Team und das Produkt schneller und besser weiterentwickeln. 

Seit September 2020 ist finway übrigens im WERK1. Der Lieblingsort des Teams – sofern es die Corona-Maßnahmen zulassen – ist dabei die Tischtennisplatte. Aber nicht sie war ausschlaggebend für den Umzug ins WERK1, sondern die Community. Hier sehen sie den größten Value, da sie sich im WERK1 mit anderen Startups austauschen können, die in der gleichen Gründungsphase sind und ähnliche Probleme zu bewältigen haben. 

Du willst dich auch für ein Startup Office im WERK1 bewerben? Hier findest du alle Infos

Konkrete Tipps für Gründerinnen und Gründer

Natürlich haben wir Jennifer auch gefragt, welche konkreten Tipps sie für Gründungsteams hat. finway selbst arbeitet mit agilen Methoden und nutzt dabei verschiedene Tools, wie Airtable, Asana und Jira. Bis auf die Ideenfindung bildet das Team alles digital ab. 

Neben einer digitalen und agilen Arbeitsweise gibt Jennifer dir noch drei Ratschläge mit auf den Weg: 

  • Kundenzentrierung: Arbeite super nah am Kunden und geh früh mit deinem ersten MVP raus. Danach kannst du weiter kalibrieren. 
  • Fokus: Sei fokussiert und triff schnell Entscheidungen. 
  • Never stop doing! Lass dich nicht aufhalten. Wenn jemand sagt “So geht das nicht”, du aber von deiner Idee überzeugt bist, dann verbessere deine Kommunikation und mach weiter. Es wird sich auszahlen. 

Vielen Dank, liebe Jennifer, für den spannenden Austausch und den Blick hinter die Kulissen! 

P.S.: finway stellt ein. Hier gibt’s alle Stellenausschreibungen des WERK1 Startups.