Reparaturanleitungen und Ersatzteile bei Clonck: Alles für Auto-Schrauber in einer App

Clonck Team

„Pascal ist ein begeisterter Autoschrauber“, sagt Joshua Worger über seinen Mitgründer Pascal Walter. „In seiner Freizeit bastelt er an seinem Wagen, macht Reparaturen, baut Ersatzteile ein.“ Als die beiden vor zwei Jahren eine gemeinsame Fahrt im FlixBus machen, erzählt Pascal von seinem Hobby, seiner Leidenschaft. Und auch von den Problemen, die Schrauber haben: Reparaturanleitungen gibt es entweder als Buch und nur mit viel Glück passend für das eigene Fahrzeug, oder in Internetforen und Youtube-Videos – inklusive der Gefahr, das geliebte Auto mit dem gelieferten Halbwissen erst recht reparaturbedürftig zu machen.

Joshua erkennt schnell die zentrale Herausforderung für die Szene: Es gibt kein Angebot, das die Bedürfnisse der Autobastler schnell und zuverlässig abdeckt. Als Pascal im FlixBus erzählt, wie gerne er eine Plattform für die Schrauber etablieren würde, ist Joshua dennoch zunächst skeptisch: „Ich dachte, da geht es um 10.000 Leutchen oder so.“ Pascal belehrt ihn eines Besseren – Millionen Menschen gestalten ihre Freizeit, indem sie an ihrem Allerliebsten arbeiten: dem Auto. „Schon fand ich das Thema interessant“, lacht Joshua. Zudem erkannten sie einen zweiten Pain Point: Die Bestellung der passenden Ersatzteile ist in gängigen Online-Shops für Kfz-Ersatzteile oft sehr schwierig. Bei Clonck werden diese Probleme gelöst, indem der Ersatzteilkauf für den Kunden so leicht wie nie zuvor gemacht wird. In der Clonck App wählt der Nutzer anhand einer Grafik seines Fahrzeugs das Bauteil aus, das er repariereren/austauschen möchte und bekommt sofort das passende Ersatzteil angezeigt, das er dann direkt in der App bestellen kann. Der Kunde, der bei Clonck bestellt, braucht kein Fachwissen um das richtige Ersatzteil zu bestellen.

Clonck ist die Rettung der Hobbyschrauber

Und schon ist auch ein Geschäftsmodell geboren: zusammen mit Christian Reimann gründen Worger und Walter, ein Start-up, das die Bedürfnisse der Schrauber-Gemeinschaft erfüllen soll: online, unkompliziert, schnell und verlässlich. Heute steht Clonck kurz vor dem Markteintritt. Über die Clonck-App können Hobbybastler ein Modell ihres Fahrzeugs abrufen und genau auswählen, welches Ersatzteil sie benötigen. Langfristig soll das Auto sogar als 3D-Modell abrufbar sein – damit findet sich der Kunde noch leichter zurechtfindet.

Es bestehen Kooperationen mit unterschiedlichen Teilehändlern. Die Wahl zwischen Originalteil und Zubehörteile trifft der Nutzer innerhalb der Clonck App. Nachdem die Entscheidung – welches Teil er kaufen möchte – getroffen ist, wird der Nutzer auf die Seite des Partner weitergeleitet. Sie erhalten garantiert das richtige Teil – passend genau für ihr Fahrzeug. Dies geschieht über die Entschlüsselung der Fahrgestellnummer (FIN). Aktuell läuft die Partnerschaft als Affiliate-Lösung, im Frühsommer will Clonck sich zum Marktplatz entwickelt haben und den Kauf direkt abwickeln. Außerdem bietet das Team auch Original-Reparaturanleitungen an. Damit hat der Schrauber eine umfassende und garantiert verlässliche Hilfe. „Langfristig wollen wir eine Community aufbauen, damit Nutzer sich austauschen können“, sagt Worger. „Wir möchten es den Leuten ermöglichen, alle gängigen Reparaturarbeiten an ihrem Auto selbst zu erledigen, ohne teure Werkstatt.“

Warum nicht auch selbst gründen?

Für Worger ist das Start-up nicht die erste Gründung. Nach einigen Stationen im Vertrieb war er bis 2017 bei Invest in Bavaria tätig und hat dort erstmals die Start-up-Szene kennengelernt. „Irgendwann dachte ich mir: Es macht natürlich Spaß, die Entrepreneure zu unterstützen – aber noch mehr Spaß macht es ja vielleicht, selbst zu gründen. So kam eines zum anderen“, erklärt Worger. 2017 startet er 18points, eine Gesetze-App für Jurastudenten.

Flügge-Förderung als Starthilfe

Damals sichert er sich ein Exist-Gründerstipendium. Das will er mit Clonck möglichst wiederholen – und wird abgelehnt. „Das hat uns natürlich alle sehr traurig gemacht“, sagt Worger. Lange allerdings hat er keinen Grund, Trübsal zu blasen. Denn schnell tut sich eine Alternative auf: Die Flügge-Förderung, das Bayerische Förderprogramm zur Unterstützung des leichteren Übergangs in eine Gründerexistenz. „Wir haben unsere Exist-Anträge noch einmal überarbeitet und komprimiert und uns dann beworben“, erzählt Worger. Diesmal klappt es mit der Förderung. Über Flügge erhalten Worger und sein Team jeweils 2.500 Euro „Gehalt“ im Monat über
ein Stipendium, zudem werden bestimmte Sachausgaben finanziert.
„Wir hätten unsere Idee auch ohne die Förderung vorangetrieben“, sagt der Clonck-Gründer. „Aber Flügge ermöglicht es uns, dass alle Team-Mitglieder Vollzeit an unserem Projekt arbeiten können, dass wir alle verfügbaren Kompetenzen stets nutzen können, das ist eine große Hilfe.“

Lass uns noch ein bisschen bleiben – Clonck im Werk1

Die Förderung also hat Joshua bereitwillig gewechselt. Anders sieht es mit dem Arbeitsplatz aus. Seit dem Start von 18Points sitzt er mit seinem Team im Werk1 – und will so gar nicht gehen: „Ich weiß, die Regeln sind die Regeln“, sagt der Gründer. „Man darf nur zwei Jahre bleiben. Deswegen müssen wir bald ausziehen. Aber ich will nicht weg!“ Die Werk1-Family, so Joshua, bietet alles, was das Herz begehrt. „Das ist in München der beste Platz für Start-ups“, sagt er. „Hier gibt es super Räumlichkeiten zum fairen Preis, das Ökosystem aus Gründern stimmt perfekt, der Kontakt zu den anderen Start-ups ist super.“ Und sogar der Kaffee schmeckt, erklärt Joshua. Er kann als alter Hase im Werk1 natürlich auch einschätzen, welche Benefits die Community gerade für junge Gründungen mit sich bringt: Start-Hilfe in Form von Mentoring und Netzwerk-Events zum Beispiel.

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Startup: Clonck
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