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Mit KI die Welt der Forstwirtschaft und der Versicherungen revolutionieren – OCELL macht smarte Analysen von Luftbildern

Ein Förster geht in den Wald und beurteilt den Bestand seiner Bäume. Dabei kann er sich auf seine Ausbildung und Erfahrungswerte verlassen. Das ist im Jahr 2020 wichtiger denn je, denn die trockenen Sommer der Jahre 2018/2019 haben besonders den heimischen Fichten sehr zugesetzt. Der Qualitätsverlust dieses Rohstoffes wirkt sich bereits auf den internationalen Holzhandel aus.Infolgedessen müssen tausende Hektar große Bestände regelmäßig auf Schäden und Befall von Borkenkäfern überwacht werden. Normalerweise würde man hier mit viel Manpower vorgehen, was mit hohen Personalkosten, unbeständiger Qualität und viel Zeit verbunden ist.

DIE DIGITALISIERTE LÖSUNG VON OCELL

Der sich an dieser Stelle zuspitzende Pain Point der Forstwirtschaft wird durch das Startup OCELL aufgegriffen. Die drei Gründer bieten eine auf KI basierte Analyse von Luftbildern an. Aber warum haben sie sich gerade für die deutsche Forstwirtschaft als Use Case entschieden? “Der Forstbereich war für uns einfach ein super Startbereich. Wir können an Leute herantreten, die ein Problem haben und händeringend nach Lösungen suchen”, verriet uns David Dohmen von OCELL. Das Startup verfügt über ein großes Netzwerk an Piloten, die für sie die Luftaufnahmen machen, welche wiederum von der von OCELL entwickelten Machine Learning Software analysiert werden.“Anfangs haben die Großwaldbesitzer ganz schnell verstanden: Die Jungs haben wenig Ahnung von Wald, aber: Wir aus der Forstwirtschaft haben kaum Erfahrung mit Big Data und künstlicher Intelligenz. Man hilft sich hier gegenseitig. ​Wir konnten extrem viel von unseren Pilotkunden lernen und bieten heute ein Produkt an, das sehr gut angenommen und sogar weiterempfohlen wird.”, ​so David.“In der Forstbranche geht es um Aspekte wie ​Baumartenverteilung, Baumhöhen und potenziellen Zuwachs.​ Da kommen auch Themen wie CO2-Up take auf: Also falls eine Umlage kommt, kann man ermitteln wie viel CO2 der Wald überhaupt verspeist. Das ist eines der Zukunftsthemen zusammen mit Borkenkäfer-Früherkennung, um in diesem Bereich auch rechtzeitig agieren zu können, bevor der ganze Waldstrich weg ist.”Im Feldeinsatz konnte sich die OCELL Software bereits beweisen.

DER PROOF POINT DES STARTUPS

“Einerseits klassifizieren wir die Bäume. Wir können genau sagen, wo welcher Baum steht und anhand der Höhen können wir auch Alter und Holzvolumen abschätzen.” David erklärt, dass es OCELL auch möglich ist, zu analysieren, in welchem Alter der Baum wie schnell wächst. Ebenso lässt sich mit den analysierten Daten eine Aussage darüber treffen, wie vieler im nächsten Jahr wachsen wird. Für die Zuwächse gibt es Ertragstafeln.Die von OCELL entwickelte KI ist auch voll vernetzt. Die sehr gute Datenlage, lässt sich mit einer sehr guten wissenschaftlichen Basis fundiert kombinieren. “Wir arbeiten auch mit Harvester zusammen. Das sind die Maschinen, welche die Bäume herausschneiden. Deren Daten werden direkt in unsere Modelle zurück gefüttert. Das ist alles auch wieder Training und verbessert das Modell kontinuierlich mit jedem neuen Kunden.”

WIE IMMER GILT: HAUPTSACHE GUT VERSICHERT

In der Forstbranche kam das Startup sehr gut an, der nächste Markt, den sie erobern wollen sind Versicherungen: “Das ist eine ganz andere Branche. Aber auch hier gibt es relevante Erkenntnisse aus Luftdaten zu extrahieren und effizient anzubieten.” Den Kunden interessieren an dieser Stelle zwei Aspekte: Zum einen das vorherige Risiko – wie hoch ist beispielsweise das Risiko für ein Gebäude. Hat man ein normales, oder ein Flachdach, eine Versicherung für letzteres ist teurer.Hier verbirgt sich viel potenzieller Schaden und Risiko. Diese Infos stehen, laut David, den Erstversicherern teilweise nicht oder nur sehr unzureichend zur Verfügung. OCELLs Ansatz ist es, über die Objekt-Standorte die Gebäude-Parameter wie Flachdach, Steildach, nahestehende Bäume, Solarzellen oder auch die Materialqualität des Daches an die Versicherungen weiterzugeben. Der zweite Aspekt befasst sich im Nachhinein mit der Schadensanalyse. Wenn beispielsweise drei Ortschaften von einem Sturm heimgesucht werden, fliegt OCELL drüber und erstellt die Bilder mit einem Flugzeug, welches auch unter der Wolkendecke fliegen kann – anders als der Satellit – und erfasst die Daten. Hier liegt auch der große Vorteil von OCELL: Luftaufnahmen und Analyse aus einer Hand.

OCELL UND DAS WERK1

Zwei der drei Gründer von OCELL haben einen Date Science Background und kommen aus einem anderen Startup. Alle drei schnuppern schon seit längerem die berühmte“Startup-Luft”, ​aber konnten vorher auch in Großkonzernen Erfahrungen sammeln.“Die riesen Motivation ist eher das eigene Ding aufzubauen, mehr und schneller bewegen zu können. ​Mit unserer Data Science Qualifikation haben wir den Luxus auf viele faszinierende Probleme zu stoßen und innovative Lösungen anbieten zu dürfen, was uns immer enorm antreibt!​”, so David.

Das Team wurde auf WERK1 per Empfehlung von Crashtest Security aufmerksam, einem weiteren im WERK1 gewachsenem Startup. Beide Teams kamen auf einem Alumni-Event von XPRENEURS ins Gespräch. “Die meinten, sie sitzen jetzt dort und lieben das WERK1. Da haben wir uns dann auch einfach direkt beworben. Wir sind hier auch absolut happy.”

Wir von WERK1 freuen uns darauf, dass wir OCELL in ihrer nächsten Entwicklungsphase begleiten dürfen.

Ocell

Startup: OCELL
Kontakt:  info@ocell.io
Webseite:  ocell.io