Schlagwort: Coworking

Das WERK1 in der Corona-Krise – Wir machen das Beste daraus!

Wir alle wissen, welch turbulente Zeiten wir derzeit erleben. Viele hat die Corona-Krise getroffen – manche mehr, manche weniger. Die Devise lautete: Schnell reagieren, sich neu sortieren, um dann das Beste aus der Situation schöpfen zu können. Das WERK1 ist eine Community, die davon lebt, sich zu treffen, miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. In Home-Office Zeiten eine echte Herausforderung! Wie wir auf die plötzlichen Veränderungen reagiert haben und so den WERK1 Spirit am Leben halten konnten, erfahrt ihr jetzt. Viel Spaß!

Kommunikation im Home-Office – Man kann nicht zu viel kommunizieren

Im Home-Office vernetzt zu bleiben und sich so auszutauschen, als würde man gemeinsam in einem Büro sitzen, ist nicht einfach. Es ist klar, dass regelmäßige Meetings sowie weitere Möglichkeiten zur Kommunikation geschaffen werden müssen. Das WERK1 Team hat dafür zweimal pro Woche ein großes Team-Meeting angesetzt. Bei diesem Meeting werden zum einen aktuelle Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie besprochen, zum anderen aber auch inhaltliche Aufgaben und Ziele diskutiert. Dabei nutzen wir das Managment-System der “Objectives and Key Results” (OKRs). Dadurch arbeiten wir fokussiert und messbar an festgelegten Zielen. Kleinere Teams setzten zudem auf tägliche Stand-Ups, bei denen einzelne To-Dos durchgesprochen werden und so der Tag gemeinsam strukturiert wird. 

Unsere Kommunikationskanäle sind neben E-Mail, Telefon und Slack, um Google-Hangouts und Zoom gewachsen. Außerdem nutzten wir monday.com, um über den Stand der einzelnen To-Dos und Projekte unserer Kolleg*innen informiert zu bleiben.

Vieles funktioniert auch virtuell – Vor allem die WERK1 Events

Wie gewohnt, wollen wir auch in der Corona-Zeit unserer Community die Möglichkeit bieten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und durch die WERK1 Events mit Expert*innen ins Gespräch zu kommen. Aus diesem Grund haben wir in der ersten Home-Office Woche bereits das WERK1 Webinar gestartet. Bei der virtuellen Event-Reihe werden Expert*innen eingeladen und über aktuelle Themen referiert und diskutiert. Beispielsweise konnten wir durch die Webinare von unserem Partner BEITEN BURKHARDT zu Themen wie “Kurzarbeit in der Corona-Zeit” einen echten Mehrwert bieten. Dies spiegelt sich auch in der Teilnehmer*innenzahl wider: Teilweise dürfen wir mehr als doppelt so viele Teilnehmer*innen als bei unseren Offline-Events begrüßen.

Zusätzlich dazu veranstalten wir weiterhin unsere Community-Events: Das geliebte WERKSFrühstück sowie das AfterWERK wurden in die virtuelle Welt verlagert. So können sich neue WERK1 Startups vorstellen und die Teams haben die Möglichkeit sich in Breakout-Räumen auszutauschen. Zudem konnten wir den WERK1 Spirit durch das WERK1 Kochstudio und unserer Spotify Playlist nach Hause bringen.

Das Freelancer-Portal – Ein echter Mehrwert für unsere Coworker

Um unseren Freiberufler*innen aus dem Coworking mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, haben wir das Freelancer-Portal auf unserer Webseite erschaffen. Hier haben Freelancer*innen aus der WERK1 Community die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Unternehmen und Freelancer*in finden über die WERK1 Webseite nun ganz einfach zusammen.

Mentoring und Alumni – Gemeinsam zum Erfolg

Aus Erfahrungen lernen und voneinander profitieren, das ist das übergreifende Ziel unseres Alumni– und Mentoring-Programms. Das Alumni-Programm schafft eine Verbindung zwischen dem WERK1 und ehemaligen WERK1 Startups. Die meisten Alumni sind erfolgreich tätig und können relevante Erfahrungen teilen. Unsere Mentor*innen können ebenfalls Wissen und Erfahrungen weitergeben und bekommen im gleichen Zuge Zugang zu jungen Talenten und digitalen Geschäftsmodellen. Sowohl das Alumni-Programm als auch die zweite Mentoring-Runde haben wir während der Corona-Zeit initiiert – dabei sind wirklich tolle Konstellationen entstanden.

ONE MISSION – Female Entrepreneurship ist ein großes thema im WERK1

ONE MISSION ist die Female Entrepreneurship Initiative des WERK1 und auch hier hat sich während der Corona-Zeit einiges getan: Das Format “ONE MISSION meets…” haben wir virtuell ins Leben gerufen. Wir freuen uns, dass wir Alissa Stein, Pia Baur und Svenja Lassen bereits virtuell treffen durften und sind gespannt auf das nächste Kennenlernen mit einer Expertin. Außerdem haben wir das erste virtuelle Training zum Thema “Strategische Kommunikation für Female Entrepreneurs” durchgeführt und konnten so 20 Frauen und Männern verschiedene Instrumente für eine strategische Top-Down-Kommunikation in die Hand geben. Durch eine große Social Media Kampagne, bei der wir weibliche Unternehmerinnen dazu aufgerufen haben, Teil der WERK1 Community zu werden, dürfen wir bald noch mehr Frauen begrüßen!

Das WERK1 Gebäude erstrahlt in neuem Glanz

Unser Technik-Team hat die Zeit genutzt, um das WERK1 Gebäude im Werksviertel-Mitte aufzuhübschen. So konnten wir beispielsweise die Akustik im WERK1 Café und Atelier verbessern und unsere Telefonboxen neu ausstatten. Außerdem wurde der Zugang für unsere Coworker komplett digitalisiert – die Coworking Spaces können von unseren Mitgliedern nun mit dem Smartphone betreten werden.

Die Gastronomie erwacht langsam wieder zum leben – so auch das WERK1 Café

Den besten Kaffee Münchens konnten wir unserer Community nicht allzu lange vorenthalten: Nach über fünf Wochen im Home-Office hatten wir uns dazu entschlossen, das WERK1 Café von 9 – 14 Uhr wieder zu öffnen. Anfangs konnte man Getränke und Speisen mitnehmen, mittlerweile kann man sich auch wieder setzten – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Unsere Meeting- und Workshopräume sind seit einigen Tagen ebenfalls wieder buchbar – hier achten wir natürlich auch auf die geltenden Corona-Regelungen. 

Die große Überraschung zum Schluss

Um unseren Coworkern und Startups ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, haben wir uns etwas ganz besonderes überlegt: Wir haben allen WERK1 Startups ermöglicht, ihre Nutzungs- und Serviceverträge für die Startup-Büros im WERK1 zu verlängern und so zwei weitere Monate Teil der WERK1 Community zu sein. Auch die Coworker werden nicht mit leeren Händen dastehen – stay tuned!

Im Endeffekt sind wir froh darüber, dass wir schnell reagieren und unsere Events und Programme an die Entwicklungen der Corona-Pandemie anpassen konnten. Wir haben zusätzlich viele positive Beobachtungen für die Zukunft mitnehmen können, denn Home-Office, virtuelle Webinare und Co. funktionieren gut und haben gleichzeitig viele Vorteile. Wir freuen uns, dass wir den WERK1 Spirit am Leben halten konnten und die Community weiterhin funktioniert. Nichts­des­to­trotz freuen wir uns Euch bald wieder vor Ort im WERK1 – dem Startup-freundlichsten Ort in München – zu begrüßen!

WERK1 - Logo

WERK1 Team
hello@werk1.com
+49 89 995299-0

Coworking im WERK1 – Früher Kartoffelwerkstatt, heute Kreativquartier mit Sinn für Gemeinschaft

Der Laptop wird da aufgeklappt, wo man sich wohlfühlt. Einen festen Arbeitsplatz gibt es nicht, aber das stört hier im WERK1 Coworking Space niemanden. Im Gegenteil: Zu einem flexiblen Job gehört eben auch ein flexibles Büro und damit auch wechselnde Kollegen. So wie Steffi, David und Martin. Drei der mehr als 130 Coworker im WERK1 kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt. Ihren Büroalltag bestreiten sie allerdings gemeinsam – wir möchten Sie Euch vorstellen.

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Über der kleinen Kaffeeküche hängt ein gerahmtes Bild voll mit Sprüchen. Einer davon: „Open your mind, arms and heart to new things and people.“ Eine schöne Aufforderung der amerikanischen Grafikerin Rachael Beresh, die wir für unseren Coworking-Space im WERK1 aufgegriffen haben.

STEFFI RESCH – FREIBERUFLICHE ÜBERSETZERIN

„Als ich hier neu war, wurde ich gleich von einer größeren Gruppe Coworkern mit zum Mittagessen genommen. Das war toll. Ohne jeden Mehraufwand, nur durch das tägliche Dasein, kann man sich schon ein Netzwerk aufbauen“, schwärmt Steffi Resch. Die 34-jährige Fachübersetzerin und Konferenzdolmetscherin hat über zwei Jahre von zu Hause aus gearbeitet. Mittlerweile schätzt die Freiberuflerin die Struktur, die sie durch das Arbeiten im Coworking Space bekommt und vor allem „die Ruhe hier oben“. Der „Silent Space“ befindet sich unterm Dach des WERK1 Gebäudes. Von hier aus erledigt Steffi ihre Aufträge. Zum Beispiel Übersetzungsarbeiten für das Europäische Parlament.

DAVID MAUS – WEBENTWICKLER & GRÜNDER

Auch David Maus ist bereits in seine Arbeit vertieft. Seit zwei Jahren kommt er täglich ins WERK1. Der selbstständige Webentwickler und Gründer betreibt von hier aus sein Startup. Ein Publishing System für digitale Magazine namens Webmag (www.webmag.io). Die Idee: Mithilfe eines einfachen Content Management Systems können, ohne gestalterische und technische Kenntnisse, digitale Magazine erstellt werden. Es ist das urbane und industrielle, was David an seinem Arbeitsplatz im WERK1 so gerne mag. Ein bisschen was von dem ehemaligen Charme der alten Pfanni-Werke ist eben doch noch erhalten geblieben. „Vor allem mag ich aber auch die Vielfalt der Coworker hier. Mit anderen Branchen zu diskutieren fördert die eigene Kreativität.“ Deshalb versucht der 34-Jährige aus Konstanz auch bei möglichst vielen Events und Workshops dabei zu sein, die im WERK1 angeboten werden. Gut netzwerken lässt es sich zum Beispiel beim Werksfrühstück oder bei einem Feierabenddrink beim „AfterWERK“.

Aktuell gibt es knapp 130 Coworker im WERK1. Die einen kommen fünf Tage die Woche, die anderen nur tage- oder stundenweise. Coworker im WERK1 haben einen 24-Stunden Zugang. Hilfreich, wenn es doch mal in die Nachtschicht geht, oder die Kollegen mit Zeitverschiebung im Ausland sitzen.

MARTIN SCHMIDT – UNTERNEHMENSBERATER & GRÜNDER

„Im WERK1 kann man sehr gut „outside the box“ denken. Hier entspricht relativ wenig einem Standardbüroarbeitsplatz.“ Martin Schmidt ist 45 Jahre alt und seit Januar 2018 im WERK1 als Coworker. Zuvor hat er 14 Jahre bei einem großen Telefonanbieter gearbeitet. Heute vermittelt er sein Wissen über Supply Chain Management, Materialwirtschaft und Distribution als freiberuflicher Unternehmensberater. Martin schätzt vor allem die Impulse, die er im WERK1 durch Coworking-Kollegen bekommt. Einer hat sogar dazu geführt, dass er jetzt auch noch unter die Gründer gegangen ist. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er eine Firma ins Leben gerufen – Smart Access Solutions UG (www.smart-access-solutions.com). Zentral verwaltbare elektronischen Verschlusssysteme für Transport und Aufbewahrung von sensiblen Waren.

Zurück in die klassische Geschäftswelt und zurück ins Einzelbüro kann sich Martin heute nicht mehr vorstellen. Dafür hat er zu viel Spaß in seinem aktuellen Job und Kollegen gibt es ja trotzdem. Das ist Coworking: Man arbeitet allein und irgendwie doch gemeinsam.

COWORKING HAT EIN ZUHAUSE IN MÜNCHEN

Unter einem Dach mit ca. 40 digitalen Startups und unserem Café arbeitet Ihr im WERK1 in einzigartiger Atmosphäre und direkt am Puls der digitalen Startup-Szene. Mit flexiblen Preismodellen und unserer einzigartigen Gründer-Community, haben wir passende Angebote für alle, die auf der Suche nach Kollegen sind – vom Freelancer bis zum ambitionierten Gründer.

Alle Infos über unseren Coworking-Space findet Ihr auf unserer Webseite. Dort könnt Ihr Euch auch für eine Tour anmelden, bei der Ihr unser Team kennenlernen und Euch die Abläufe in unserem Haus selber angucken könnt – wir freuen uns auf Euren Besuch!

gasido im WERK1 – Aus dem Coworking in das eigene Büro

Als die Münchnerin Cornelia Klaubert – damals angestellt bei der Linde Group – mit ihrer Idee, die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Vertrieb von Industriegasen zu nutzen, auf taube Ohren stieß, kündigte sie und setze ihre Vision kurzerhand selbst um – parallel zur Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes. Durchhaltevermögen ‚par excellence‘ und das hat sich ausgezahlt. Nach rund 1,5 Jahren besteht das Team ihres Startups gasido aus vier Leuten und zusätzlich zu ersten Kundenbeziehungen, gibt es Gespräche mit großen Lebensmittelkonzernen, die von gasido Stickstoff beziehen wollen. Eine Success Story, wie sie im Buche steht und eng mit dem WERK1 verwoben. Vom Coworking aus haben sie es mittlerweile in das eigene Büro geschafft.

GASE ONLINE VERKAUFEN – WARUM?

„Nach fünf Jahren in der Branche habe ich gemerkt, wie wenig digital-affin die Branche tickt. Der B2B-Vertrieb läuft noch komplett analog und über persönliche Kontakte“, erklärt uns Cornelia, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. „Das Potential der digitalen Betriebswege wurde bisher noch gar nicht angezapft.“ Genau das wollte und will Cornelia ändern. Denn: Von Sauerstoff in Krankenhäusern für die Beatmung von Patienten, über Bars, die Stickstoff zum Bier zapfen nutzen, bis hin zum Schweißarbeiten – der Markt umfasse viele Produkte, mit denen wir alle täglich zu tun haben. „Ich glaube daran, dass das Produkte sind, die langfristig digital verkauft werden. Und ich bin der Meinung, dass wir jetzt damit anfangen müssen. Darum habe ich damals gekündigt und gegründet.“

TEAM UND KUNDEN

Die größte Nachfrage bestehe derzeit nach Schweißgasen. Zu den bisherigen gasido-Kunden zählen zum Beispiel Werkstätten oder Redereien, die die Spezialgase für Schiffe benötigen. Der nächste Schritt sei es nun, so die Gründerin, an Großkunden heranzutreten. Dabei unterstützt sie in erster Linie ihr CTO Thomas Obkircher, der von Berlin aus am gemeinsamen Startup arbeitet. Außerdem sind da noch die Entwicklerin Julie Fang und Kollegin Karin Stopp, die sich um den Kundensupport und um das Marketing kümmert. Cornelia selber hat an der TU München studiert und promoviert. Dass sie auch hier gründen möchte, war für sie selbstverständlich.

WARUM DAS WERK1?

„Ich halte ein Netzwerk für sehr wichtig. Und das habe ich hier. Im Studium habe ich gerne in der Bibliothek gelernt – geteiltes Leid ist halbes Leid. Darum habe ich auch von Anfang an meinen Arbeitsplatz hier in den Coworking-Space verlegt. Am WERK1 finde ich super, dass hier viele Startups mit digitalem Hintergrund zusammenkommen und man von so vielen spannenden Lebensläufen inspiriert wird.“ Das Networking vor Ort funktioniert offensichtlich: Schließlich hat Cornelia im WERK1 ihren CTO Thomas kennengelernt. Der nächster Meilenstein war der „Next Commerce Accelerator“, den gasido gewonnen hat. Next Steps: Der Relaunch des Online-Shops mit verbesserten Funktionen ist gerade durch, neue Kunden sind in der Pipeline

GRÜNDEN? IRGENDWIE MACHT MAN ALLES UND ALLES GLEICHZEITIG

Wenn man gründet, hat man es mit einer Vielzahl von Aufgaben zu tun: SEO, Marktanalysen, Vertrieb, Buchhaltung…die Liste ist lang. Es muss einem also liegen, sich schnell in viele Dinge einzuarbeiten und zu akzeptieren, dass man nicht alles im Detail versteht. Wenn jemand lieber an einer Sache, dann aber in der Tiefe arbeitet, ist man in etablierten Firmen sicher besser aufgehoben.“

Das Gründen einer Firma und gleichzeitig einer Familie schließt sich für Cornelia nicht aus. „Ich habe mal gelesen, dass Gründer in Deutschland im Durchschnitt 35 Jahre alt sind. Und in diesem Alter ist das Thema Familie natürlich relevant. Außerdem wollen wir mit unseren Firmen ja die zukünftige Arbeitswelt gestalten und da sollten wir eine Lösung finden wie man Familie und Firma vereint. Klar sind auch schlaflose Nächste dabei. Die nehme ich aber gerne in Kauf, wenn sich dafür meine Familie und gasido zusammen gut entwickeln“

Es ist also nicht immer alles nur „glossy“ und heile in der innovativen Startup-Welt. Aber Durchhalten und an seine Idee glauben lohnt sich. Cornelia Klaubert und ihr Ihre B2B Plattform gasido liefern den Beweis dafür.

Startup: gasido
Webseite: https://www.gasido.de/
Kontakt: service@gasido.com