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gasido im WERK1 – Aus dem Coworking in das eigene Büro

Als die Münchnerin Cornelia Klaubert – damals angestellt bei der Linde Group – mit ihrer Idee, die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Vertrieb von Industriegasen zu nutzen, auf taube Ohren stieß, kündigte sie und setze ihre Vision kurzerhand selbst um – parallel zur Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes. Durchhaltevermögen ‚par excellence‘ und das hat sich ausgezahlt. Nach rund 1,5 Jahren besteht das Team ihres Startups gasido aus vier Leuten und zusätzlich zu ersten Kundenbeziehungen, gibt es Gespräche mit großen Lebensmittelkonzernen, die von gasido Stickstoff beziehen wollen. Eine Success Story, wie sie im Buche steht und eng mit dem WERK1 verwoben. Vom Coworking aus haben sie es mittlerweile in das eigene Büro geschafft.

gasido team

Gase online verkaufen – warum?

„Nach fünf Jahren in der Branche habe ich gemerkt, wie wenig digital-affin die Branche tickt. Der B2B-Vertrieb läuft noch komplett analog und über persönliche Kontakte“, erklärt uns Cornelia, als wir sie zum Interview im WERK1 Café treffen. „Das Potential der digitalen Betriebswege wurde bisher noch gar nicht angezapft.“ Genau das wollte und will Cornelia ändern. Denn: Von Sauerstoff in Krankenhäusern für die Beatmung von Patienten, über Bars, die Stickstoff zum Bier zapfen nutzen, bis hin zum Schweißarbeiten – der Markt umfasse viele Produkte, mit denen wir alle täglich zu tun haben. „Ich glaube daran, dass das Produkte sind, die langfristig digital verkauft werden. Und ich bin der Meinung, dass wir jetzt damit anfangen müssen. Darum habe ich damals gekündigt und gegründet.“

Team und Kunden

Die größte Nachfrage bestehe derzeit nach Schweißgasen. Zu den bisherigen gasido-Kunden zählen zum Beispiel Werkstätten oder Redereien, die die Spezialgase für Schiffe benötigen. Der nächste Schritt sei es nun, so die Gründerin, an Großkunden heranzutreten. Dabei unterstützt sie in erster Linie ihr CTO Thomas Obkircher, der von Berlin aus am gemeinsamen Startup arbeitet. Außerdem sind da noch die Entwicklerin Julie Fang und Kollegin Karin Stopp, die sich um den Kundensupport und um das Marketing kümmert. Cornelia selber hat an der TU München studiert und promoviert. Dass sie auch hier gründen möchte, war für sie selbstverständlich.

Warum das WERK1?

„Ich halte ein Netzwerk für sehr wichtig. Und das habe ich hier. Im Studium habe ich gerne in der Bibliothek gelernt – geteiltes Leid ist halbes Leid. Darum habe ich auch von Anfang an meinen Arbeitsplatz hier in den Coworking-Space verlegt. Am WERK1 finde ich super, dass hier viele Startups mit digitalem Hintergrund zusammenkommen und man von so vielen spannenden Lebensläufen inspiriert wird.“ Das Networking vor Ort funktioniert offensichtlich: Schließlich hat Cornelia im WERK1 ihren CTO Thomas kennengelernt. Der nächster Meilenstein war der „Next Commerce Accelerator“, den gasido gewonnen hat. Next Steps: Der Relaunch des Online-Shops mit verbesserten Funktionen ist gerade durch, neue Kunden sind in der Pipeline.

Gründen? Irgendwie macht man alles und alles gleichzeitig

Wenn man gründet, hat man es mit einer Vielzahl von Aufgaben zu tun: SEO, Marktanalysen, Vertrieb, Buchhaltung…die Liste ist lang. Es muss einem also liegen, sich schnell in viele Dinge einzuarbeiten und zu akzeptieren, dass man nicht alles im Detail versteht. Wenn jemand lieber an einer Sache, dann aber in der Tiefe arbeitet, ist man in etablierten Firmen sicher besser aufgehoben.“

Das Gründen einer Firma und gleichzeitig einer Familie schließt sich für Cornelia nicht aus. „Ich habe mal gelesen, dass Gründer in Deutschland im Durchschnitt 35 Jahre alt sind. Und in diesem Alter ist das Thema Familie natürlich relevant. Außerdem wollen wir mit unseren Firmen ja die zukünftige Arbeitswelt gestalten und da sollten wir eine Lösung finden wie man Familie und Firma vereint. Klar sind auch schlaflose Nächste dabei. Die nehme ich aber gerne in Kauf, wenn sich dafür meine Familie und gasido zusammen gut entwickeln“

Es ist also nicht immer alles nur „glossy“ und heile in der innovativen Startup-Welt. Aber Durchhalten und an seine Idee glauben lohnt sich. Cornelia Klaubert und ihr Ihre B2B Plattform gasido liefern den Beweis dafür.

Startup: gasido
Webseite:  https://www.gasido.de/
Kontakt: service@gasido.com

Chatchamp – „Continuous Improvement“ im WERK1

Geschäftige Stille herrscht im Raum. Die Schreibtische übersät mit kreativem Chaos, die Wände voll mit Mindmaps und Ergebnissen aus den letzten Brainstormings. Zwischen all den Notizen prangt ein asiatischer Schriftzug – übersetzt: “Continuous Improvement“ Keine Frage, wer das Office des jungen Münchner Startups Chatchamp betritt, merkt sofort, hier brennt jemand für seine Idee! „Instant Messenger wie der Facebook-Messenger oder WhatsApp sind heute fest in unserer täglichen Kommunikation verankert und obwohl sie bisher größtenteils für private Nachrichten genutzt wurden, erleben wir jetzt eine Entwicklung, dass auch Kunden gerne auf diesem Weg angesprochen werden möchten. Diesen Trend haben wir erkannt.“ so Felix Belau, einer der drei Gründer von Chatchamp. Seit April diesen Jahres darf das WERK1 der ambitionierten Crew und ihrer erfolgsversprechenden Vision ein „Zuhause“ geben.

Chatchamp sieht Trendwende bei Instant-Messengern

Gegründet vor gut zwei Jahren von den Münchnern Felix Schröder, Felix Belau und Dominik Grusemann, setzt das Startup auf Messenger-Dienste wie Facebook und WhatsApp als neuen B-to-C- Kommunikationskanal. „Wir haben einfach erkannt, dass sich die Kommunikation immer mehr verschiebt. Statt über E-Mail und Co., wollen die Leute persönlicher und individueller angesprochen werden“, erklärt Mitgründer Felix Belau. Zusammen mit seinen beiden Partnern hat das Team eine Software entwickelt, die es Online-Shops möglich macht, individualisiert über Instant Messenger mit dem Kunden zu kommunizieren. Der Vorteile: Der Kunde kann auch Wünsche und Feedback äußern. Damit lernt das Unternehmen ihn besser kennen, kann ganz gezielte Inhalte senden, die für ihn auch wirklich relevant sind und erhöht damit Kundenzufriedenheit, -bindung und letztendlich die Verkäufe.

Ein Ansatz, der offensichtlich funktioniert: Erste Kunden nutzen die Software erfolgreich. Felix: „Das war ein großer Meilenstein für uns. Wenn ich daran denke, wie alles angefangen hat, bekomme ich eine Gänsehaut.“ Was der Mitgründer damit meint? Ganz einfach! Die Momente, die jedes Startup kennt. Felix nennt sie „Die knackigen Momente, in denen man nicht absehen kann, wie lange es einen noch gibt.“ Was in kritischen Situationen vor allem geholfen habe, sei die Freundschaft, die im Team herrscht. Felix und Dominik kennen sich schon seit 15 Jahren. Felix kam dann nach dem Kennenlernen bei der Münchner Startup Alm dazu, einem mehrtägigen Workshop für Gründer. Zusammen vereinen die Drei Knowhow und langjährige Erfahrungen aus den Bereichen IT, Business und Marketing.

Chatchamp Team - Werk1

München, Berlin und zurück – im WERK1 unter Gründern

Nach einer kurzen Stippvisite in Berlin – Chatchamp hat sich für einen Accelerator des Axel-Springer-Verlags qualifiziert – sind die Drei zurück in München. „Ganz zu Anfang sind wir ja in München auch gestartet, damals aber noch in einem kleinen Zimmerlein in einem Gemeinschaftsbüro Nähe Nordbad“, erinnert sich Felix. Und hier kommt der zweite Aspekt des Gänsehautfaktors: Auch erinnert er sich an die Nachmittage, wenn die Angestellten der Agentur, die mit im Haus saßen, strahlend das Büro verließen. Und er mit seinen Kollegen noch lange nicht fertig war. „Dann sitzt du da, alleine und frustriert. Hier im WERK1 ist das ganz anders. Diese Startup Atmosphäre gefällt uns total. Wir lernen so viele andere Gründer kennen, können gegenseitig aus den Erfahrungen schöpfen. Alle sind hilfsbereit und wenn man zum Beispiel mal kurzfristig in Sachen Sales und Co. Input braucht, ist Hilfe nur eine Slack-Nachricht weit entfernt und Minuten später bieten 3-4 Leute ihre Erfahrungen an. Und: Wir sehen, welche Herausforderungen die anderen überwinden. Das motiviert extrem.“

Nicht nur die Räumlichkeiten seien es, von denen das junge Unternehmen im WERK1 profitiere, sagen die Gründer von Chatchamp. Auch dass sie beispielsweise bei der Organisation Events und Meetups, sowie bei anderen bürokratischen und logistischen Schritten unterstützt werden, sei ein riesiger Vorteil des Standorts. So haben sie vor kurzem beispielsweise ihr erstes eigenes Meetup im Eventspace organisiert und dabei Hilfe vom Event-Team gehabt.

Felix Belau - WERK1

Kurs auf die USA gesetzt

Was die Zukunft für Chatchamp bereithalte, wollen wir noch von Felix wissen. „USA“ lautet die kurze Antwort. Dort haben sie sich für eines der German-Accelerator-Programme beworben. Das Mitarbeiterteam ist derweil auf gut zehn Leute gewachsen. Neben den drei Gründern sind diverse Sales & Marketing und Entwickler im Boot. Felix kommentiert das mit: „Wir glühen“. Dem Motto „Continuous Improvement“ steht also nichts im Weg. Wir vom WERK1 freuen uns, dass wir Chatchamp den Nährboden für so viel Tatendrang liefern dürfen!

Startup: Chatchamp
Webseite: https://www.chatchamp.com/
Kontakt: info@chatchamp.io

Crashtest Security – die Cyber Security Innovation “Made in Munich”

Jung, Innovativ und mehrfach ausgezeichnet: Crashtest Security geht im WERK1 automatisiert auf die Suche nach Sicherheitslücken – zwischendurch darf es natürlich auch „bayrisch – zünftig“ sein.

Das Thema Cyber Security beschäftigt Entwickler, Betreiber und User von Web Anwendungen wie kaum ein anderes, und das nicht erst seit in Kraft treten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. Die große Frage lautet: Wie können Unternehmen möglichst schon im Entwicklungsstadium potentielle Sicherheitslücken schließen, um eigene Daten und die ihrer User gegen Hackerangriffe und Missbrauch von außen zu schützen? Dieser Schritt in der Anwendungsentwicklung erfordert bislang viel manuellen Aufwand und ist dementsprechend komplex, zeitaufwändig und letztendlich teuer.

Das Münchner Startup Crashtest Security hat eine bessere Lösung: Einen automatisierten Crashtest für Web-Anwendungen jeder Art. Die Software scannt Anwendungen bereits zu einem festgelegten Zeitpunkt im Entwicklungsprozess bzw. im späteren Live-Betrieb und gibt dem Entwickler so zeitnah Hinweise auf signifikante Sicherheitslücken in der Anwendung. Der Effekt: Maximale Datensicherheit für Entwickler bei minimalem Zeitaufwand und deutlich reduzierten Kosten noch während der Entwicklung, bevor eine Anwendung den Live-Status erreicht. Es braucht wenig Fantasie, um sich die Zahl potentieller Kunden für das Startup vorzustellen.

Crashtest Secruity im WERK1 Teaser

Keine Lust auf Nine-to-Five

Seit Januar 2018 sind Felix, Janosch, René und Daniel Residents im WERK1. Drei Nerds, ein BWLer und die ersten festen Mitarbeiter. Felix ist für Vertrieb, Marketing und Finanzen zuständig. Die Programmierer Janosch, René und Daniel haben an der TU München schon während des Studiums gemeinsam Software entwickelt und noch vor dem Abschluss die erste GbR gegründet. Schnell merkten sie, wie komplex das Thema „Sicherheitstest“ in der Software-Entwicklung noch immer ist und so nutzen sie die Chance auf das erste eigene Startup-Unternehmen. Felix hat bereits bei seinen ersten Praktika und Anstellungen gemerkt, dass für ihn ein klassisches Nine-to-Five-Angestelltendasein nicht in Frage kommt. Wer gründet kann selbst bestimmen mit wem, woran, wie viel und wann er arbeitet – ein großer Vorteil, den alle vier zu schätzen wissen. Außerdem stehen Gründer mit hundert Prozent hinter dem eigenen Produkt und dafür schiebt man notfalls gerne mal Nachtschichten oder steht früh auf.

Optimale Bedingungen im WERK1

In München/Bayern fanden die vier Crashtestler optimale Startbedingungen vor: Im Februar 2017 bekamen sie für ein Jahr das EXIST-Stipendium und im Anschluss einen Platz im WERK1. Die erste WERK1-Halbjahresbilanz fällt sehr positiv aus. Sie haben Investoren gewonnen und noch dazu den 2. Preis beim CEBIT Innovation Award 2018 abgeräumt. Ihre Test-Präsentation auf der Messe in Hannover überzeugte die Jury nicht nur virtuell, sondern auch durch einen Praxis-Test vor Ort: Mit einem Quick-Scan erstellte das Team automatisiert PDF-Berichte (Vulnerability-Reports), mit denen die Besucher Sicherheitslücken in ihren Anwendungen und den Mehrwert der Crashtest-Secruity-Software direkt vor Augen geführt bekamen.

Euer „One Sentence Pitch“?

Wir automatisieren den bislang sehr aufwändigen, hauptsächlich manuellen und damit teuren Sicherheitstest für Webanwendungen.

Wer braucht’s?

Jeder, der Webseiten/-anwendungen entwickelt

Wie hoch schätzt Ihr den WERK1-Faktor?

Sehr hoch – Die Kombination von Netzwerk und Förderung ist einfach unschlagbar, und damit meinen wir nicht nur die günstigen Büroräume in der Münchner Innenstadt. Der Community Aspekt hier vor Ort, der Austausch mit den anderen Startups und den Coworkern, das Netzwerken innerhalb der Branche und die Veranstaltungen hier vor Ort sind einfach ideal.

Startup: Crashtest Security
Webseite: https://crashtest-security.com/
Kontakt: info@crashtest-security.com

Crashtest Secruity Logo